Christine Eder: Dort wirken, wo andere aufgeben

17. November 2016 | von

Christine Eder aus Fieberbrunn ist seit Anfang Oktober für die Hospizarbeit im Bezirk Kitzbühel verantwortlich.

„Ich habe mich schon als Kind zu sterbenden Menschen hingezogen gefühlt“, meint die 28-jährige Diplomkrankenpflegerin Christine Eder nachdenklich.

Ein guter Draht zu Sterbenden

„Es war sogar so, dass immer wieder entfernte Bekannte am Sterbebett den Wunsch hatten, mich zu sehen und mit mir zu sprechen. Ich hatte einen guten Draht zu ihnen und sie zu mir und ich fürchtete mich nie vor dem Sterben und dem Tod.“

In den vergangenen Jahren arbeitete Christine Eder als Krankenschwester in Hochzirl. Weil sie mit ihrem Partner und ihrem einjährigen Sohn nach Fieberbrunn zurückkehrte, nahm sie die neue berufliche Herausforderung, für die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft im Bezirk Kitzbühel zu arbeiten, gerne an.

Dort wirken, wo andere aufgeben

„Ich möchte dort wirken können, wo andere aufgeben“, ist Christine Eders Motivation für ihre neue Arbeit. Sterbende Menschen würden immer noch zu sehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden und Angehörige hätten oft große Schwierigkeiten Hilfe anzunehmen. Sie wird die Hospizgruppe Kitzbühel leiten und wünscht sich, dass die Hilfe und Unterstützung der ehrenamtlichen HospizmitarbeiterInnen immer mehr angenommen wird. Denn, so Christine Eder, „es ist mutig und zeugt von Stärke, wenn man sich in sensiblen Situationen, wie die des Sterbens, eingesteht, dass man Hilfe braucht und diese annimmt. Diese Hilfe für sterbende Menschen und ihre Angehörigen möchte ich in der Region Kitzbühel zu den Menschen bringen.“

Wer Hilfe oder Unterstützung braucht kann sich direkt bei Christine Eder melden.

Hospizbüro für den Bezirk Kitzbühel
BScN Christine Eder
Krankenhaus St. Johann
Bahnhofstraße 14
6380 St. Johann

Tel.: 0676/ 88 188 305
christine.eder@hospiz-tirol.at

Foto: Georg Schantl

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