Im Labyrinth des Lebens

Jahresausklang Hospizteam Reutte

Wir sind alle am Weg, manchmal gehen wir Umwege, manches Mal gilt es auch neue Wege zu finden, es gibt Wege, die wir in Begleitung gehen, Wege, auf denen Stolpersteine liegen, Wege, die uns leicht fallen zu gehen. Auch in einem Labyrinth gilt es Wege zu begehen. Beim Begehen eines Labyrinths setzen wir uns jedoch mit uns selbst auseinander. Spüren in uns hinein.

Ein Sesselkreis im Hintergrund Mitglieder des Hospizteams

Wir haben uns bei unserem Jahresausklang bewusst mit dem Labyrinth auseinandergesetzt, bewusst hingesehen, wo stehe ich gerade, wem oder welchen Themen begegne ich dabei? Wie spüre ich mich, erlebe ich mich?

Eine Ehrenamtliche geht durchs Labyrinth

Es war ein Innehalten für die Seele, langsam und viel in Stille.

Die Ehrenamtlichen stehen um das Labyrinth

In Begleitungen erleben Ehrenamtliche Hospizbegleiter*innen auch, dass es oft guttut langsam zu gehen, zu spüren, wo die Menschen stehen im Augenblick.

Manchmal gehen sie neben den Menschen, jedoch in deren Tempo. Auf diesem Weg geht es um das Mit-Aushalten, um das Dasein und Dableiben und auch, einen Schritt zurückzugehen.

Eine Ehrenamtliche geht durch das Labyrinth

Das Schwesternhaus in Elbigenalp ist für das Hospizteam Reutte ein Kraftort. Dort schauen wir gemeinsam auf das vergangene Hospizjahr zurück, auch auf die Menschen, an deren Seite wir gehen durften.

In Stille machten wir uns dann auch, nach dem Gemeinschaftsnachmittag für uns, auf den Weg zum Lech. Das Licht der Laterne hat uns dabei geleuchtet, den Weg gezeigt zum Lech, wo wir im Gedenkritual aller Verstorben gedacht haben.

Rindenschiffe mit Lichtern und Blüten, mit Lechsteinen, beschriftet mit den Namen der Verstorbenen, wurden dem Fluss übergeben.

Die Ehrenamtlichen bereiten die Gedenkboote vor
Eine Ehrenamtliche hält ein Gedenkboot und lächelt in die Kamera

 „Ich rufe dich bei deinem Namen …“

So haben wir die Namen der Verstorbenen vorgelesen, dabei an schöne Augenblicke erinnert, vor allem aber die Menschen noch einmal gefeiert, deren Leben gewürdigt.

Ein Ehrenamtlicher übergibt das Boot dem Fluss
Eine Ehrenamtliche blickt dem Boot hinterher, dass den Fluss abwärts fährt

Übergeben wurde dem Fluss auch die Asche vom TrauerRaum 2025, wo auf kleinen Zetteln Wünsche, Bitten und Klagen in der Klagemauer von Besucher*innen hinterlassen wurden.

Bedanken möchten wir uns noch bei Schwester Verena, die uns Heimat gegeben und auch für das leibliche Wohl gesorgt hat.

Sabine Hosp
Teamleitung Hospizteam Reutte

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