Am 17. April 2026 fand der 19. Tiroler Palliativtag in der Villa Blanka in Innsbruck statt. 140 interessierte Fachkräfte aus dem Sozial- und Gesundheitswesen widmeten sich dabei dem Thema der Caring Communities. Statt theoretischen Überlegungen standen vor allem der Austausch und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten im Zentrum der Veranstaltung. Ziel des Tages war es, Ermutigungen für „realistische Utopien“ zu wecken, darüber zu diskutieren und hinauszutragen.

Als Hauptreferent*innen gelang es Klaus Wegleitner, Marianne Buchegger und Patrick Schuchter, die Philosophie und die Idee von Caring Communities vorzustellen, konkrete Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen und im Gesellschaftsdiskurs zu verorten. Durch den lebendigen Vortrag mit Diskussionen in Kleingruppen konnte auch die Expertise des Publikums eingefangen werden, die vor allem im Beteiligungsprozess am Nachmittag zur Geltung kam.

Die weiteren Redner*innen des Tages zeigten „Best-Practice-Beispiele“, und konkrete Anregungen für Handeln und Praxis auf. Othmar Ferdinand Arnold aus der Schweiz stellte in seinem Beitrag die Wohngemeinschaft im „Tenna Hospiz“ vor. Eva Lechleitner-Reinelt begeisterte mit ihrem Vortrag „Durch die Linse der Verletzlichkeit – Ein Tag außerhalb des Krankenhauses“ mit dem Appell eines Perspektivenwechsels. Annemarie Müllauer aus Salzburg referierte zur Evaluation des „Lebensraum Tageshospiz Pinzgau“. Gabi Ziller und Arthur Browa-Holzinger stellten das EU-Projekt „iCare“ samt daraus entstandenen Umsetzungen in Österreich vor.

Durch das Programm führten Andrea Knoflach-Gabis (ärztliche Leitung Tiroler Hospizgemeinschaft) und Lucas Nasrouei-Schmidt (Landeskoordination Hospiz- und Palliativversorgung Tirol). Musikalisch wurde der Palliativtag von Maria Adleff und Lukas Laimer untermalt.
verfasst von Evelyn Gollenz (Leiterin Akademie)