Hospizstation in Innsbruck: „Eigentlich sollte man schon am Anfang des Lebens hier sein …“

11. Juli 2012 | von

Die Hospiz- und Palliativstation in Innsbruck

Auf der Hospiz-und Palliativstation in Innsbruck wird der Mensch in seiner Ganzheit wahr und ernst genommen.

„Diese grauenhaft aggressiven Nervenschmerzen, die von meiner Hüfte abwärts das ganze rechte Bein malträtierten, waren reine Folter und ließen mich die Wände hoch gehen“, erzählt Ulla Oberhammer. Sie hat seit einigen Jahren einen metastasierenden Darmtumor. Auf Empfehlung ihrer Hausärztin ging sie im Herbst vergangenen Jahres spontan auf die Hospiz- und Palliativstation und bat um ein Gespräch mit der leitenden Ärztin. „In diesem Moment hatte ich eigenartigerweise sofort das Gefühl ‚jetzt bin ich gerettet‘, ich war einfach nur noch selig“, erinnert sich Ulla Oberhammer. Inzwischen kann sie dieses überwältigende Gefühl der Sicherheit und Ruhe genauer zuordnen, denn seit einigen Wochen ist sie auf der Hospiz- und Palliativstation in Innsbruck um mit Hilfe einer Schmerzpumpe die quälenden Schmerzen zu lindern.

 

Ein Ort der Gelassenheit

„Diese Zelle der Gelassenheit, diese Ruhe und menschliche Freundlichkeit ist die Seele dieses Ortes. Als mich in der Phase der Schmerzpumpeneinstellung wieder einmal die schlimmsten Schmerzen quälten, stand eine Ärztin an meinem Bett und war einfach nur für mich da. Ihr einfaches und vor allem ruhiges und sicheres Dasein halfen mir in meinem unendlichen Schmerz und gaben mir große Sicherheit.“

Für‘ s Leben etwas mitnehmen

Ulla Oberhammer wird wieder nach Hause gehen können. „Hier im Hospiz, in dieser Atmosphäre der Ruhe, spüre ich meine eigene Ungeduld besonders stark. Ich möchte von dem was ich hier erleben darf etwas für mein Leben mitnehmen. Ich wünsche mir gelassener, lassender und zulassender werden zu können.“ Und meint nachdenklich: „Vielleicht sollte ja jeder Mensch schon am Anfang des Lebens einmal hier gewesen sein.“

Die Hospiz- und Palliativstation in Innsbruck

Auf der Hospiz- und Palliativstation mit 14 Betten in Innsbruck werden Schmerzen und andere Symptome wie Übelkeit oder Atemnot mit den Mitteln moderner Palliativmedizin und -pflege behandelt. Im Zentrum des Tuns steht das Wohl des ganzen Menschen. Das heißt, der Mensch wird mit seinen physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnissen begleitet.

Weiterführende Links:

Die Hospiz- und Palliativstation in Innsbruck

Nicht zum Reden da …? – Die Hospiz- und Palliativstation

“Jetzt geh ich ein paar Tage hinein” – Die Hospizstation als letzte Heimat

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2 Kommentare

  1. gabriela spitska sagt:

    ich kann nicht vergesen „meine ULLA“ ich habe nurr ein monat 24 stunde gepflecht ,aber ist immer in meine erinerung

  2. […] Hospizstation in Innsbruck: „Eigentlich sollte man schon am Anfang des Lebens hier sein …“ […]

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