Tagebuch

Archiv: marina-baldauf

Europäisches Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011

28. Juli 2011 | von

„Ehrenamtliche tragen wesentlich dazu bei, Sterben und Tod schon im LEBEN Platz zu machen." Marina Baldauf

DANKE allen Ehrenamtlichen

Das Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 haben wir zum Anlass genommen, diese Ausgabe der Sonnenblume ganz dem Ehrenamt zu widmen.

Die Motive zum Engagement im Hospiz-Bereich sind oft ein ganzes Bündel an Bedürfnissen z.B. nach Güte, Wahrheit und Einzigartigkeit, nach Gerechtigkeit, Lebendigkeit verbunden mit Sicherheit, Liebe und Achtung.

Jedes Motiv ist wertvoll und trägt in seiner Besonderheit zur Vielfalt der Hospizbewegung bei. All dies sind Werte, die zum einen die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft enorm bereichern und zum anderen das persönliche Umfeld und damit die Gesellschaft, in der wir leben mit verändern.

In jedem Falle geht es bei all unseren Einsätzen, egal ob haupt- oder ehrenamtlich, um das Zulassen von Kommunikation, Wertschätzung und das Wahrnehmen von Wünschen und Bedürfnissen.

Vorbildhafte BotschafterInnen der Hospizbewegung

Dabei ist der persönliche Wandel, den unsere ehrenamtlichen MitarbeiterInnen sehr oft durchleben wenn es um ihre eigene innere Einstellung zu Sterben und Tod geht, wesentlicher Bestandteil der Hospizbewegung. Der eigene Mut, sich den Themen Sterben, Tod und Trauer zu stellen, hat häufig Vorbildwirkung und bleibt für das Umfeld nie wirkungslos. Ehrenamtliche HospizmitarbeiterInnen tragen Kraft ihres Tuns wesentlich dazu bei, Tod und Sterben schon im Leben Platz zu machen.

Dafür möchte ich mich bei euch allen von Herzen bedanken!

Marina Baldauf, Vorsitzende Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Weiterlesen

Eine Feuerstelle für die Hospizbewegung

25. Mai 2011 | von

„Durch nichts kann der persönliche Kontakt ersetzt werden.“ Marina Baldauf

Wieder ist es Zeit, innezuhalten und auf unsere Arbeit im vergangenen Jahr zurückzuschauen.

Neben einer erfolgreichen Spenden- und Bausteinaktion für das Mobile Hospiz- und Palliativteam, vielen interessanten und gut besuchten Bildungsveranstaltungen, haben wir uns im Jahr 2010 besonders bemüht, unser ehrenamtliches Angebot in ganz Tirol zu stärken, zu bündeln und bestmöglich zu organisieren. Es bewährt sich sehr, dass hauptamtliche Mitarbeiterinnen unsere Ehrenamtlichen-Einsätze koordinieren. Sie knüpfen und halten Kontakt zu Krankenhäusern, Altenheimen, Sozialsprengeln, und vielen anderen Einrichtungen, sowie zu HausärztInnen. Sie bemühen sich, alle betreuenden Personen so gut wie möglich miteinander zu vernetzen – zum Wohle schwer kranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen.

Für mich ist es faszinierend zu sehen, wie sehr unsere MitarbeiterInnen durch ihr großes Engagement und ihren Einsatz die Herzen der Menschen erreichen. Durch nichts kann dieser persönliche Kontakt ersetzt werden. So ist es wunderbar zu sehen, wie sehr sich die Hospizbewegung, wie eine Welle mit immer weiteren Kreisen, in unserem Land ausbreitet.

Wenn ich die letzten Jahre Revue passieren lasse, dann staune ich, wie vielseitig unsere Arbeit geworden ist.

Diese Vielseitigkeit unserer Aufgaben macht es aber auch notwendig, sich immer wieder auf das Wesentliche zu besinnen. Es ist unsere Aufgabe sicherzustellen, dass die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft wie eine nährende Feuerstelle für die wachsende Hospizbewegung ist und bleibt.

Danken möchte ich allen haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen für ihre Kraft, ihre Loyalität und für den Zusammenhalt in so manch schwieriger Situation.

Marina Baldauf, Vorsitzende Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Weiterlesen

Aufmerksamkeit des Herzens

21. Februar 2011 | von

"Wenn Herz und Verstand zusammentreffen, wandelt sich der Geist und aus Beruf wird Berufung." Marina Baldauf

Marina Baldauf (Vorsitzende der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft) hielt anlässlich der feierlichen Verleihung der Ehrenzeichen des Landes Tirol, am Sonntag, 20. Februar 2011, eine Dankesrede im Namen aller zwölf Geehrten.

Ihre Rede können Sie im Folgenden nachlesen:

„Hohe Geistlichkeit, sehr geehrter Herr Bischof, sehr geehrte Landeshauptleute, werte Mitglieder der Landesregierung, sehr geehrter Herr Präs. Des Landtages, werte Bürgermeisterin und liebe Ausgezeichnete und Festgäste!

Ich freue mich, dass Sie gekommen sind, um die Verleihung dieses Ehrenzeichens mit uns zu feiern.

Dankbarkeit und Freude, dass wir diese Gefühle empfinden, wird niemanden überraschen.

Diese Art der Wertschätzung bezieht sich nicht nur auf die vollbrachte Leistung der jeweiligen Person, sondern immer auf den ganzen in Beziehung stehenden Menschen. Es ist verbunden mit Respekt, Wohlwollen und Anerkennung und drückt sich aus im Zugewandt sein. Jemandem aufrichtig zugewandt sein heißt, sein Gegenüber mit seinen Stärken und Schwächen wahr zu nehmen.

Die Sprache, hin und wieder aber auch die Sprachlosigkeit können dabei eine wichtige Brückenfunktion sein. Das ist ein hoher Wert, denn wir bewegen uns in einer leistungsorientierten, schnelllebigen Zeit, von Kurzinformationen und tendenziösen Blitzlichtern beeinflusst.

Ich erlebe dies oft in unserer Arbeit der THG, wie wichtig es ist, die ganz persönlichen Ängste und Nöte schwerstkranker und sterbender Menschen zu hören und sich darauf einzulassen. In dieser letzten Lebensphase, und die steht uns allen einmal bevor, ist für die Kommerzialisierung menschlicher Bedürfnisse kein Platz mehr.

Es gehört ein ganz persönliches Inne- und Werthalten dazu. Neben aller hochwertigster Professionalität und Kompetenz in der Wissenschaft und Forschung, im Sport, in der Bildung, in der Wirtschaft, in Kunst und Kultur und im kirchlichen und sozialen Bereich, stellvertretende Persönlichkeiten sind ja heute hier ausgezeichnet worden, braucht es diesen emotionellen Beziehungsbogen zwischen dem ICH und dem DU zum WIR. Ich möchte das mit Herzensbildung oder einfach als die Aufmerksamkeit des Herzens beschreiben.

Sie ist wichtiger denn je, wenn wir unserer flachen, auf Wohlstand ausgerichteten und gesättigten Gesellschaft die entsprechende Lebendigkeit zukommen lassen wollen.

Wenn Herz und Verstand zusammentreffen, wandelt sich der Geist und aus Beruf wird Berufung. Der damit verbundene hohe Einsatz findet sich bei allen heute Geehrten wieder.

Es braucht Zivilcourage und engagiertes Handel um unserer eigenen Trägheit und Mutlosigkeit zu entfliehen. Die Neugierde wird uns als Urkraft beflügeln.

Gerade jetzt im Jahr der Freiwilligkeit, sollte dieser Motor einer Gesellschaft zum Anspringen gebracht werden. Viele Initiativen werden vermutlich in diesem Jahr aus dem Boden wachsen und ich hoffe, dass es uns gelingen wird, diese frei werdende Energie zu bündeln und zukünftig bestmöglich und verantwortlich einzusetzen. Dazu braucht es mit Sicherheit eine kraftvolle Bürgerinitiative, neben aller politischen und öffentlichen Unterstützung.

Organisiertes freiwilliges Engagement auf allen Ebenen, gerade durch die demografische Entwicklung, werden wir zukünftig dringende benötigen. Dazu gehört auch, wie eingangs erwähnt, eine Kultur der Wertschätzung und des Dankens aber auch des Gemeinsinns und nicht der Ausgrenzung.

Die Haltung des Gemeinsinns wurzelt in der Sozialität des Individuums. Die Erfahrung, nicht als autonomes Einzelwesen zu leben, sondern sich im Raum von Gemeinschaften und Kulturen zu entwickeln und zu entfalten, ist für jeden Menschen elementar und existenziell.

Das sollte wieder stärker in unser Bewusstsein rücken und uns mit Lebensvertrauen und Mut, gerade in konfliktreichen Zeiten, in die Zukunft gehen lassen.

Nicht der monotone Klang des kollektiven „JA Sagens“ sollte unsere Begleitmusik sein, sondern der wachsame und klare Blick nach vorne im Sinne der Menschlichkeit.

Dietrich Bonhoeffer, im KZ 1945 hingerichtet, aufgrund seiner Tätigkeit im Widerstand, beschreibt dieses Vertrauen ins Leben und um seine Endlichkeit wissend mit folgenden Zeilen:

Von guten Mächten treu und still umgeben,

behütet und getröstet wunderbar,

so will ich diese Tage mit euch leben

und mit euch gehen in ein neues Jahr.“

Marina Baldauf, 20. Februar 2011

Weitere Informationen zur Verleihung des Ehrenzeichens des Landes Tirols finden Sie hier!

Weiterlesen

Als Organisation wachsen und dem Grundauftrag treu bleiben

2. Februar 2011 | von

„Es tut gut, sich von einer Idee tief berühren zu lassen.“ Marina Baldauf

Die Weihnachtszeit liegt hinter uns und wir starten gemeinsam in ein neues Jahr. Gemeinsam heißt, dass wir uns der Not unserer Mitmenschen annehmen wollen, die unsere Solidarität und Nächstenliebe brauchen. Begleitung zu haben in der letzten Lebenszeit kann helfen, die Trauer bewusster zu spüren und ihr Raum zu geben.

Aber auch ein mitfühlender Händedruck oder Ohren, die sich Zeit nehmen zu hören, erleichtern oft die Situation in einer Familie. Natürlich ist es wichtig, Schmerzen zu lindern, medizinisch und pflegerisch, aber auch die aufrichtige und wachsame Anteilnahme kann Kraft geben. Unsere ehrenamtlichen MitarbeiterInnen in ganz Tirol sind, mit einer entsprechenden Ausbildung „vorbereitet“, für die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft tätig.

Engagierter Einsatz und spürbare Hilfe

Der höchst engagierte Einsatz von allen unseren MitarbeiterInnen, aber auch die spürbare Hilfe von außen faszinieren mich immer wieder. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit, in der ohne messbare Leistung oft kein Weiterkommen möglich scheint, tut es gut, wenn sich Menschen von einer Idee tief berühren lassen. Diese Berührung war und ist notwendig, um als Organisation zu wachsen und trotzdem dem Grundgedanken treu zu bleiben. Wir bemühen uns, die eingangs erwähnte Not zu sehen, dementsprechend zu handeln und – wenn auch oft ohnmächtig oder hilflos – einfach da zu sein und den Schmerz auszuhalten.

Trotzdem glaube ich, dass diese letzte Lebenszeit noch intensiv gelebt werden kann und mitunter viel Unerwartetes in sich birgt. Ein bewusstes Abschiednehmen kann viele gute Erinnerungen hinterlassen und Kraft geben für einen Neubeginn in Zeiten der Trauer.

Auch wir starten in ein neues Jahr und ich hoffe, dass es uns gemeinsam gelingt, die Hospizidee als tragende Säule in unserer Gesellschaft zu stabilisieren und zu verankern.

Marina Baldauf, Vorsitzende Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Weiterlesen

Wir sagen Danke – Mobiles Bett

20. Dezember 2010 | von

„Im Namen der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft wünsche ich Ihnen einen gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und möchte mich bei allen herzlich bedanken, die den Fortbestand der mobilen Hospiz- und Palliativbetreuung auch im kommenden Jahr ermöglichen.“ Marina Baldauf, Vorsitzende der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Weiterlesen

Reifen und Welken

20. Oktober 2010 | von

„Vertrauen und Hoffnung auf einen Neubeginn.“ Marina Baldauf

Im Wandel der Zeit

Wir alle erleben Schmerz und Trauer über das Vergängliche tief im Herzen – nicht nur in unserer letzten Lebensphase.

Immer wieder sind wir aufgefordert, uns neu zu orientieren, Vertrautes loszulassen ohne zu erstarren oder zu resignieren.

In schwierigen Situationen des Loslassens und des Wandels ist Begleitung besonders wichtig. Wenn in manchem Lebensabschnitt neue Perspektiven und neuer Lebenssinn noch nicht erkennbar sind, braucht es oft viel Vertrauen und Hoffnung in einen Neubeginn.

Nicht zuletzt der Glaube an eine schöpferische Kraft und die Tiefe persönlicher Gespräche geben Halt und stärken unsere Wurzeln. Aber auch Rückzug und Besinnung sollten von der „Außenwelt“ akzeptiert werden. Das wollen wir auch in dieser Ausgabe unserer „Sonnenblume“ vermitteln. Der Lauf der Jahreszeiten hält uns das Leben und Sterben in seinen Übergängen immer wieder vor Augen.

Auch in der Hospizbewegung sind wir darauf bedacht, diese Gedanken und Lebensthemen in gemeinsamen Gesprächen zuzulassen. Weiterbildungsangebote aber auch Besinnungstage dürfen daher in unserer Organisation nicht fehlen und stärken die Gemeinschaft unserer haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.

Marina Baldauf, Vorsitzende Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Weiterlesen

Das Labyrinth

2. Juli 2010 | von

„Wir sollten den Weg zur Mitte nicht aus den Augen verlieren.“ Marina Baldauf

oder die konzentrischen Kreise des Lebens

Zu uns kommen Menschen mit einem fortgeschrittenen und fortschreitenden Leiden. Auch wenn die Heilung der Krankheit nicht möglich ist, kann noch viel getan werden, um die Lebensqualität zu verbessern.

Auf diese Weise ist „Heil-Werden“ auch mit einem kranken Körper möglich.

Schon mitten im Leben können wir uns immer mehr an dieses „Heil-Werden“ herantasten. Auch wenn uns unser Lebens-Labyrinth so manchen Umweg auferlegt, sollten wir den Weg zur Mitte nicht aus den Augen verlieren.

„Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen“ heißt es in der Bibel. Das ist der ganz persönliche Auftrag an jeden Einzelnen, ganz „er selber“ zu werden, um so in seiner Einzigartigkeit einen unverwechselbaren und unersetzbaren Platz einzunehmen und dafür auch verantwortlich zu sein.

Bei allem Streben nach Einzigartigkeit darf jedoch unser Beziehungsnetz nicht verloren gehen. Gerade im Hospiz-Alltag geht es um das Wahrnehmen von Bedürfnissen der Sterbenden, der Angehörigen und auch der MitarbeiterInnen. Diese Wurzeln stärken, halten zusammen und ermöglichen, dass wir wachsen können. Diese Grundwerte müssen behütet und geschützt werden.

Es ist der Auftrag an uns alle, die Gesellschaft in ihrer Vielfältigkeit anzuerkennen und ganz individuell mitzugestalten – weil es dem Leben dient.

Marina Baldauf
Vorsitzende Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Weiterlesen

Wie begegne ich einem Menschen?

17. Mai 2010 | von

Hospiz ist eine Haltung zum Leben und Sterben

Dankbar für ein erfülltes Jahr 2009

Immer wieder ist es für uns alle wichtig, sich auf die Grundidee der Hospiz-Bewegung zu besinnen. Hospiz ist eine ganz persönliche Haltung zum Leben und zum Sterben. Sie ist nicht an einen Ort gebunden, sie kann immer und überall gelebt werden. Die entscheidende Frage ist: Wie begegne ich einem Menschen? Wie begegne ich ihm im Leben und eben auch im Sterben?

Sich zu begegnen und sich ZEIT zu nehmen für den anderen ist ein wesentlicher Anker in unserer Arbeit. Gerade das zeichnet das ehrenamtliche Engagement unserer MitarbeiterInnen aus. Zusätzlich sind ganzheitliche, liebevolle Pflege und medizinische Versorgung wichtige Säulen in unserer Betreuung.

Wissen, wohin ich mich wenden kann

Oft wird nur die Sicherheit und Beratung im Hintergrund benötigt, um gerade in der mobilen Betreuung die Angehörigen zu stärken. Zu wissen, wohin ich mich jederzeit wenden kann, wenn unvorhergesehene Situationen eintreten, ist ein wertvolles Angebot.

Immer mehr gelingt es uns, in ganz Tirol zu helfen – sei es mit über 200 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, aber auch mit den entsprechenden hauptamtlichen Koordinatorinnen.

Für diese gemeinsam geleistete Arbeit bedanke ich mich ganz herzlich und möchte Mut machen zu vielen gemeinsamen Zukunftsschritten.

Marina Baldauf, Vorsitzende Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Weiterlesen

Im Jahreskreis… berühren Anfang und Ende einander

8. Februar 2010 | von

"Das Ende ist wie der Anfang. Ob leicht oder schwer ist nicht vorherzusehen."

Weihnachten und Neujahr liegen hinter uns. In dieser Zeit kreisen meine Gedanken um das Thema Anfang und Ende. HospizmitarbeiterInnen vergleichen oft das Sterben mit einer Geburt. Das Ende ist wie der Anfang, bei jedem anders, ob leicht oder schwer ist nicht vorherzusehen. Eine vertraute Welt zu verlassen und die Reise in ein unbekanntes Land zu beginnen, ängstigt viele Menschen. Ein starker Glaube, die Nähe der Angehörigen aber auch die mutige Begleitung unserer ehrenamtlichen MitarbeiterInnen können diese letzte Reise erleichtern.

Eine gute Mischung aus haupt- und ehrenamtlicher Betreuung, spiritueller und sozialer Begleitung sollen auf die individuellen Bedürfnisse sterbender Menschen und ihrer Angehörigen antworten.

Der Motor der Hospizbewegung ist neben allen Angeboten aber immer das Erkennen der Not und die eigene Herzensbildung. Nicht wegschauen, sondern den anderen sehen und wertschätzen ist die Basis unserer Arbeit.

Natürlich sind wir auch auf Unterstützung von außen angewiesen. Mit unserer Baustein-Aktion „Hospiz daheim – das Mobile Bett“ wollen wir weiterhin ein Sterben zu Hause ermöglichen. Unter anderem unterstützt uns unter die Tiroler Wirtschaftskammer, Firmen zu gewinnen, die mit großzügigen Spenden helfen, unsere mobile Begleitung und Betreuung zu gewährleisten.

Daneben freuen wir uns natürlich auch sehr über jede noch so kleine Spende. Ich danke schon heute für die Unterstützung unserer Arbeit und wünsche Ihnen ein gesegnetes neues Jahr!

Marina Baldauf
Vorsitzende Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Weiterlesen

„Wenn die Sonne untergegangen zu sein scheint,

28. Dezember 2009 | von
"Diese Zuwendung vom ICH zum DU kann eine verbindende Brücke sein, um dem Sog der Einsamkeit in der Trauer zu entgehen."

"Diese Zuwendung vom ICH zum DU kann eine verbindende Brücke sein, um dem Sog der Einsamkeit in der Trauer zu entgehen."

brauchen unsere Augen Zeit, um das Leuchten der ewigen Sterne zu erkennen …“ E.Ziegler-Duregger

In der Zeit der Trauer kann zwischenmenschliche Zuwendung der einzige Trost sein. Trösten meint, die Gefühle der anderen sein lassen, sich selbst in den eigenen Bedürfnissen zurücknehmen und sich auf die Lebenssituation der anderen Person einlassen. Diese Zuwendung vom ICH zum DU kann eine verbindende Brücke sein, um dem Sog der Einsamkeit in der Trauer zu entgehen.

Sonnenuntergänge können in dieser Zeit „Weltuntergänge“ sein.

Gefühle zulassen – eine tragende Säule hospizlicher Begleitung. Neben der pflegerischen und medizinischen Versorgung sterbender Menschen ist der liebevolle Umgang mit den Angehörigen besonders wichtig. Ein psychosoziales Netz und auch die ehrenamtlichen HospizbegleiterInnen stehen in dieser schwierigen Zeit hilfreich zur Seite.

In ganz Tirol finden jedes Jahr Aus- und Weiterbildungskurse für ehrenamtliche MitarbeiterInnen statt. Inhalt ist immer auch das Thema Trauer und Trost. So braucht es für eine ganzheitliche Begleitung einerseits professionelle Hilfe und andererseits die Bereitschaft, in dieses tiefe Tal des Mitfühlens hinunterzusteigen.

Mit Menschen in Beziehung treten, den Menschen in seiner Situation wahrnehmen, für ihn Zeit haben, aufmerksam spüren, was der Mensch braucht und ihn ernst nehmen – in diesen Elementen der Zuwendung liegt bereits eine eigene Kraft.

Sie ist der Motor der Hospiz-Bewegung.

Marina Baldauf, Vorsitzende Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Weiterlesen

UNSER NEWSLETTER

Termine, Aktionen, Themen. Bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Hotline: 0810 96 98 78

Für Betroffene & Angehörige | Mo-So 8-20 Uhr

Kontakt: 05223 43700-33600

Für allgemeine Anfragen