Tagebuch

Archiv: buddhismus

Buchtipp: Frank Ostaseski – Die fünf Einladungen

9. März 2018 | von

Frank Ostaseski ist der bedeutendste Vertreter der Hospizarbeit. Seine bahnbrechende Leistung ist es, die Prinzipien Achtsamkeit und Mitgefühl im Hospizwesen verankert zu haben.

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Webtipp – Achtsamkeit im Alltag leben

7. August 2014 | von
Achtsamkeit

Ingrid Marth, die seit acht Jahren im Mobilen Hospiz der Caritas Socialis in Wien arbeitet, hat sich in Ihrem Blogbeitrag auf der Website des Mobilen Hospizes der Österreichischen Buddhistischen Religionsgemeinschaft mit der Achtsamkeit beschäftigt.

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Sterben und Tod in verschiedenen Religionen

27. April 2011 | von  | 5 Kommentare

Pflegende, ÄrztInnen und andere Berufsgruppen sind bei der Begleitung von Menschen am Lebensende häufig mit spirituellen Fragen konfrontiert. Wenn sie Menschen betreuen, die einer ihnen nicht so vertrauten Religion angehören, sind sie häufig verunsichert: Was sollen wir tun, was auf jeden Fall unterlassen? Wie können wir diese Person und ihre Angehörigen gut unterstützen? Beim Palliativforum am 14. April 2011 gaben VertreterInnen verschiedener Glaubensrichtungen Orientierung und Information zu diesen Fragen.

Der Imam (Vorbeter) Samir Redzepovic erklärte, dass es im Islam als Pflicht angesehen wird, eine sterbende Person nicht allein zu lassen. Daher kommt es auch vor, dass sich am Krankenbett sehr viele Menschen einfinden, die dieses Gebot der ständigen Anwesenheit befolgen und ihre/n Angehörige/n im muslimischen Sinn gut begleiten.

Ein anderer wichtiger Punkt ist, dass der Patient/die Patientin keinen Durst leiden soll – daher sollte die (in der Palliativpflege ohnehin sehr wichtige) Mundpflege, die Befeuchtung der Lippen und des Mundes, sehr genau genommen werden.

Der buddhistische Religionslehrer Hugo Klingler strich die Bedeutung einer ruhigen Atmosphäre am Lebensende hervor. Im Sterben wird nach buddhistischer Überzeugung die Richtung für das „Danach“ vorgegeben – daher ist es sehr wichtig, dass der Sterbeprozess gut verläuft. Es soll nichts Unnötiges mehr gesprochen werden. Buddhistische Menschen sollen mit der Situation im Reinen sein, sie beschäftigen sich nicht mit nachträglicher Reue oder dem Nachdenken über Versäumnisse, sondern konzentrieren sich auf das Hier und Jetzt. Dabei sollte eine sterbende Person unterstützt werden.

Taramati Ghelani ergänzte einige Aspekte aus Sicht des Hinduismus. Ähnlich wie im Buddhismus ist das Einhalten von Ruhe beim Sterben einer Person, die dem Hinduismus angehört, ein hohes Gebot.

Für Menschen, die dem Christentum angehören, sei es sehr schwierig, genaue Anleitungen zu geben, befand der evangelische Pfarrer und Klinikseelsorger Eberhard Mehl. Er ermutigte die ZuhörerInnen vor allem, sehr sensibel hinzuhören und herauszufinden, was die sterbende Person braucht. Manchmal sei es gut, anwesend zu sein, es könne aber auch wichtig sein, zwischendurch zu gehen. „Wir müssen versuchen, die Signale wahrzunehmen, die die sterbende Person uns gibt“, sagte Eberhard Mehl.

Christian Sint, Seelsorger der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, ergänzte, dass verschiedene Symbole hilfreich sein könnten – etwa ein Handkreuz als „etwas zum Festhalten“, Weihwasser, die Krankensalbung. Wichtig sei vor allem herauszufinden, was diesem Menschen heilig ist – und das sei sehr individuell, erzählte er aus seiner Erfahrung.

Orthodoxe Christen sollten wenn möglich beim Sterben eine brennende Kerze in der Hand halten: „Diese soll hinüberleuchten in die Ewigkeit.“

Die BesucherInnen des Palliativforums erhielten von allen ReferentInnen eine kurze schriftliche Zusammenfassung der wichtigsten Punkte, die zu beachten sind, wenn Angehörige der genannten Religionen am Lebensende begleitet werden. Diese Unterlagen können im Büro der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft angefordert werden.

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Bildungsfahrt ins buddhistische Kloster „Letzehof“

22. September 2010 | von  | 4 Kommentare

Das buddhistische Kloster Letzehof bei Feldkirch (Vorarlberg)

Am 23.06.2010 fuhren 10 Hospizler zu einer Bildungsfahrt ins buddhistische Kloster „Letzehof“ nach Feldkirch. Der Letzehof, schon 1366 erstmalig urkundlich erwähnt, gelangte 1980 im Erbweg an Helmut Gassner, der den Hof aus Tibet vertriebenen Mönchen als Heimstätte zur Verfügung stellte. In Frühling 1981 gründete Gesche Rabten Rinpotsche (seit 1964 philosophischer Assistent des Dalai Lama) das buddhistische Kloster auf dem Letzehof.

Als wir nach gut 2 Stunden Autofahrt ankamen wurden wir von Mönch Manfred Neurauter begrüßt. Er war vor vielen Jahren selbst Praktikant bei uns im Hospiz, und über ihn haben wir auch unseren Besuch organisiert.

Er führte uns gleich den wunderschönen Wiesenweg hinauf zum Stupa (sie wurde 1987 im Gedenken an Gesche Rabten Rinpotsche errichtet). Ein Stupa ist eine symbolische Darstellung des Geistes eines Buddha. Sie werden oft an Orten errichtet, wo viele Leute vorbeikommen. Dann führte er uns noch zu einem Aussichtspunkt, von wo aus wir gut auf Feldkirch sehen konnten.

Vor dem Mittagessen versammelten wir uns in einem Seminarraum und er brachte uns Grundlagen der Lehre des Buddha näher:

Unter Buddhismus versteht man die Unterweisungen des geschichtlichen Buddha. Diese Unterweisungen werden auch Dharma genannt, z.B.:

„Tu gar nichts Unheilsames, und führe Heilsames umfassend aus, zähme deinen Geist vollständig, das ist die Lehre des Buddha. …“

Das Mittagessen nahmen wir mit den Mönchen gemeinsam ein, bei dem sie ganz gegen ihre sonstigen Essgewohnheiten für uns Salat und eine Nachspeise auftischten.

Am Nachmittag trafen wir uns im Gebetsraum, wo Manfred für Fragen zur Verfügung stand. Wir unterhielten uns über die Begleitung von Sterbenden bis zu eigenen Heilsvorstellungen. Manfred hörte uns geduldig zu und versuchte einsichtig Rede und Antwort zu stellen.

Dann nahmen wir uns ein paar Stunden frei, in denen einige einen Besuch in Feldkirch machten und andere die einmalige Atmosphäre des Letzehofs genossen. Wir trafen uns um 18 Uhr zum Abendgebet, was in Tibetisch vorgetragen wurde. Auf dem Heimweg gingen uns so manche Dinge durch den Kopf, dieser Tag hat uns den Buddhismus wohl etwas näher gebracht.

Norbert Schletterer

„Tu gar nichts Unheilsames, und führe Heilsames umfassend aus, zähme deinen Geist vollständig, das ist die Lehre des Buddha. …“

Die wunderschöne Umgebung des Klosters

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