Tagebuch

Archiv: elisabeth-zanon

Menschen im Sterben nicht alleine lassen

29. Oktober 2018 | von

Monika sah dem Tod mit Gelassenheit in die Augen. Das ist etwas Besonderes. Viele Menschen haben aber Angst vor Schmerzen und körperlichen Belastungen. Sie haben Angst, alleine zu sein, oder davor, dass man ihnen nicht mehr mit Würde und Respekt begegnet.

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„ Lebe deinen Traum!“

14. Juni 2018 | von

Immer stehen der sterbende Mensch und seine Angehörigen im Mittelpunkt der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft. Das neue Zuhause bietet Betroffenen und Angehörigen mehr Lebensqualität in den letzten Tagen.

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Danke, Danke, Danke! 1,25 Millionen Euro fürs Hospizhaus Tirol

15. November 2017 | von

Mehr als 6.500 Tirolerinnen und Tiroler haben seit 2013 für das Hospizhaus Tirol gespendet. Gemeinsam haben wir 1,25 Millionen Euro für den Neubau aufgebracht. Das ist ein wundervolles Ergebnis! Am liebsten würde ich jeder und jedem von Ihnen persönlich die Hand reichen und Danke sagen.

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Gesegneter Advent

30. November 2014 | von

„Im Namen der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft wünsche ich Ihnen einen gesegneten Advent.

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Werden Sie Mitglied einer Bewegung, die nicht zu bremsen ist!

4. Februar 2014 | von

„Ich bin tief berührt von der Vielfalt helfender Hände.“ Elisabeth Zanon

„Ich bin tief berührt von der Vielfalt helfender Hände.“ Elisabeth Zanon

Die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft hat mit einem kleinen, aber tatkräftigen Team vor über 20 Jahren mit ihrer Arbeit begonnen. Wie Peppo, der Straßenkehrer, in der Geschichte von Momo haben unsere PionierInnen ein Stück des Weges nach dem anderen bearbeitet.

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Demenz – Menschen ohne Geist?

16. Oktober 2013 | von

Elisabeth Zanon über die Demenz - Menschen ohne Geist?

„Ist es erlaubt, sich am Ende des Lebens zu entschleunigen?“ Elisabeth Zanon

Am 5. Oktober 2013, am diesjährigen Welthospiztag, zeigten die regionalen Hospizgruppen einen beeindruckenden Dokumentarfilm zum Thema Demenz, „Vergiss mein nicht“ von David Sieveking. Im Internet finde ich unter dem Begriff „Demenz“ folgende Definition: „Die wörtliche Übersetzung von Demenz aus dem Lateinischen lautet ‚ohne Geist sein‘ und verdeutlicht, was mit dem betroffenen Menschen passiert: Er verliert die Kontrolle über sein Denken und damit über sich selbst. Auch die Persönlichkeit des Erkrankten leidet. Sein Verhalten und seine grundlegenden Wesenseigenschaften ändern sich. Dies ist es vor allem, was den Umgang mit ihm für seine Familienangehörigen oft sehr schwierig macht. Die Demenz-Erkrankung ist eine Stoffwechselstörung des Gehirns: Nervenzellen, die den wichtigen Botenstoff Acetylcholin produzieren, sterben ab.“ Dies ist, wie alle Angehörigen demenzkranker Menschen oft leidvoll erfahren, eine große Herausforderung.

Ein demenzkranker Mensch ist laut Definition „ohne Geist“, aber niemals ohne seine Seele

Demnach ergibt es Sinn, sich zu fragen, wie man mit diesem Menschen dennoch in Beziehung bleiben kann, ihn in seinem Innersten erreichen oder berühren kann. Vielleicht ist ja mehr Körper- als Sprachkontakt gefragt? Vielleicht zwingt die Demenz uns „Menschen mit Geist“ mehr im Hier und Jetzt zu leben – weil es ein Gestern und Morgen für den oder die Demenzkranke/n nicht mehr gibt? So muss ich dankbar feststellen, dass diese Krankheit viele Fragen in mir aufwirft.

Darf man eigentlich müde sein?

Ist es in einer zivilisierten Gesellschaft nicht mehr erwünscht, sich langsam aus dem Leben zu verabschieden? Man könnte doch, aus einer anderen (vielleicht provokanten) Perspektive gedacht, die Symptome der Demenz als „gelebtes Leben“ interpretieren. Nach Jahrzehnten aktiven Lebens darf ich hoffentlich auch müde sein. Ist es in unserer Leistungsgesellschaft erlaubt, sich am Ende des Lebens zu entschleunigen? Was bin ich wert, wenn ich einmal nichts tue, nicht mehr aktiv oder leistungsfähig bin?

Ich möchte in einer Gesellschaft leben und alt werden dürfen, in der im Bewusstsein der Endlichkeit des menschlichen Seins eine liebevolle und geborgene Atmosphäre für alle gegeben ist. Niemand darf aufgrund einer anscheinend nicht heilbaren Krankheit das Gefühl haben, zu einer Last für die Familie und die Gesellschaft geworden zu sein.

Elisabeth Zanon
Vorsitzende Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

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Das Fremde in mir – ein Weg zu dir?

3. Juli 2013 | von

„Das Fremde in uns und in anderen weckt meist starke Emotionen.“ Elisabeth Zanon

„Das Fremde in uns und in anderen weckt meist starke Emotionen.“ Elisabeth Zanon

Der diesjährige „Tag für ehrenamtliche HospizbegleiterInnen“ war dem Thema „Kulturen des Sterbens. Meine Heimat und das Fremde in mir“ gewidmet. Bei der Vorbereitung wurde mir klar, wie selten man sich im Alltag mit dieser Thematik befasst und wie fremd man seinem eigenen „Fremdsein“ gegenübersteht. In unserer modernen Welt fallen viele Grenzen. Begrenzungen, Entfernungen spielen keine Rolle mehr. Menschen, Gruppen, Klassen, Unternehmen, Institutionen, Nationen und Gesellschaften treten global miteinander in Beziehung. Auch innerhalb der Gesellschaft entsteht eine Gesellschaft der vielfältigen Lebensstile und Weltanschauungen. Und mittendrin stehen wir. Jede und jeder Einzelne von uns ist mit seiner ganzen Identität gefordert, mitfühlend und verantwortungsvoll mit dem Thema Lebensende und Tod umzugehen. Schließlich ist es die eigene Identität, die die Differenz der verschiedenen Kulturen erst erkennen lässt. Ohne die eigene Identität ist eine Unterscheidung gar nicht möglich. Keine Identität ohne Differenz, keine Differenz ohne Identität.

Wenn sich Kulturen begegnen, erlebt man, dass die anderen die gleichen Dinge ganz anders sehen, die gleichen Probleme anders lösen, sich in gleichen Situationen nach ganz anderen Erwartungen, Normen und Werten richten. Sie „sind“ ganz anders als man selbst. Das wird aber in aller Regel nicht einfach festgestellt und nüchtern zur Kenntnis genommen. Das Anderssein berührt, erstaunt, irritiert – jedenfalls weckt es Emotionen und Reaktionen in uns. Uns in der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft ist es ein Anliegen, dem eigenen Fremdsein Raum, Beachtung und Wertschätzung zu schenken. Nur so können wir dem Fremden im anderen mit dem notwendigen Respekt begegnen.

Elisabeth Zanon
Vorsitzende Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

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Schritt für Schritt dem Ziel entgegen

1. Mai 2013 | von  | 3 Kommentare

 „Wie in Michael Endes 'Momo', so sollten auch wir immer nur an den nächsten Schritt denken, diesen aber mit all unserer Kraft und Überzeugung tun.“ Elisabeth Zanon

„Wie in Michael Endes ‚Momo‘, so sollten auch wir immer nur an den nächsten Schritt denken, diesen aber mit all unserer Kraft und Überzeugung tun.“ Elisabeth Zanon

Wenn ich auf das vergangene Jahr zurückschaue, sehe ich zwei Ereignisse, die deutlich machen, wo die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft heute steht.

20-Jahr-Feier

Im Oktober haben wir 20 Jahre Tiroler Hospiz-Gemeinschaft gefeiert. 1992 hat sich eine kleine Gruppe von Menschen in Tirol ein großes Ziel gesetzt: das Ziel, den Menschen in Tirol das Sterben wieder zurückzugeben, oder, ich möchte sogar sagen, wieder zu schenken. Mit einem kleinen Team aus engagierten haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen hat die Hospizbewegung in Tirol begonnen, Fuß zu fassen. Die ersten Schritte müssen sich damals so angefühlt haben, wie es Hilde Domin treffender nicht hätte formulieren können: „Ich setzte meinen Fuß in die Luft und sie trug.“ Schritt für Schritt ist die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft ihrem Ziel näher gekommen, und heute sehen wir, dass sie in den letzten Jahren sichtbare Spuren hinterlassen hat.

Neues Hospizhaus Tirol

Im selben Jahr, in dem wir feiernd zurückschauen, dürfen wir auch mit großer Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft blicken. Im Dezember war es so weit und wir konnten den offiziellen Start für unser neues Hospizhaus Tirol der Öffentlichkeit bekannt geben. Im neuen Hospizhaus werden alle Bereiche, ergänzt durch ein Tageshospiz, unter einem Dach vereint sein. Dieses neue Hospizhaus soll die Nabe im Rad der Hospizbewegung in Tirol sein.

Beide Ereignisse stehen nur symbolisch für das, was die vielen engagierten Menschen, egal ob haupt- oder ehrenamtlich, in der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft immer wieder von Neuem tun. Sie alle sind mutige Menschen, die sich immer wieder bei der Begleitung schwer kranker und sterbender Menschen großen Herausforderungen stellen. Sie setzen immer wieder ihren Fuß in die Luft und dürfen hoffentlich immer wieder erfahren, dass sie trägt. Ihnen allen gilt mein größter Dank!

Elisabeth Zanon
Vorsitzende Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

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Grünes Licht fürs Hospizhaus Tirol

28. Januar 2013 | von  | 1 Kommentar

 „Mitfühlende Menschen sind wertvolle BegleiterInnen, die die Einsamkeit der letzten Wege in der Welt erträglich machen.“ Elisabeth Zanon

„Mitfühlende Menschen sind wertvolle BegleiterInnen, die die Einsamkeit der letzten Wege in der Welt erträglich machen.“ Elisabeth Zanon

Die Tiroler Landesregierung hat jetzt ihre Unterstützung für unser „Hospizhaus Tirol“ zugesagt. Sie wird einen namhaften Betrag für die Errichtung zur Verfügung stellen. Damit können wir nun mit der konkreten Planung beginnen.

Neue, ineinander greifende Strukturen …

Dieses Haus wird für ganz Tirol eine wichtige Rolle spielen. Das befruchtende Miteinander von Palliativstation und Hospizbetreuung unter einem Dach kann weiterhin in bewährt hoher Qualität authentisch gelebt werden. Auch die neue Bildungsakademie der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft wird mit dem Hospizhaus den Vorteil haben, dass sie eng mit dem Bildungshaus Marillac der Barmherzigen Schwestern kooperieren kann.

Schließlich wird das mobile Palliativ- und Hospizteam den dringend notwendigen Platz, der für diese wertvolle Arbeit notwendig ist, bekommen. Neu wird ein Tageshospiz sein. Damit können pflegende Angehörige kurzzeitig und flexibel entlastet werden.

… aber im Wesentlichen zählt der Mensch

Auch wenn die Infrastruktur wesentlich ist und vieles leichter macht, wichtiger sind die Menschen, die diese Infrastruktur mit Leben füllen. Sterben ist im Wesentlichen ein seelischer Vorgang, der nur mit Empathie wirklich begleitet werden kann. Mitfühlende Menschen sind es, die uns ein Leben lang begleiten. Gerade sie sind es, die die Einsamkeit der letzten Wege in der Welt erträglich machen. Deshalb gilt mein großer Dank all den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die dieses emphatische Begleiten bis in die letzten Augenblicke hinein leben.

Elisabeth Zanon
Vorsitzende Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

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Ein deutliches Zeichen – 20 Jahre Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

14. Dezember 2012 | von

„Es darf nicht sein, dass Menschen im Sterben alleine gelassen werden.“ Elisabeth Zanon

Als ehrenamtliche Vorsitzende der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft liegt es in meiner Verantwortung meinen Blick auch dahin zu richten, worin der Auftrag der Bevölkerung zum Thema Hospiz liegt. Und ich kann sagen, die Tirolerinnen und Tiroler geben ein deutliches Zeichen. Die 3000 fördernden Mitglieder unseres Vereins und die Unterstützung, die Voraussetzung für unsere qualitätsvolle Arbeit ist, sind Zeichen einer engagierten Gesellschaft. Innerhalb der 20 jährigen Tätigkeit ist es der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft gelungen, der letzten Phase des Lebens und dem Sterben wieder Würde und Achtung zu schenken.

Vieles ist geschehen, vieles ist noch zu tun. Wir arbeiten intensiv daran, ein neues Hospiz-Haus zu bauen. Ich wünsche uns für die nahe Zukunft eine rasche Entscheidung der öffentlichen Hand für den Bau unseres Hospiz-Hauses. Es kann und darf nicht sein, dass Menschen am Ende ihres Lebens allein gelassen werden. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft leisten hier Großartiges. Denn nur eines ist uns allen sicher – der Tod.

Elisabeth Zanon, Vorsitzende Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

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