Der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler besuchte uns am 24. Dezember und feierte mit Patient*innen, An- und Zugehörigen sowie Mitarbeitenden einen Weihnachtsgottesdienst. Der Hospizchor umrahmte die Feier mit weihnachtlichen Liedern.
Ein paar Blitzlichter vom Heiligen Abend 2025 im Hospizhaus:



Bischof Hermann fasste die Botschaft von Weihnachten mit den Worten „Freundschaft, Vergebung und Verbundenheit“ zusammen. Christlicher Glaube sei keine Leistung, sondern Beziehung: „Christlicher Glaube fühlt sich an wie Freundschaft, Vergebung und Verbundenheit.“
Weihnachten bedeute, dass Gott dem Menschen ohne Vorleistung Freundschaft anbietet und ihm einen neuen Status schenkt: „Nicht wir müssen machen und tun, performen und liefern.“ Mit der Menschwerdung Gottes habe sich das Sein des Menschen verändert: „Allen, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden.“ Christsein sei daher „eine ehrliche Freundschaft, vollkommen unabhängig davon, wie erfolgreich unser weltlicher Status ist“.
Zugleich sei Weihnachten eine Einladung zur Vergebung und zum Frieden, so Glettler. Anhand der Christinnen und Christen in Gaza, die trotz Krieg Weihnachten feierten, zeigte er auf: „Christsein fühlt sich an wie Vergebung, Neubeginn trotz allem.“ Die Krippe von Betlehem sei „das wichtigste Anti-Aggressivum für unsere Welt“. Gletter rief in seiner Predigt auch zu gelebter Verbundenheit und Vergebung auf. Letzteres sei „das größte Weihnachtsgeschenk, dass wir einander machen können – der Schlüssel, um jede Form von Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit zu beenden“.