Tagebuch

Archiv: birgit-both

„Ich habe etwas zu geben …“

17. August 2011 | von  | 1 Kommentar

Ein Teil des Teams der Regionalarbeit: Gabi Hauser: Bezirk Schwaz, Birgit Both: Leitung, Annelies Egger: Oberland (von vorne nach hinten).

Das Ehrenamt als tragende Säule der Hospizbewegung

„Ich habe etwas zu geben – nämlich meine Zeit und Aufmerksamkeit und diese möchte ich zur Verfügung stellen.“

Diesen und ähnliche Sätze höre ich oft bei den Auswahlgesprächen für die Ausbildung „Ehrenamtliche Hospizbegleitung“. Diese Aussage spiegelt gut wider, weshalb das Ehrenamt eine tragende Säule für die Hospizbewegung ist. Darüber hinaus zeigt sie, dass die ehrenamtliche Arbeit eine (zivil)gesellschaftliche Haltung ist.

Sterben und Tod enttabuisieren

Ehrenamtliche HospizbegleiterInnen schenken viel Zeit und sind die Seele der Hospizbewegung. Ihr Engagement reicht weit über die konkrete Begleitung von Menschen am Lebensende hinaus: Mit Informationsveranstaltungen, Besuchen an Schulen, Ausstellungen, Pressekontakten usw. tragen sie dazu bei, die gesellschaftliche Tabuisierung von Sterben,

Tod und Trauer aufzubrechen. Mit der geschenkten Zeit pflegen sie Werte unserer Gesellschaft, die nicht mit den gesellschaftlich hoch anerkannten Geldwerten zu messen sind: das sind unter anderem wertvolle Begegnungen, die ein „Sich Mit-teilen“ möglich machen.

Nicht besser sein als andere

Ehrenamtlichkeit darf aber niemals ein „Besser-Sein-Wollen“ im Sinne von „ich weiß, wie es geht“ sein. Eine solche Haltung würde an der Menschenfreundlichkeit vorbei gehen und nicht fruchten. Vielmehr geht es hier um eine Haltung des Gebens und Nehmens. Mit dieser Haltung erfährt man Freude und Lust, die ein Miteinander um des Miteinanders willen möglich macht.

Birgit Both, Leitung Regionalarbeit

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Gut strukturiert und zugleich flexibel

15. Juli 2011 | von  | 1 Kommentar

„Das Ehrenamt ist tragende Säule der Hospizbewegung in den Tiroler Regionen.“ Birgit Both

Die Regionalarbeit in der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Die Regionalarbeiterinnen der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft haben eine klassische Brückenfunktion: Ihre Aufgaben sind breit gefächert: sie unterstützen zum Beispiel die ehrenamtlichen Hospizgruppen, bauen Kontakte zu den Care-Systemen (Altenheime, Sozialsprengel, Krankenhäuser etc.) auf und aus und vertreten die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft in der jeweiligen Region. Die Regionalarbeit muss einerseits langfristig planen und organisieren, andererseits flexibel auf regionale Entwicklungen reagieren.

Ehrenamt braucht Heimat

In den letzten Jahren sind immer häufiger ehrenamtliche MitarbeiterInnen in Alten- und Pflegeheimen in und um Innsbruck aktiv geworden. Da sie dringend eine „Heimat“ für Austausch und Reflexion ihrer Tätigkeit benötigten, wurde eine neue Hospizgruppe gegründet. Um diese zu betreuen wurde eine weitere Mitarbeiterin ins Team der Regionalarbeit aufgenommen – ein Schritt, der nicht geplant, aber notwendig war. Seit 2010 leitet nun Christine Kogler, die auf der Hospiz- und Palliativstation als Diplomkrankenschwester tätig ist, diese „Hospizgruppe Innsbruck/Land“.

Hospizbewegung wächst zusammen

Schon viele Jahre waren die Hospizgruppenleiterinnen der „Hospizgemeinschaft Tiroler Unterland“ willkommene Gäste im Team der GruppenleiterInnen. Letztes Jahr hat sich die „Hospizgemeinschaft Tiroler Unterland“ mit den Gruppen Kufstein und Kitzbühel an die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft angeschlossen. Auch das war ein nicht vorhersehbarer, aber sehr begrüßter weiterer Schritt für eine bessere Zusammenarbeit.

Eine neue Gruppe im Lechtal

Im Außerfern haben wir im Jahr 2010 eine weitere Ausbildung für ehrenamtliche HospizbegleiterInnen geplant und gestartet. Die Teilnehmerinnen des Kurses wünschten sich eine eigene Hospizgruppe im Lechtal. Wir reagierten auf diese Initiative und gründeten eine neue Hospizgruppe, anstatt die neuen Ehrenamtlichen in die bestehende Gruppe in Reutte zu integrieren.

In Imst konnten wir im Herbst 2010 im neuen Pflegezentrum Gurgltal ein Büro für Annelies Egger, Regionalbeauftragte für das Tiroler Oberland, eröffnen. Solche Außenstellen in den Bezirken machen es uns möglich, besser und flexibler auf regionale Entwicklungen reagieren zu können.

Birgit Both
Leiterin Regionalarbeit Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

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Das Göttliche, das uns trägt…

16. Mai 2011 | von

Der Ehrenamtlichentag findet jedes Jahr statt: die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft werden eingeladen gemeinsam einen Tag zu verbringen: sich selbst auftanken, Gemeinsamkeit erleben, neue Inputs erhalten – dies alles ist an diesem Tag möglich. Heuer stand der Tag unter dem Motto „Das Göttliche, das uns trägt“ und fand am 7. Mai 2011 im Haus Marillac in Innsbruck statt …

Einen Tag lang Zeit nehmen und innere Türen öffnen für neue Inhalte, für Begegnungen und für ein sich selbst begegnen können

Musik hilft Grenzen zu überwinden, Gemeinsamkeit zu erleben. So haben sich auch die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen unter professioneller Anleitung ganz der Musik hin-geben können

Sich austauschen, verschiedene Erfahrungen und Perspektiven zu einem Thema sind oft sehr hilfreich um den eigenen Weg, die eigene Lösung finden zu können.

Hugo Klingler konnte einen ersten Einblick in die buddhistischen Lehren geben.

Es war ein wunderschöner Tag. Gemeinsam konnte man in der Sonne sitzen, genießen und erzählen.

Auch das leibliche Wohl durfte nicht zu kurz kommen

Christian Sint, der Seelsorger auf unserer Palliativ- und Hospizstation, hat zum Thema „symbolische Kommunikation“ ein Seminar angeboten.

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In der Begegnung liegt die Kraft

9. Juni 2010 | von

"Hospiz als Haltung im Alltag leben" Birgit Both

Was ehrenamtliche Hospizarbeit ausmacht

Ehrenamtliche Hospizarbeit bedeutet Da-Sein, Mit–Fühlen und Mit-Teilen. Das heißt nicht die Quantität, sondern die Qualität der Zeit spielt im Miteinander-Sein die wesentliche Rolle. Die Qualität des Lebens zeichnet sich durch die Begegnung mit den Menschen, durch die Beziehung zur Welt und die Beziehung zu sich selbst aus: „Dem Leben nicht mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben“ – so bringt es Cicely Saunders, einer der Mütter der Hospizbewegung, auf den Punkt.

Neue Kontakte knüpfen

Ein Abbild dieser Dynamik ist unser Ausbildungskurs für ehrenamtliche Hospizbegleitung. Die Ausbildung gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Das Praktikum wird meist in regionalen Altersheimen absolviert, und nicht selten passiert es, dass die KursteilnehmerInnen nach intensiven Begegnungen in ihrem Praktikum weiterhin dort tätig sein möchten. So ist ein Ausbildungskurs immer auch Anlass, bewährte Beziehungen zu stärken oder neue Kooperationen zu knüpfen.

Altersheime als Hospizdrehscheibe

Das Team der Regionalarbeiterinnen ist im vergangenen Jahr wieder gewachsen: Wesentliche Aufgabe von Annelies Egger, unserer neuen Regionalbeauftragten für das Tiroler Oberland ist es, an der richtigen Stelle dafür zu sorgen, dass ehrenamtliche HospizbegleiterInnen Menschen tatsächlich auch begleiten können. Dazu gehört, die Zusammenarbeit mit Hospizgruppen, Altersheimen, Sozialsprengeln, Krankenhäusern, etc. zu fördern. Durch die Offenheit und Kooperationsbereitschaft der Altersheime, wie es beispielsweise im Außerfern, Imst oder Zirl der Fall ist, verwebt sich die Hospizarbeit immer mehr in den ganz normalen Alltag der Heime. So gelingt es uns in der ehrenamtlichen Hospizarbeit schrittweise, den Boden für eine gelebte Kultur des Lebens und Sterbens zu bereiten.

Birgit Both, Leitung Regionalarbeit

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