Tagebuch

Archiv: demenz

Welthospiztag 2013 – VERGISS MEIN NICHT | Sa, 5. Oktober 2013

14. September 2013 | von  | 1 Kommentar
Vergiss mein Nicht - ein Dokumentarfilm von David Sieveking

Malte Sieveking und seine an Alzheimer erkrankte Frau Margarete „Gretel“ Sieveking; Foto: polyfilm

Wie meine Mutter ihr Gedächtnis verlor und meine Eltern die Liebe neu entdeckten – Der Dokumentarfilm „Vergiss mein nicht“ von David Sieveking

Abschiednehmen ist oft schmerzhaft aber ein Teil unseres Lebens. Demenz und die Tatsache sein Gedächtnis zu verlieren, ist für die Betroffenen und auch für ihre Angehörigen ein langsamer und oft sehr schmerzhafter Abschiedsprozess vom Leben und von den Menschen, die man liebt.

Leben und lieben

Die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft möchte mit diesem sensiblen Dokumentarfilm „VERGISS MEIN NICHT“ zeigen, dass in dieser Zeit des Abschiednehmens auch eine Chance liegen kann, nämlich unter neuen, oft schwierigen Umständen das LEBEN und die LIEBE neu zu entdecken.

Termine und Orte am Sa, 5. Oktober 2013:

  • Gruppe Lienz, CineX Lienz, 19.30 Uhr
  • Gruppe Ötztal, Kurzentrum Umhausen, 19.30 Uhr
  • Gruppe Mittleres Oberinntal – Mieminger Plateau, Jugendheim Silz, 19.00 Uhr
  • Gruppe Schwaz und Umgebung, Bezirkskrankenhaus Schwaz, Lichthalle, 19.30 Uhr
  • Gruppe Inzing, Mehrzwecksaal Volksschule Inzing, 20.00 Uhr
  • Gruppen am Haus Ehrenberg und Lechtal, Haus am Ehrenberg, Reutte, 20.00 Uhr
  • Gruppen Imst und Tarrenz Gurgltal, Stadtsaal Imst, 19.30 Uhr
  • Gruppe Wipptal, Rathaussaal, Matrei am Brenner, 20.00 Uhr
  • Gruppen Kufstein und Wörgl, Stadtwerke Kufstein, Atrium, 19.00 Uhr

Eintritt: freiwillige Spenden zu Gunsten der regionalen Hospizgruppen

Weiterführdende Links:

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Jeder Tag eine Überraschung – Das Mobile Hospiz- und Palliativteam

20. Mai 2013 | von  | 7 Kommentare

Heinz Kofler leidet seit 20 Jahren an Parkinson und seit sieben Jahren an Demenz. Seine Frau Hildegard betreut ihn liebevoll. „Jeder Tag ist eine Überraschung“, erzählt sie, „du weißt nie, was er tut, ob er unruhig ist und was er mitbekommt.“

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In die Schuhe des anderen steigen – Häufig gestellte Fragen zur Demenz

14. November 2011 | von  | 1 Kommentar
Über Demenz

Weniger Worte, mehr Gefühl. Für demenzkranke Menschen ist das besonders wichtig.

Wie kann man das Krankheitsbild Demenz in einfachen Worten beschreiben?

Das Gedächtnis (besonders das Kurzzeitgedächtnis) erkrankt – die Vergesslichkeit nimmt zu. Im fortgeschrittenen Stadium werden Menschen, Orte, Dinge aus dem Gedächtnis gelöscht. Der Erkrankte findet sich im Alltag immer schlechter zurecht – er leidet unter Orientierungslosigkeit. Es kommt zu körperlichen und geistigen Einschränkungen und zunehmend zum Verlust der Persönlichkeit. Gefühle, sowie Emotionen bleiben, können aber dem konkreten Ereignis nicht mehr zugeordnet werden.

Mann könnte auch sagen, im Bücherregal des Lebens fallen immer mehr Bücher zu Boden.

Wie kann dennoch die Lebensqualität demenzkranker Menschen verbessert werden?

Wenn ich mit einer an Demenz erkrankten Person in Beziehung treten möchte, ist es unbedingt notwendig sie weiterhin ernst zu nehmen.

Besonders wichtig ist es, ihnen Sicherheit, Vertrauen, Geborgenheit und Zugehörigkeit zu geben und immer zu versuchen, ihnen auf der Ebene der Gefühle zu begegnen.

Dabei helfen kann eine angenehme, ruhige Atmosphäre, keine Reizüberflutung, keine Über- aber auch keine Unterforderung der betroffenen Person.“

Gibt es konkrete Kommunikationstipps für den Umgang mit demenzkranken Menschen?

Wie schon gesagt, ist es in erster Linie sehr hilfreich dem Menschen in Ruhe zu begegnen, um auch wirklich ganz DASEIN zu können! Wenn ich ein Gespräch führen möchte, dann ist es hilfreich, in kurzen und klaren Sätzen zu sprechen und immer nur ein bestimmtes Thema anzusprechen. Dabei sind die Gestik, die Mimik und der Tonfall im Gespräch oft wichtiger als der Inhalt. Mit körperlicher Berührung kann ich meine Botschaft unterstützen und Zuneigung zeigen.

Demente leben oft in ihrer Vergangenheit. Man sollte sie nicht in die Realität zurückzwingen, sondern versuchen in „ihren Schuhen zu gehen“.

Das noch vorhandene Wissen sollte weniger mit Worten als vielmehr mit den Sinnen (Hören, Fühlen, Riechen) aktiviert werden. Mit Musik und Gesang kann man die Menschen oft gut erreichen. Besonders wichtig ist, demenzkranke Menschen viel zu loben und sie weniger zurechtzuweisen!

Und zu guter letzt sollte nicht auf den Humor vergessen werden. Denn: Lachen tut der Seele gut!“

Angelika Scheiber und die Hospizgruppe Landeck haben nach einer Fortbildung zur Demenz diesen Bericht verfasst. Herzlichen Dank!

Weiterführende Links:

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Wir sagen Danke – SpenderInnen und fördernde Mitglieder schenken ein zu Hause

3. November 2011 | von

„Menschen in der letzten Lebensphase haben oft das Gefühl, ihre Heimat, ihr Zuhause zu verlieren.“ Werner Mühlböck

In seinem berührenden Buch „Der alte König in seinem Exil“ beschreibt Arno Geiger die Demenzerkrankung seines Vaters. Immer wieder sagt der Vater: „Ich will nach Hause“, obwohl er die ganze Zeit zu Hause ist. Dieser Satz ist mir beim Lesen besonders nahegegangen.

Menschen in der letzten Lebensphase haben oft das Gefühl, ihre Heimat, ihr Zuhause zu verlieren. Sie fühlen sich alleingelassen. Durch eine liebevolle und ganzheitliche Betreuung, die das Wohl des ganzen Menschen in den Mittelpunkt stellt, gewinnen sterbende Menschen oft ein Stück Heimat zurück.

Dem Ermöglichen dieser Art von Heimat gilt unser Bemühen in unseren Aktivitäten und Einrichtungen: 365 Tage im Jahr. Sie gehören zu jenen, die dies mit Ihrer Spende ermöglichen. Dafür möchte ich mich bei Ihnen bedanken!

„Vergelt’s Gott“ für Ihre Verbundenheit mit der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft!

Werner Mühlböck, Geschäftsführer der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft


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Welthospiztag 2011 – Neue Ausgabe der “Sonnenblume” erschienen

23. September 2011 | von

Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen. Pearl Sydenstricker Buck

Die September Ausgabe der “Sonnenblume – Zeitschrift der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft” ist erschienen.

Aus dem Inhalt:

  • Klang des Lebens – Welthospiztag 2011
  • In die Schuhe des anderen steigen – Häufig gestellte Fragen zur Demenz
  • „Hospiz macht Schule“ – Lachen, weinen, sterben, Abschied nehmen
  • Der Trost der Fruende
  • Sieben gute Gründe die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft mit Ihrer Spende zu unterstützen

Sie möchten unsere “Sonnenblume” regelmäßig per Post erhalten?

Jetzt anfordern!

Telefon: 05 – 76 77
E-Mail: office@hospiz-tirol.at

Hier können Sie die aktuelle Ausgabe als PDF downloaden!

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Gutes möglich machen

22. Juli 2011 | von

„Wie gut dass es die Engel der Hospiz-Gemeinschaft gibt.“ Gerti Vittur

Leo Vittur, der Mann von Gerti Vittur, wurde in seinen letzten Lebenswochen von der ehrenamtlichen Hospizgruppe Schwaz betreut. Gerti Vittur hat den folgenden Text für die Tiroler Hospiz- Gemeinschaft geschrieben.

„Ich brauch Tapetenwechsel, sprach die Birke, und macht sich in der Dämmerung auf den Weg.“

So einfach können Angehörige, die jemanden pflegen müssen, sich nicht auf den Weg machen. Wollen sie zum Einkaufen, oder notwendige Besorgungen erledigen, stehen sie vor der Frage: Wer betreut meinen Hilfebedürftigen? – Niemand da. Ab und zu springt die liebe Nachbarin ein. Doch dies ist für manche auch eine Überforderung. Sie fragen:

Wie umgehen mit an Demenz erkrankten Menschen?

Der Wert ehrlicher und tiefer Anteilnahme am Leben der Kranken wird oft unterschätzt. Sie spüren sehr wohl, wenn sich jemand um sie liebevoll kümmert, wenn mal ein anderer, fröhlicher Mensch sie umgibt.

Geschulte Engel

Es müssen aber nicht nur alte Menschen betreut werden, auch jüngere Menschen bleiben manchmal vom Unheil nicht verschont. Sie zu pflegen, ja auf den Tod vorzubereiten, übersteigt oft die Kräfte der Angehörigen. Wie gut, dass es die Engel von der Hospiz-Gemeinschaft gibt, Engel für diese schwere Aufgabe. Sie helfen freiwillig, benötigen aber für ihren Einsatz fachliche Unterstützung und Ausbildung und diese kostet Geld.

Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie hier auf unser Homepage: www.hospiz-tirol.at!

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Herausforderung „Demenz“

19. Mai 2011 | von  | 1 Kommentar

Mit viel LIEBE, Respekt, offenem Herzen, offenen Ohren und Augen diesen einzigartigen, wertvollen Menschen (mit SEINER reichen Lebensgeschichte) begegnen.

Die Hospizgruppe Bezirk – Landeck durfte an den Fortbildungen über Demenz mit Barbara Kleissl teilnehmen. Zusammenfassend möchten wir in 3 Fragen unsere Erfahrung mitteilen:

1) Wie würdet Ihr das Krankheitsbild DEMENZ in einfachen Worten beschreiben?

„Das Gedächtnis (bes.Kurzzeit) erkrankt – die Vergesslichkeit nimmt zu. Im fortgeschrittenen Stadium werden Menschen, Orte, Dinge aus dem Gedächtnis gelöscht. Der Erkrankte findet sich im Alltag immer schlechtere zurecht – er leidet unter Orientierungslosigkeit. Es kommt zu körperlichen und geistigen Einschränkungen. Es kommt zum Verlust der Persönlichkeit. Gefühle / Emotionen bleiben, können aber dem Ereignis nicht mehr zugeordnet werden.

Im Bücherregal der Lebensjahre fallen immer mehr Bücher zu Boden.“

2) Wie kann die Lebensqualität verbessert werden?

„Das Vermitteln von Sicherheit, Vertrauen, Geborgenheit und Zugehörigkeit ist wichtig. Das Ernstnehmen der betroffenen Person – auf der Gefühlsebene begegnen. Eine angenehme, RUHIGE Atmosphäre schaffen – KEINE Reizüberflutung, KEINE Über-/ Unterforderung.“

3) Welche Kommunikationstipps im Umgang mit demenzkranken Menschen gibt es?

„Immer in RUHE und ganz DASEIN kommen!

Gestik und Tonfall ist wichtiger als der Inhalt (Ruhe!!). In kurzen, klaren Sätzen sprechen – nur 1 Thema ansprechen. Mit Berührung kann man die Botschaft unterstützen und Zuneigung zeigen. Demente leben oft in der Vergangenheit – nicht in die Realität zurückzwingen, sondern versuchen, in IHREN Schuhen zu gehen – spiegeln.

Wissen weniger mit Worten sondern besser mit Erkennen / Fühlen/ Riechen etc. aktivieren. Lärm und Reizüberflutung meiden – Anweisungen langsam/ hintereinander anordnen. LOB aussprechen und KEINE Zurechtweisungen. Mit Musik / Gesang kann man die Menschen noch oft erreichen. Humor reichlich einsetzen: Lachen tut der Seele gut!!“

Resümee:

Mit viel LIEBE, Respekt, offenem Herzen, offenen Ohren und Augen diesen einzigartigen, wertvollen Menschen ( mit SEINER reichen Lebensgeschichte) begegnen.

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Alzheimer – Mut für Angehörige

29. November 2010 | von

"ILSE, wo bist du?" - Filmpremiere im Leokino Innsbruck

Lebensqualität verbessern – Lebensfreude bei Demenz!

Dienstag , 14 . Dezember 2 0 10 , 18.3 0 Uhr
Innsbruck , LEOKINO, Anichstraße 3 6

18.30 Uhr : Begrüßung
18.45 Uhr : Filmpremiere
19.30 Uhr : Diskussion mit ExpertInnen

anschließend : gemütlicher Ausklang im Foyer

ILSE, wo bist du?
Ein Film von Ulrike Halmschlager (Österreich 2010, 45 min)

In diesem Film werden die Problemstellungen einer an Demenz erkrankten Frau in allen Facetten und Phasen sehr persönlich gezeigt. Liebevoll und berührend gibt der Film Einblick in die Welt des Vergessens der Betroffenen und der pflegenden Angehörigen. Im Anschluss daran folgt ein kurzer fachlicher Input mit Diskussion zum Thema Demenz. Die ausführenden Expertinnen stehen danach für Ihre Fragen zur Verfügung.

Diskussion mit :

Ulrike Halmschlager , Filmemacherin, Salzburg
Anton Christian,
Maler, Ti rol
Barbara Kleissl , Demenzexpertin, Leiterin der Mobilen Seniorenbetreuung, Fachstelle Demenz der Caritas Tirol
Georg Schärmer, Direktor Caritas Tirol
Dr. Thomas Benke , FA f. Neurologie und Psychiatrie, Leiter der Memory-Klinik an der Universitätsklinik für Neurologie, Innsbruck
Moderation: Michael Bilic,
Das Kino, Salzburg

Eintritt : € 6,00

Eine Veranstaltung von Caritas Tirol und dem LEOKINO in Kooperation mit Ulrike Halmschlager

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Gut versorgt, aber nicht gebraucht

9. August 2010 | von
Portrait Reimer Gronemeyer

„Die Demenz ist die Rückseite unserer Gesellschaft“, Prof. Reimer Gronemeyer

„80- bis 85-jährige Großmütter in Südafrika haben wegen der ungeheuren Aidsepidemie vielfach alle ihre Kinder verloren. Sie sind oft alleine für ihre über 20 Enkelkinder verantwortlich, und das bei einem Einkommen von unter 25 Euro.“

Bei einem Vortrag auf Einladung der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft im Haus der Begegnung sprach der deutsche Soziologe und Theologe Reimer Gronemeyer über die Zukunft des Alterns im „reichen“ Europa im Vergleich mit anderen armen Ländern oder Kontinenten.

„Diese südafrikanischen Großmütter geben der „Altenhilfe“ einen völlig anderen Sinn. Sie geben Hilfe und brauchen sie nicht selber! Das große Geheimnis der Stärke dieser Frauen ist das Gebraucht-Werden“, meint Gronemeyer.

Jede Zeit hat ihre Krankheit

Da sei es kein Wunder, dass immer mehr EuropäerInnen an Demenz erkranken.

„Ich glaube aber nicht, dass uns die Demenz zufällig ereilt. Sie ist eine Krankheit unserer Zeit. Sie ist die Rückseite unserer Gesellschaft. Einer Gesellschaft der Beschleunigung, Innovation und auch einer Gesellschaft des Vergessens. Die Kälte, die Isolation, die Kopf- und Verstandeslastigkeit, die Informationsflut und eben die Einsamkeit der Menschen kommen in der Demenz zum Ausdruck. Die Zahl der Menschen, die da nicht mehr mitkommt, wächst. Es gibt die Behauptung, dass sich die Menschen bei uns heute mehr vor Demenz als vor Krebs oder dem Tod fürchten.

Die Demenz trifft uns sozusagen im Kern unserer Ängste und unseres Personseins. Die Existenz der Menschen mit Demenz fordert uns zu einer Umkehr auf.“

Kein Recht auf Hoffnungslosigkeit

Gronemeyers Vision einer gesellschaftlichen Umkehr ist dabei frappierend „einfach“.

„Wir müssen uns wieder als Menschen entdecken, die den anderen zu Hilfe kommen.

Die Aufgaben, die ein grauköpfiges, überaltertes Europa mit sich bringt, erfordern mehr und mehr freiwilliges Engagement.“ Und abschließend meint Gronemeyer: „Wir haben nicht das Recht, hoffnungslos zu sein!“

Waltraud Fritz (Ehrenamtliche Mitarbeiterin) und Maria Streli Wolf (Öffentlichkeitsarbeit)

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