Gestern waren mein Kollege Urban Regensburger und ich als Vertreter der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft zu Gast an der HBLFA Tirol in Rotholz, der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft und Ernährung sowie Lebensmittel- und Biotechnologie.
Wir wurden mit anderen gemeinnützigen Vereinen eingeladen, um eine Spende entgegenzunehmen. Wir sind mit viel mehr nach Hause gefahren, als einem wertvollen Geldbetrag für unsere Arbeit.




Schülerinnen und Schüler haben in Projektgruppen unter dem Gedanken der Nachhaltigkeit Produkte entwickelt. In Handarbeit fertigten sie Perlenschmuck, nähten Zirben- und Kirschkernkissen, bastelten Haarschmuck und Haarklammern, gossen Kerzen aus echtem Bienenwachs, fertigten Holzarbeiten und wunderschöne Nagelbilder, nähten Taschen und knüpften Schlüsselanhänger aus alten Kletterseilen. Alles selbst gemacht, alles mit so viel Herzblut.
Sie haben nicht nur produziert. Sie haben das Produkt entwickelt, das Material besorgt, verkauft, Finanzen geführt und das Marketing gemacht. Ein echtes wirtschaftliches Projekt von A bis Z.
Was uns alle anwesenden gemeinnützigen Vereine tief berührt hat, war, dass sie den Erlös nicht für sich behalten haben. Sie haben ihn weitergegeben. An soziale Einrichtungen, die auf Spenden angewiesen sind. Organisationen, die Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleiten, die Kinder stützen, die Tieren helfen. Und wir, die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, durften dazugehören.
Diese jungen Menschen hätten sich den Lohn für ihre vielen Arbeitsstunden verdient gehabt. Stattdessen haben sie sich gefragt, wem können wir damit Gutes tun?
Ich saß da und habe die Projektpräsentationen verfolgt und wurde tief berührt, zeitweise fehlten mir die Worte. Das passiert, wenn man von Menschen überrascht wird. Positiv überrascht. So eine Leichtigkeit und gleichzeitig so eine Ernsthaftigkeit in ihrem Tun.
Der herzliche Empfang, euer liebevoll gestaltetes Buffet und eure offene Art mit uns ins Gespräch zu kommen, einfach Danke. Danke, liebe Schülerinnen und Schüler.
Danke an die begleitende Lehrperson dieser tollen Projekte Mag.a Elisabeth Tschellnig und an Direkor Hofrat Mag. Ronald Zecha, der in seiner Schule Raum schafft für Initiativen, für Werte, nicht nur für Wissen. Das braucht die Welt. Und ihr habt es schon.
Dr.in Katrin Gerger, Regionalbeauftragte Bezirk Schwaz
Fotos: HBLFA Rotholz – Mag.a Elisabeth Tschellnig