Andrea Knoflach-Gabis: Zusammenarbeit und Zusammenhalt im Hospizhaus

2. April 2020 | von

Unsere ärztliche Direktorin Andrea Knoflach-Gabist informiert über die aktuelle Situation in der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft.

Wie erlebst Du die aktuelle Situation im Hospizhaus?

Wir alle erleben zur Zeit eine besondere Situation, eine Situation, die für uns alle neu ist. Unsere Zusammenarbeit im Hospizhaus, die ja die Basis unseres Arbeitens und unserer Philosophie darstellt, wird auf eine Probe gestellt und so unter Härtebedingungen getestet. Ich würde sagen, dass wir diesen Test bis jetzt sehr gut bestanden haben. Die Stimmung ist gut, ruhig. Unsere Arbeit ist geprägt von Zusammenarbeit und Zusammenhalt. Gemeinsam haben wir immer das Ziel, unseren Patienten und ihren Angehörigen bestmöglich beistehen und helfen zu können.

Welche Maßnahmen hat die kollegiale Führung ergriffen, um die Patient*innen zu schützen?

Durch Umstellen der Dienstpläne und Adaptation der Abläufe wird versucht die Anzahl der Personen, die in unser Haus bzw auf die Palliativstation kommen, so gering wie möglich zu halten um Patient*innen und Angehörige, aber auch unsere Mitarbeiter zu schützen. Wir versuchen alle Schutz- und Kontrollmaßnahmen, die in der momentanen Situation möglich und nötig sind, durchzuführen und trotzdem das familiäre und freundliche Klima, für das wir bekannt sind, beizubehalten.

Welche Herausforderungen gibt es von ärztlicher Seite?

Das medizinische Ziel ist es in Zusammenarbeit mit den anderen Berufsgruppen das Wohl der Patient*innen in den Vordergrund zu stellen, indem wir versuchen die Symptomkontrolle unter Berücksichtigung der momentanen Situation bestmöglich zu garantieren. So sind doch z. B. die Kommunikationsmittel und Wege teilweise in der bewährten Form nicht möglich. Eine Herausforderung, die wir versuchen mit großer Flexibilität und Ideenreichtum zu nehmen.

Was ist für unserer Patient*innen in dieser Situation besonders wichtig?

Es ist auch in dieser Situation sehr wichtig, die Ruhe zu bewahren und die Patient*innen in der gewohnten Manier in das Zentrum unseres Interesses zu stellen und ihnen die bestmögliche Lebensqualität zu ermöglichen. Dabei ist uns die Individualität und Ganzheitlichkeit sehr wichtig.

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