Eine Bereicherung für das Leben – Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung

24. Februar 2011 | von

11 Frauen und 3 (!) Männer machen zurzeit in Innsbruck die Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung. Jede und jeder hat unterschiedliche Gründe, warum sie sich ein halbes Jahr intensiv auf die Themen „Leben, Sterben, Trauer und Tod“ einlassen wollen. Was sie alle eint, ist die Erfahrung dass dieser Kurs eine Bereicherung für ihr LEBEN ist.

Ein wesentlicher Teil der Ausbildung ist, persönliche Erfahrungen mit den anderen TeilnehmerInnen zu teilen und sich auszutauschen. So lernt man /frau von einander kann sich einander vertraut machen.

2 Kommentare

  1. Hotelier sagt:

    zu Ihrem Hospizthema, möchte ich Ihnen ein besonderes Buch, das sich auf den Leitspruch von Cicely Saunders bezieht, vorstellen: „Den Tagen mehr Leben geben“. Es handelt von einem außergewöhnlichen Koch und sterbenskranken Gästen.

    Der Fernsehjournalistin und Autorin Dörte Schipper ist hier ein bemerkenswert spannendes und überraschendes Buch gelungen über das Sterben – und das Geheimnis eines erfüllten Lebens.

    Dem Buch vorausgegangen ist eine Fernsehdokumentation in der ARD (Der Luxuskoch vom Hospiz), für die die Autorin mit dem Erich-Klabunde-Preis ausgezeichnet wurde:

    Dörte Schipper
    DEN TAGEN MEHR LEBEN GEBEN
    Vorwort von Udo Lindenberg
    Bastei Lübbe Verlag
    ISBN 978-3-7857-2385-2

    „Ich definiere mich als Koch nicht mehr darüber, wie viel gegessen wird, sondern, ob ich die Menschen damit erreiche.“ Früher war er Küchenchef in einem Nobelrestaurant. Heute kocht er im „Leuchtfeuer“, einem Hamburger Hospiz. Die meisten seiner Gäste haben Krebs im Endstadium.
    Ob Steak, Labskaus, Coq au Vin oder eine aufwändige Torte, Ruprecht, der Koch, erfüllt jeden kulinarischen Wunsch. Tagtäglich erlebt er aufs Neue, wie wichtig es den Bewohnern im Hospiz ist, noch einmal ihre Lieblingsgerichte genießen zu können. Kräuter, Gewürze, den individuellen Geschmack zu treffen, ist für den Koch nicht immer leicht. Oft geht es nur um Nuancen, und er braucht mehrere Anläufe. „Wenn ich es schaffe, ein Essen genau so zu kreieren, wie ein Sterbenskranker sich das vorgestellt hat, kann ich mich jedes Mal aufs Neue darüber freuen.“

    Seit der Gründung des Hospizes vor elf Jahren ist der Koch sein eigener Chef de Cuisine in einem Zuhause für Todkranke. Mitten in St. Pauli bietet das Hospiz Platz für elf Bewohner. Die meisten leben hier nicht länger als ein paar Wochen. In der Eingangshalle hängt in großen Buchstaben der Leitspruch des Hauses: „Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben.“ Diese Worte hat der Koch verinnerlicht. Das Leben der Kranken verlängern kann er nicht, es versüßen schon. Vor elf Jahren, als er den Job annahm, wurde er öfters gefragt, ob es nicht absurd sei, für Todkranke zu kochen. Er selbst hat sich diese Frage nie gestellt. Die Bedeutung, die Essen haben kann, ist ihm durch die Arbeit im Hospiz immer klarer geworden. Seine Erkenntnis klingt so einfach, fast banal: „Essen heißt, ich lebe noch!“
    Der Job ist einzigartig, seine Motivation auch. Viele Jahre hat er in der gehobenen Gastronomie gearbeitet. Als Spitzenkoch hätte er weiter Karriere machen können … Doch seine Arbeit hat ihn nicht befriedigt, er vermisste den Kontakt zu den Menschen, die er bekochte. Im Hospiz zu arbeiten ist für ihn wie ein Sechser im Lotto – nicht finanziell, aber menschlich betrachtet.

  2. […] Eine Bereicherung für das Leben – Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung […]

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