Der Ostermontaggottesdienst der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft in St. Pirmin/Innsbruck ist seit Jahren ein jährliches Highlight. So auch heuer wieder.


Der Hospizchor mit Musikband sang berührende Lieder wie „Gabriellas Song“ (aus dem gleichnamigen Film „Wie im Himmel“) oder „The Lord bless you an keep you“ (von John Rutter) oder das afrikanische Lied „Siyahamba”.

Über 300 Menschen feierten diesen ökumenischen Gottesdienst mit. Sie gedachten mit Lichtern ihrer Verstorbenen.


Die Predigt hielt heuer die evangelische Pfarrerin Ulrike Swoboda zur Jahreslosung der evangelischen Kirche aus der Offenbarung des Johannes: „Siehe, ich mache alles neu“ (Offenbarung 21,5). Dabei sagte sie: „Gottes Zusage bleibt. Was zerbricht, ist nicht verloren. Er schenkt einen Neuanfang – behutsam und treu. Nicht laut. Nicht überstürzt. Sondern zur rechten Zeit“. Ulrike Swoboda sprach, dass Menschen – angesichts der derzeitigen Lage der Welt – mehr denn nach echtem Trost lechzen: „Es geht nicht um einen billigen Trost, um ein oberflächliches Aushalten oder Durchhalten, sondern um eine tiefgreifende Verwandlung, sowohl der Welt als auch des eigenen Lebens“. Menschen seit Jahrtausenden suchen, halten, fanden diesen Trost in Gott: „Es gibt Situationen, wo man sich ganz wundersam getröstet fühlt, obwohl alles rundherum zusammenbricht. Cornelia Richter, die neue evangelische Bischöfin von Österreich, hat dafür ein starkes Wort gefunden: das Gefühl des bodenlosen Vertrauens“.




Im Anschluss an den Gottesdienst fand im Pfarrsaal eine Agape statt, liebevoll hergerichtet von ehrenamtlichen Hospizbegleiter*innen. Danke an die Bäckerei Wachtler, die das Brot dafür gemacht und gespendet hat. Danke an alle, die gekommen sind, einander bestärkt haben und an diesem jährlichen Highlight mitgewirkt haben.
Christian Sint, Seelsorger
Hier können Sie die gesamte Predigt von Pfarrerin Ulrike Swoboda als PDF nachlesen!