Auf Wiedersehen und Grüß Gott

18. Februar 2020 | von

„Die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft war ein Geschenk für mich.“ Elisabeth Zanon bei der Übergabe an ihre Vorgängerin und Nachfolgerin Marina Baldauf

Die gesamte Hospizbewegung, so Elisabeth Zanon, sei sowohl wegen der Themen als auch wegen der großartigen enschen, die sie in der Hospiz-Gemeinschaft kennenlernen durfte, eine große Bereicherung für ihr Leben gewesen. „Mein besonderer Dank gilt allen Mitarbeiter*innen und ehrenamtlichen Hospizbegleiter*innen.“ Besonders freut sie, dass mit dem Hospizhaus Tirol die Hospizbewegung im Tiroler Gesundheitssystem noch sichtbarer und selbstverständlicher verankert ist. Ihrer Vorgängerin, der sie dieses Geschenk zu verdanken habe, wünscht sie für ihre Nachfolge von Herzen alles Gute. „Dass die Hospizbewegung bei Marina Baldauf in guten Händen ist, weiß ichund wissen wir aus langer eigener Erfahrung.

Landeshauptmann Platter dankt Zanon

„Mit ihrem unermüdlichen Einsatz als ehrenamtliche Vorsitzende hat Elisabeth Zanon ganz wesentlich dazu beigetragen, die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft zu einer nicht wegzudenkenden Einrichtung der Hospiz- und Palliativversorgung in unserem Land zu machen. Ihr Herzensprojekt war zweifellos die Realisierung des Hospizhauses Tirol im Juni 2018, in dem Menschen auf ihrem letzten Lebensweg betreut und begleitet werden. Ich möchte Elisabeth Zanon herzlich für ihre Arbeit und die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Land Tirol danken und ihrer Nachfolgerin Marina Baldauf alles Gute für ihre Aufgabe wünschen“, erklärt Landeshauptmann Günther Platter.

Den letzten Weg bewusst und gemeinsam gehen

Marina Baldauf betreute ihren Mann in seinen letzten sieben Lebensjahren zu Hause. Vor drei Jahren starb er. „Dank der Erfahrungen, die ich in der Hospiz-Gemeinschaft sammeln konnte, hatten wir den Mut, uns auf den letzten gemeinsamen Lebensabschnitt bewusst einzulassen“, meint Marina Baldauf. „Trotzdem war es oft nicht einfach. Kein Tag glich dem anderen und beide wussten wir nicht, wann der letzte große Abschied da sein würde. Wir wussten nur, dass er sich unaufhaltsam näherte.“

Sich selbst zu genügen, war nicht einfach

Sich selbst zu genügen nach fast vierzig Jahren Gemeinsamkeit, war für Marina Baldauf ein langer und steiniger Weg. Familie und Freunde hätten sie getragen, Werte der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft wie Achtsamkeit, Respekt, Vertrauen und letztendlich das Annehmen und Akzeptieren der Endlichkeit des Lebens halfen ihr weiter. „Da gibt es kein Verhandeln mehr. Zu lieben, zu trauern und auch dankbar zu sein, waren Gefühle, die mich in den Jahren begleiteten.“

Zur richtigen Zeit am richtigen Platz

Marina Baldauf begann vor über zwanzig Jahren, sich gemeinsam mit vielen anderen um die Stärkung der Hospizbewegung in Tirol zu bemühen. Fast zehn Jahre lang, bis Ende 2011, war sie deren Vorsitzende. „Dass es jetzt das Hospizhaus Tirol gibt, war zu meiner Zeit noch in weiter Ferne und trotzdem schon in unserem Denken und Planen verankert. Als Elisabeth Zanon vor mehr als acht Jahren meine Nachfolgerin wurde, habe ich gewusst, dass sie jetzt genau zur richtigen Zeit am richtigen Platz ist und mit viel Engagement und Vernetzungsarbeit die Hospiz- und Palliativideen in die Zukunft tragen wird. Es ist ihr gelungen, „Nägel mit Köpfen zu machen“, meint Marina Baldauf.

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