„Mut zu Veränderung & Verwandlung“

31. März 2021 | von

In die Reihe der Fastenimpulse „anders leben“ stellt sich zu den anderen Dingen, die wir aus Corona lernen können, dieser Impuls über Mut zu Veränderung und Verwandlung. Er bildet den Abschluss mit dem Ausblick auf das Osterfest, das wir in ein paar Tagen feiern.

Letzte Woche hat Romana auch über Wandel und Veränderung geschrieben – eine Konstante in unserem Leben. Immer wieder überraschen uns Situationen, mit denen wir nicht gerechnet hätten. Zum Beispiel eine Krankheit, die sich weltweit ausbreitet und wegen der ich schon seit über einem halben Jahr meine Großeltern nicht mehr besucht habe. Wer hätte das gedacht? Eine Veränderung für unseren Alltag. Trotzdem können wir unterschiedlich damit umgehen – Mauern bauen oder eben Windmühlen. Meine Windmühle ist es, nun öfter mit Familie und Freundinnen zu telefonieren oder spazieren zu gehen.

Ich bin nun bereits seit sieben Monaten dabei, das Hospizhaus kennenzulernen. Obwohl man von außen meinen könnte, alles drehe sich um das Sterben, so geht es innen eigentlich viel mehr um das Leben – das Leben mit Veränderungen, Schwierigkeiten und Freuden, das Leben in all seinen Facetten. Es beeindrucken mich immer wieder verschiedene Personen, die mir begegnen: Patient*innen, Mitarbeiter*innen, Angehörige, Ehrenamtliche. Sie setzen sich dafür ein, ein möglichst gutes Leben zu haben und zu ermöglichen. Sie begleiten und unterstützen Menschen, die eine Zeit der Veränderung erleben.
Ich persönlich bin in einer Lebensphase, in der sich nun viel wandeln wird. Nach meiner Zeit im Hospiz werde ich richtig in das Berufsleben einsteigen. Dafür brauche ich das Vertrauen, dass es schon irgendwie wird, dass es schon irgendwie gelingen wird und ich an einen Ort komme, an den ich gut passe, an dem ich gefragt bin und ich mich einbringen kann mit meinen Fähigkeiten. Dafür brauche ich den Mut, einen ersten Schritt zu machen, etwas Neues zu wagen und mich auf die Veränderung einzulassen.

In aller Verwandlung mit ihren Herausforderungen und Freuden dürfen wir darauf hoffen und vertrauen, wir dürfen mutig sagen: Es wird gut! Dazu ist mir ein Spruch nach Laotse eingefallen:

Ich wünsche uns allen für die kommenden Tage, dass wir mit Mut zur Verwandlung durch die Welt gehen können, wen oder was auch immer die Veränderung betrifft. Ich wünsche uns, dass wir nicht mutlos werden, wenn andere Mauern bauen, sondern dass wir unsere Windmühlen umso größer und bunter bauen. Ich wünsche uns, dass uns der Gott des Lebens begleitet, der aussichtslose Situationen überwindet und für den Verwandlung gerade dort möglich ist, wo andere sie nicht vermuten würden.

Gott segne uns Menschen, seine Geschöpfe – für die Gott sich ein gutes Leben in Fülle wünscht!

Fastenimpuls, am 31.03.2021

Lea Ströhle, Seelsrogerin

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