Unter dem Motto „Herz haben. Herz zeigen!“ laden wir heuer schon zum 11. Mal dazu ein, der Gedanken- und Lieblosigkeit unserer Zeit mit Aufmerksamkeit und Herzenswärme zu begegnen und der Angst und Sorge um die Zukunft mit Vertrauen und Mitgefühl. Wenn wir angesichts der vielen negativen Schlagzeilen über Krisen, Kriege und Katastrophen in eine Weltuntergangsstimmung verfallen, ist niemandem gedient. Mit Klagen und Motzen auch nicht. Es gilt, die positiven Entwicklungen im Land zu sehen, die positiven Kräfte zu stärken und denen ein herzliches „DANKE“ zu sagen, die sich ehrenamtlich in den unterschiedlichsten Bereichen engagieren, die anderen Zeit schenken, für andere da sind, ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen und sich um ein gutes Miteinander bemühen.
Der „Tag der Herzlichkeit soll zum Nachdenken anregen, soll Bewusstsein schaffen und dazu beitragen, das „Wir-Gefühl“ zu stärken und den sozialen Frieden im Land zu bewahren. Ob einheimisch, zugewandert oder zugeflüchtet, wir sitzen alle im gleichen Boot, wir brauchen einander. Zusammenhalt ist ein Gebot der Stunde. Die politisch Verantwortlichen bitten wir, auf das Konto der Menschlichkeit einzuzahlen, darauf zu achten, dass niemand den „sozialen Kältetod“ (Bischof Reinhold Stecher) sterben muss. Wir bekräftigen unsere Bitte, alles zu tun, damit die bestens integrierten nigerianischen Flüchtlinge Viktoria und Joseph Oshakuade in Tirol bleiben dürfen. Herzlichkeit ist nicht einfach ein Gefühl, Herzlichkeit ist eine Haltung, die sich in solidarischem Denken und Handeln ausdrückt. Nur wenn wir mehr in Menschen und weniger in Rüstung investieren kann die Welt besser, gerechter und friedlicher werden.
12. Juni 2026 – Tag der Herzlichkeit
Auch heuer greifen wieder viele Personen, Gruppen, Vereine und Einrichtungen das Anliegen auf und zeigen Herz für Menschen, die nicht auf die Butterseite des Lebens gefallen sind. Das Veranstaltungsangebot ist bunt und vielfältig und reicht von Vorträgen und Konzerten über Feste und Feiern bis hin zu Straßen- und Benefizaktionen. So wird zum Beispiel der Tiroler Volksmusikverein mit seinen Gruppen wieder in Alten- und Pflegeheimen in ganz Tirol den Bewohnerinnen und Bewohnern ein Ständchen spielen. Einsatz- und Blaulichtorganisationen bilden am Bozner Platz in Innsbruck eine „Rettungsgasse“ und informieren über ihre haupt- und ehrenamtliche Arbeit. Das Rote Kreuz lädt zum Blutspenden in das ORF – Landesstudio. Das Land Tirol lädt traditionell zum Herz-Jesu-Gelöbnisgottesdienst und schlägt dieses Mal die Brücke zur Ukraine. Besonders schön: Schülerinnen und Schüler knüpfen und verschenken Freundschaftsbänder als sichtbare Zeichen von Wertschätzung und Verbundenheit. Organisatorin Elisabeth Hammer vom Schulamt der Diözese: „Um Innsbruck mit dem 1.439 Kilometer entfernten Kiew zu verbinden, müssen über 7.000 Bändchen (Maßstab 1:1000) geknüpft werden. Das sollten wir schafften, das Interesse ist groß, viele Schulen haben sich zur Aktion angemeldet.“
Veranstaltung im Hospizhaus: hospizherz I Das Herz wärmen
Freitag, 12. Juni, 14.00 Uhr – 17.00 Uhr –
Hall, Hospizhaus-Cafe, Milser Straße 23
Das Herz wärmen. Unter diesem Motto lädt das Team der Ehrenamtlichen ins Cafe des Hospizhauses zu einem gemütlichen Nachmittag. Mit Musik, Kaffee und Kuchen und selbstgebackenen Herzkeksen. Ehrenamtliche
erzählen aus ihrem Alltag und informieren über die Hospizarbeit, die sich vor allem darum bemüht, dem Leben nicht mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben zu geben.