Bewegtes in bewegter Zeit

„Derzeit gibt es vieles, was mich traurig macht. Die Verbundenheit der Menschen schenkt mir aber große Hoffnung.“ Sabine Hosp, Regionalbeauftragte Oberland und ehrenamtliche Hospizbegleiterin

Auch unsere vielen ehrenamtlichen Hospizbegleiter*innen stehen derzeit vor besonderen Herausforderungen. Sie können nicht wie gewohnt in direkten Kontakt mit Betroffenen und Angehörigen kommen. Viele Ehrenamtliche stoßen dabei emotional fast an ihre Grenzen, denn sie alle spüren, wie sehr der persönliche Kontakt ihnen und den Menschen, die sie begleiten, fehlt. Ein Händedruck, ein Lächeln, ein Blick, ein Spaziergang, gemeinsam Kaffee trinken, miteinander lachen und vieles mehr. Sie selbst spüren diese Ohnmacht, und das darf auch sein.

Ohnmacht aushalten

In dieser Ausnahmesituation wird für uns auch sichtbar, wie viele Menschen in ihrer Kommunikation eingeschränkt sind und zudem keine oder nur sehr wenige soziale Kontakte haben. Eine Ehrenamtliche erzählte mir von einer hochbetagten Dame, die nicht verbal und auch nicht über Medien kommunizieren kann. Zudem hat sie keine Angehörigen mehr. Seit Jahren wurde diese Dame von einer ehrenamtlichen Hospizbegleiterin im Wohn- und Pflegeheim besucht. Das ist derzeit aber nicht erlaubt. Diese Ohnmacht gilt es auszuhalten und zu betrauern.

Wenn wenig viel ist

Zum Glück gibt es aber gerade heute viele Möglichkeiten, in Verbindung zu bleiben. Eine ehrenamtliche Hospizbegleiterin telefoniert regelmäßig mit Frau M., deren Mann erst vor kurzem gestorben ist. Außerdem schaut sie auf dessen Grab und achtet darauf, dass eine Kerze brennt. Unsere Hospizbegleiter*innen sind kreativ und einfallsreich. Eine handgeschriebene Karte mit einem kleinen Geschenk, vor der Haustür eines älteren Herren abgestellt, erfreut Herz und Gemüt. Eine andere Ehrenamtliche übernimmt gerade in ihrer Wohnsiedlung die wöchentliche Online-Lebensmittelbestellung im örtlichen Geschäft für die Nachbarn. Viele engagieren sich in den Dörfern, Nachbarschaften, backen Brot und kochen für andere oder winken ihnen aus der Distanz zu.
So könnte ich noch von vielen Situationen erzählen, die mich bewegen. Es ist schön, diese Verbundenheit zu erleben. Es berührt mich, dass so wenig so viel sein kann!

Informationsabende zur Ausbildung „Ehrenamtliche Hospizbegleitung“ ab Oktober 2020 finden an folgenden Terminen statt:

Mittwoch, 1. Juli 2020, 19–21 Uhr
Freitag, 3. Juli 2020, 19–21 Uhr
Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck

Sabine Hosp, Regionalbeauftragte Oberland und ehrenamtliche Hospizbegleiterin

Jetzt online spenden und eine liebevolle Begleitung schenken! Vielen Dank!

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig über unsere Arbeit:
Hier können Sie sich anmelden!

Schlagworte

Artikel teilen

Jetzt online Spenden & liebevolle Begleitung schenken

Weitere Beiträge dieser Kategorie

Ehrenamt

Mit ehrenamtlichen Tätigkeiten das Hospiz unterstützen.

Zwei Frauen, eine sitzt im Rollstuhl

Kontakt

Leiterin Ehrenamt
Mag. Angelika Heim, MSc
+43 5223 43700 33622
von 08:00 – 15:00 Uhr

Über uns

Die Menschen des Hospiz & den Verein kennenlernen.

Kontakt

Allgemeine Anfragen
+43 5223 43 700 33 600
08:00 – 16:00 Uhr (Mo-Fr)

Akademie

Weitere Kurse ansehen und über Hospizarbeit lernen.

Kontakt

Betreuung & Begleitung

Mehr über die Hospizarbeit und das Angebot erfahren.

Kontakt

Für Betroffene & Angehörige
+43 810 96 98 78
08:00 – 20:00 Uhr (Mo-So)

Allgemeine Anfragen
+43 5223 43 700 33 600
08:00 – 16:00 Uhr (Mo-Fr)