Man gewöhnt sich an alles …?

20. Juli 2021 | von

Sicher hatte Franz von Sales Recht mit seinem Zitat: „Ein Gramm Beispiel gilt mehr als ein Zentner guter Worte!“ Im Rückblick auf das Jahr 2020 drängt sich ein Thema dominant in den Vordergrund. Ein Virus hat die Welt, unser Verhalten und unsere Gewohnheiten verändert. Die positiven Effekte der Hygieneregeln sind unbestritten. Unbestritten ist aber auch die Tatsache, dass wir Menschen als soziale Wesen auf Begegnungen, Zuwendung und Nähe angewiesen sind. Das Jahr 2020 war für uns geprägt von der Schwierigkeit, diese Gegensätze in eine gute Balance zu bringen.

Täglich „ein Gramm Beispiel“

Jeder Tod ist einzigartig und die Bedürfnisse unserer Patient*innen sind individuell sehr verschieden – ob mit oder ohne Corona. Dabei gibt es keinen Automatismus der Gewohnheit. Das Abschiednehmen kann auch nicht „vertagt“ werden. Besondere Lebensphasen und Momente der Zuwendung erfordern unser ganzes Mensch-Sein im Moment. Immer wieder und immer von Neuem. Vielleicht verhält es sich mit dem tieferen Verstehen unseres Bemühens so, wie es Søren Kierkegaard dem Leben zuschreibt: Man muss das Leben vorwärts leben, verstehen kann man es nur rückwärts.

Besonderer Dank gilt allen Mitarbeiter*innen und ehrenamtlichen Hospizbegleiter*innen, die abseits aller Gewohnheit Zuwendung leben und täglich „ein Gramm Beispiel“ in unserer Gesellschaft hinterlassen.

Werner Mühlböck (Geschäftsführer)
Christine Haas-Schranzhofer (Pflegedirektorin)
Andrea Knoflach-Gabis (Ärztliche Direktorin)

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