Sterbende Menschen haben ein Recht auf Zuwendung

Sabine Zangerl setzt sich für sterbende Menschen ein
„Ich möchte dabei helfen, dass möglichst viele Menschen daheim oder in vertrauter Umgebung sterben können.“ Sabine Zangerl, Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Sabine Zangerl ist Krankenschwester im Krankenhaus Kufstein. Seit Juni arbeitet sie außerdem hauptamtlich für die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft. Ihre Aufgabe ist, im Bezirk Kufstein und Kitzbühel sterbenden Menschen zu helfen, bis zuletzt würdevoll leben zu können.

Warum engagieren Sie sich für sterbende Menschen?

Sabine Zangerl: „Durch meine Arbeit als Krankenschwester war ich immer wieder damit konfrontiert, wie wenig im Krankenhaus auf die Bedürfnisse sterbender Menschen eingegangen wird oder werden kann, weil es die Strukturen nur schwer zulassen. Es hat mich oft sehr traurig gemacht, zu sehen, wie sterbenden Menschen alleine gelassen werden. Sie werden oft nicht ernst genommen und ihre Wünsche und Bedürfnisse finden keine Beachtung. Dabei hat jeder Mensch bis zu seinem letzten Atemzug doch ein Recht auf Zuwendung!“

Was ist ihre Aufgabe in der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft?

Sabine Zangerl: „Als Regionalbeauftragte bin ich für den gesamten Bezirk Kufstein und Kitzbühel so etwas wie ein Knotenpunkt für sterbende Menschen und ihre Angehörigen. In erster Linie ist es meine Aufgabe die beiden ehrenamtlichen Hospizgruppen Kufstein und Kitzbühel zu unterstützen. Ehrenamtliche HospizbegleiterInnen sind die Basis der Hospizbewegung. Sie helfen, wo gerade Hilfe gebraucht wird. Sie haben Zeit, hören zu, entlasten Angehörige und können so mithelfen, dass Menschen bis zuletzt zu Hause bleiben können. Da bin ich schon bei einer weiteren wichtigen Aufgabe von mir. Da ich mein Büro im Krankenhaus Kufstein habe, setzte ich mich dafür ein, dass sterbende Menschen vom Krankenhaus wieder nach Hause gehen können. Ich bin sozusagen ein zusätzliches Bindeglied zwischen Krankenhaus, Sozialsprengel und HausärztInnen. Außerdem sehe ich es als große und wichtige Aufgabe, dass die Angebote der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, wie zum Beispiel ehrenamtliche Hospizbegleitung, auch tatsächlich angenommen werden. Es gibt viele Betroffene, die nicht wissen was wir tun, oder sich einfach genieren, Hilfe anzunehmen.“

Was ist ihre Vision?

Sabine Zangerl: „Ich weiß dass die meisten Menschen gerne zu Hause oder zumindest in vertrauter Umgebung sterben wollen. Ich weiß aber auch aus meiner eigenen Erfahrung als Krankenschwester, dass dieser Wunsch immer seltener in Erfüllung geht. Mir ist es ein Herzenswunsch, möglichst vielen Menschen diesen (letzten) Wunsch zu erfüllen.“

 

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