Hoffnungslosigkeit, Ohnmacht, Einsamkeit, der Verlust von Sinn – existenzielles Leiden entsteht, wenn das, was im Leben getragen hat, wegbricht. Für schwer kranke Menschen gehört diese Erfahrung oft zum Alltag. Und für alle, die sie begleiten, stellt sie eine besondere Herausforderung dar.
Leiden ist ansteckend. Wo wir Mitgefühl zeigen wollen, kann uns eigene Betroffenheit überwältigen. Der Druck, helfen zu müssen, trifft auf
das Gefühl, nichts tun zu können. Manche Menschen reagieren mit Distanz, andere tragen die Last so lange mit, bis sie selbst erschöpft sind.
Beides erschwert genau das, was Betroffene am meisten brauchen: echte Präsenz.
Was Sie in diesem Seminar erwartet:
• fundiertes Wissen darüber, wie existenzielles Leiden entsteht und wirkt – bei Patient*innen, Angehörigen und Betreuenden,
• praktische Methoden, um in bedrohlichen Situationen handlungsfähig und zugewandt zu bleiben,
• Reflexion der eigenen Reaktionsmuster und Grenzen,
• Möglichkeiten, Mitgefühl zu entwickeln und zu bewahren, ohne sich selbst zu verlieren
Ein offenes, mitfühlendes Herz ist die Grundvoraussetzung dafür, um existenziell bedrohliche und herausfordernde Situationen gut auszuhalten. Dieses Seminar ermöglicht, damit in Kontakt zu kommen und zu üben, bei Menschen zu bleiben, die das fast Unaushaltbare durchleben, und um dabei selbst nicht unterzugehen.
Ärzt*innen, Pflegepersonen und Fachkräfte in der Betreuung schwer kranker Menschen
Christoph Gabl
Dr. med., MSc, ehemaliger leitender Arzt im Mobilen Palliativteam der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft; Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Internistische Onkologie sowie für Pathologie
Ingrid Marth
BA, DGKP mit Zusatzausbildung Palliative Care, Diplomierte Erwachsenenbildnerin (Fachbereich Gesundheitsförderung), buddhistische Philosophie, Ernährungsberaterin TCM, therapeutische Berührungen, Achtsamkeitsmeditation
140 Euro inkl. Kursunterlagen
Anrechenbarkeit: Um DFP-Punkte wird angesucht.
Wir bitten um Anmeldung bis Dienstag, 01. Juni 2027.
Bitte melden Sie sich bis zum 31.05.2027 zu dieser Veranstaltung an, wenn Sie daran teilnehmen möchten.
Allgemeine Anfragen
+43 5223 43 700 33 600
08:00 – 16:00 Uhr (Mo-Fr)
akademie@hospiz-tirol.at
+43 5223 43700 33676
08:00 – 12:00 Uhr (Mo-Fr)
Für Betroffene & Angehörige
+43 810 96 98 78
08:00 – 20:00 Uhr (Mo-So)
Allgemeine Anfragen
+43 5223 43 700 33 600
08:00 – 16:00 Uhr (Mo-Fr)