Am Nachmittag vor Maria Himmelfahrt lag Kräuterduft in der Luft, nicht nur auf der Hospizstation, sondern (fast) im ganzen Hospizhaus. Ehrenamtliche, Seelsorgende, Angehörige und Patient*innen kamen zusammen, um gemeinsam Kräuterbuschen zu binden. Es wurde geschnitten, gebunden und erzählt. Dabei erfüllte der Duft von Salbei, Thymian, Rosmarin und weiteren Kräutern den Raum.


Sieben verschiedene Kräuter wurden zu einem Buschen vereint. Die Zahl Sieben trägt dabei eine besondere Symbolik: Sie steht für Vollkommenheit und die Fülle der Schöpfung.
Mit Maria Himmelfahrt verbindet sich auch eine alte Legende. Als die Apostel nach Marias Tod ihr Grab öffneten, soll es leer gewesen sein. Statt ihres Leichnams fanden sie darin wohlriechende Kräuter und Blumen. Der Duft der Kräuter wurde so zu einem Zeichen für Marias Aufnahme in den Himmel.


Am Festtag Maria Himmelfahrt wurden die liebevoll gebundenen Kräuterbuschen beim Gottesdienst mit P. Stefan Hofmann gesegnet und anschließend verteilt. Ein alter Brauch, der auch heute Menschen zusammenbringt und auf besondere Weise Natur, Glaube und Gemeinschaft miteinander verbindet.
Danke an die fleißigen Blumenbinderinnen und an die Ötztaler Sängerinnen für die wunderschöne Gestaltung des Gottesdienstes.
Katharina Baldauf, Seelsorgepraktikantin