Couragiert unterwegs

30. Juni 2015 | von

„Getragen von einem guten Geist haben wir im vergangenen Jahr Bewährtes vertieft und Neues gewagt,“ Werner Mühlböck (Geschäftsführer der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft)

Cour-age bedeutet: mit dem Herz handeln. Das beherzte Handeln der Menschen in unserer Tiroler Hospiz-Gemeinschaft war im vergangenen Jahr erfolgreich. Getragen von einem guten Geist, von motivierten haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und von einer wachsenden Zahl von Mitgliedern und Förderern und Förderinnen haben wir Bewährtes vertieft und Neues gewagt.

In unserem ersten Forschungsprojekt „Sorgende Gemeinde“ in Landeck geht es darum, wissenschaftlich unterstützt die nachbarschaftliche Sorgekultur in Landeck zu stärken. In bewährter Zusammenarbeit mit dem Institut für Palliative Care und OrganisationsEthik (IFF Wien) der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt wurden unter großer Beteiligung der Bevölkerung Maßnahmen zur Stärkung der Solidarität und der Sorgekultur in Landeck entwickelt. Die Resonanz auf dieses Projekt hat alle unsere Erwartungen übertroffen.

Mit der parlamentarischen Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“ wurden die Themenbereiche Hospiz- und Palliativversorgung von Spezialisten unter Beteiligung der Öffentlichkeit in ganz Österreich breit diskutiert. Die beschlossenen Empfehlungen sind ein klares Bekenntnis zum Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung in allen Bundesländern.

Erfolgreich gestartet wurde 2014 von der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft das Projekt „TrauerRaum“ in Innsbruck, Längenfeld und Lienz. Die große Resonanz ließ uns einmal mehr die Notwendigkeit eines Ortes für Trauer, aber auch die Sehnsucht nach Ruhe und Stille spüren. Der TrauerRaum soll künftig jeweils im Oktober zu einem fixen Bestandteil unseres Angebotes werden.

Die neue Aufmachung unseres Jahresberichts ist ebenfalls Ausdruck unseres Unterwegs-Seins. Wir haben eine Darstellungsform gewählt, die neugierig macht und hoffentlich unsere Anliegen nach Klarheit und Offenheit zum Ausdruck bringt. Trotzdem sind wir uns bewusst, dass es uns auch diesmal nicht gelingen wird, das darzustellen, worum es in der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft im Wesentlichen geht: um Zuwendung, Linderung, Angst, Hoffnung, aber auch Leid, Freude, Leben, Überforderung, Liebe, Trost, Trauer, das Gehen und das Bleiben.

„Aller Anfang ist Übergang“, sagt Monika Renz. Vielleicht können wir auch Sie dazu bewegen, damit zu beginnen, Teil unserer Bewegung zu sein und mit uns beherzt mitzugehen, obwohl – oder gerade weil – „die Antworten am Ende stehen, nicht am Anfang“ (Ida Friederike Görres).

Werner Mühlböck, Geschäftsführer Tiroler Hospiz-Gemeinschaft im Rahmen der Enquete-Kommission im Parlament.

Hier können Sie den Jahresbericht als PDF herunterladen!

Foto: Parlamentsdirektion / Bildagentur Zolles KG / Mike Ranz

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