Tagebuch

Archiv Monat: November 2010

Hospizgruppe Kitzbühel beim Adventmarkt in Kitzbühel

30. November 2010 | von

Die Hospizgruppe Kitzbühel ist mit einem eigenen Stand beim Adventmarkt in Kitzbühel vertreten und verkauft selbstgebackene Kekse, Leberkässemmel und Engelsglühwein. Der Erlös kommt der ehrenamtlichen Hospizgruppe in der Region zu Gute.

Wo: Kitzbühler Adventmarkt

Wann: Fr. 3. Dezember, Sa. 4. Dezember und So. 5. Dezember jeweils von 13:00 Uhr bis 20:00 Uhr

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Buchtipp – Den Tagen mehr Leben geben

30. November 2010 | von

Seit der Gründung des Hospizes vor elf Jahren ist Ruprecht Schmidt sein eigener Chef de Cuisine in einem Zuhause für Todkranke.

“Ich definiere mich als Koch nicht mehr darüber, wie viel gegessen wird, sondern, ob ich die Menschen damit erreiche.” Früher war Ruprecht Schmidt Küchenchef in einem Nobelrestaurant. Heute kocht er im “Leuchtfeuer”, einem Hamburger Hospiz. Die meisten seiner Gäste haben Krebs im Endstadium.

Ob Steak, Labskaus, Coq au Vin oder eine aufwändige Torte, Ruprecht, der Koch, erfüllt jeden kulinarischen Wunsch. Tagtäglich erlebt er aufs Neue, wie wichtig es den Bewohnern im Hospiz ist, noch einmal ihre Lieblingsgerichte genießen zu können. Kräuter, Gewürze, den individuellen Geschmack zu treffen, ist für den Koch nicht immer leicht. Oft geht es nur um Nuancen, und er braucht mehrere Anläufe.

“Wenn ich es schaffe, ein Essen genau so zu kreieren, wie ein Sterbenskranker sich das vorgestellt hat, kann ich mich jedes Mal aufs Neue darüber freuen.”

Seit der Gründung des Hospizes vor elf Jahren ist Ruprecht Schmidt sein eigener Chef de Cuisine in einem Zuhause für Todkranke. Mitten in St. Pauli bietet das Hospiz Platz für elf Bewohner. Die meisten leben hier nicht länger als ein paar Wochen. In der Eingangshalle hängt in großen Buchstaben der Leitspruch des Hauses: “Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben.” Diese Worte hat der Koch verinnerlicht. Das Leben der Kranken verlängern kann er nicht, es versüßen schon. Als Ruprecht Schmidt vor elf Jahren den Job annahm, wurde er öfters gefragt, ob es nicht absurd sei, für Todkranke zu kochen. Er selbst hat sich diese Frage nie gestellt. Die Bedeutung, die Essen haben kann, ist ihm durch die Arbeit im Hospiz immer klarer geworden. Seine Erkenntnis klingt so einfach, fast banal: “Essen heißt, ich lebe noch!”

Dörte Schipper

DEN TAGEN MEHR LEBEN GEBEN

Vorwort von Udo Lindenberg

Über Ruprecht Schmidt, den Koch, und seine Gäste

253 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

€ (D) 19,99 /€ (A) 20,60 /SFr. 34,50*

ISBN 978-3-7857-2385-2

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Bischof Manfred Scheuer unterstützt "Mobile Bett 2011"

29. November 2010 | von

Manfred Scheuer unterstützt das Mobile Bett

Ich unterstütze diese äußerst notwendige und wichtige Initiative!” Bischof Manfred Scheuer

Das Mobile Bett ermöglicht ein Sterben zu Hause

“Gerade wenn es deutlich ist, dass die Lebenszeit sehr begrenzt ist, dann wird das Leben sehr kostbar und intensiv. Der Hospizdienst will schwer kranken Menschen Lebensqualität bis zuletzt ermöglichen. Viele Menschen wünschen sich, dass sie ihre letzten Lebenstage zu Hause verbringen können. Die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft macht dies mit ihrem Mobilen Hospiz- und Palliativteam, das zu einem wesentlichen Teil aus Spenden finanziert wird, möglich. Ich unterstütze diese äußerst notwendige und wichtige Initiative und wünsche der Hospiz-Gemeinschaft alles Gute für Ihr Mobiles Bett!”

Manfred Scheuer, Bischof von Innsbruck

Weiterführende Links:

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Alzheimer – Mut für Angehörige

29. November 2010 | von

"ILSE, wo bist du?" - Filmpremiere im Leokino Innsbruck

Lebensqualität verbessern – Lebensfreude bei Demenz!

Dienstag , 14 . Dezember 2 0 10 , 18.3 0 Uhr
Innsbruck , LEOKINO, Anichstraße 3 6

18.30 Uhr : Begrüßung
18.45 Uhr : Filmpremiere
19.30 Uhr : Diskussion mit ExpertInnen

anschließend : gemütlicher Ausklang im Foyer

ILSE, wo bist du?
Ein Film von Ulrike Halmschlager (Österreich 2010, 45 min)

In diesem Film werden die Problemstellungen einer an Demenz erkrankten Frau in allen Facetten und Phasen sehr persönlich gezeigt. Liebevoll und berührend gibt der Film Einblick in die Welt des Vergessens der Betroffenen und der pflegenden Angehörigen. Im Anschluss daran folgt ein kurzer fachlicher Input mit Diskussion zum Thema Demenz. Die ausführenden Expertinnen stehen danach für Ihre Fragen zur Verfügung.

Diskussion mit :

Ulrike Halmschlager , Filmemacherin, Salzburg
Anton Christian,
Maler, Ti rol
Barbara Kleissl , Demenzexpertin, Leiterin der Mobilen Seniorenbetreuung, Fachstelle Demenz der Caritas Tirol
Georg Schärmer, Direktor Caritas Tirol
Dr. Thomas Benke , FA f. Neurologie und Psychiatrie, Leiter der Memory-Klinik an der Universitätsklinik für Neurologie, Innsbruck
Moderation: Michael Bilic,
Das Kino, Salzburg

Eintritt : € 6,00

Eine Veranstaltung von Caritas Tirol und dem LEOKINO in Kooperation mit Ulrike Halmschlager

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Gedanken – Freiheit

26. November 2010 | von

Freiheit der Seele

Die Freiheit der Seele
ist die Freiheit der Welt.

Lacordaire

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Spiritual Care – Haltung, um zu halten

25. November 2010 | von

Spiritualität ist eine Haltung, die bestimmt für was wir unser Lebenspotential benützen und sie verflüchtigt sich, wenn sie nicht genährt wird.

Gedanken zu einer Spiritual Care Ausbildung im Kardinal König Haus (2010/11).

Die erste Frage, die einem im Rahmen einer derartigen Ausbildung begegnet, lautet: Was ist Spiritualität?

Der Schwerpunkt auf Selbsterfahrung lässt uns mit dieser Frage unterwegs sein, zusammentragen und austauschen.

Viele verschiedene Sichtweisen fordern von uns ein Sich-Einlassen, ein Gehen vom ICH zum DU.

  • Die Spiritualität eines anderen Menschen ist nicht schnell und einfach zu erfassen.
  • Wir haben eine momentane Sicht unserer Spiritualität, sie ändert sich im Laufe des Lebens.
  • Wenn man Vorstellungen von Spiritualität aufeinander bezieht (in Beziehung kommt), gibt es eine Einigung der beiden Auffassungen und die Möglichkeit, selber darin zu wachsen.
  • Spiritualität ist etwas Zartes an Begegnung, jedoch nicht ohne Anstrengung möglich.

Spiritualität ist eine Haltung!

Und hier möchte ich auf den großen Unterschied zwischen Haltung und Verhalten (Methoden oder Techniken) hinweisen.

Bei spirituellen Methoden oder Techniken (Gedächtnisinhalten, Handlungen oder Verhalten) kann immer eine deutliche Trennung vom Inhalt (des Gelernten) und dem dabei entstehenden Gefühl gemacht werden. Gefühle (emotional) und Inhalte (kognitiv) können getrennt voneinander betrachtet werden.

Sie sind durch Lernen, Lob und Tadel oder schlicht durch Dressur erlernbar oder veränderbar.

Neurobiologisch ist hauptsächlich das Großhirn hinter der präfrontalen Rinde beteiligt (dort ist der Platz für alle Lerninhalte).

Anders verhält es sich bei Haltungen oder Einstellungen.

Dies sind keine Gedächtnisinhalte sondern die eigenen Erfahrungen. Die kognitive Ebene (was habe ich erlebt?) und die emotionale Ebene (wie ist es mir dabei gegangen?) sind aneinander gekoppelt.

Aus dem Potenzial der eigenen Erfahrungen werden dann Haltungen und Einstellungen, und diese bestimmen, wofür wir unser Gehirn verwenden, wofür wir uns begeistern, worum wir uns kümmern. Haltungen und Einstellungen haben in unserem Leben eine Lenkungsfunktion. Sie können nur erlernt oder verändert werden, indem uns jemand (der uns mag und der diese Haltung auch selber lebt) einlädt, ermutigt oder inspiriert, eine neue Erfahrung machen zu wollen.

Am Anfang jedes menschlichen Lebens stehen neun Monate der Verbundenheit (dazuzugehören, anfänglich zur Mutter verbunden zu sein) und des Wachstums (angezeigt durch unablässiges Erlernen von neuen Verhaltensweisen).

Aus Haltungen und Einstellungen bilden wir gewisse Vorstellungen von unserem Tun. Und auf gemeinschaftlicher Ebene bildet sich daraus eine Geisteshaltung, die wiederum bestimmt, wofür eine Gemeinschaft ihr Potenzial benützt (Familiengeist, Klassengeist, Teamgeist, Firmengeist, Betriebsklima etc.).

Diese „Geister“ müssen genährt werden, sonst verschwinden sie (das sagt schon das Wort „Geist“) und an deren Stelle kommen „Ungeister“ (Verwaltungsgeist – es wird alles nur mehr wirtschaftlich und rationell gesehen, Kontrollgeister – es braucht für alles eine Kontroll- oder Checkliste, Hygienegeister etc.), die dann wiederum Erfahrungsräume vorgeben, in denen dann dementsprechende Erfahrungen gemacht werden können.

Um aber nun den Bogen wieder hin zur Spiritualität zu spannen: Sie ist eine durch Verbundenheit und das Bedürfnis nach Wachstum entstandene Haltung, die jede/r für sich in einer unterschiedlichen Form gemacht hat und die sich weiter verändern wird. Spiritualität ist eine Haltung, die bestimmt, wofür wir unser Lebenspotenzial benützen, und sie verflüchtigt sich, wenn sie nicht genährt wird.

Im Weiteren ist Spiritualität frei von Ideologie.

Seelsorge = jemand ist in der Sorge um eine/seine Seele.

Voraussetzung ist Wahrnehmungsfähigkeit. D.h. der Versuch, so gut es geht  wahrzunehmen, was im Gegenüber lebendig ist.

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Praxislehrgang Palliative Care in Eben am Achensee

25. November 2010 | von  | 2 Kommentare

Die AbsolventInnen des Praxislehrgangs Palliative Care für Pflegende aus der Region Schwaz. Wir gratulieren Ihnen herzlich zu Ihrer erfolgreich absolvierten Weiterbildung und wünschen Ihnen alles Gute für Ihre Tätigkeit in der Betreuung schwer kranker und sterbender Menschen.

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Rückblick – Die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft bei der SENAKTIV 2010

25. November 2010 | von

Die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft war heuer mit einem eigenen Stand auf der SENAKTIV 2010 im Kongress in Innsbruck vertreten. Im Folgenden einige Bildimpressionen von unserem Stand:

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Wir sagen Danke! – Lions Silberlöwe

24. November 2010 | von

Die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft erhielt den Lions Silberlöwen 2010 des Lions Club Schwaz und der Stadt Schwaz und freut sich über die großzügige Unterstützung der Hospizgruppe Schwaz & Umgebung!

Marina Baldauf bedankte sich im Namen der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft. Im Bild: Präsident Franz Baumgartner, Marina Baldauf, Martin Schwarz Fotos: Hörhager

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Gedanken – Der Boden trägt

23. November 2010 | von

... wie sich Schritt für Schritt ein Weg ergibt ...

wenn du Gott vertraust
seiner Zusage glaubst

den nächsten Schritt wagst
ohne zu ahnen
wohin der Weg führt
ohne zu wissen
wie das Ziel heißt
nur von Hoffnung und Sehnsucht getrieben

dann wirst du achstsam bleiben
wach mit allen Sinnen
suchen und sein

und dankbar für Zeichen und Worte
und staunen darüber
wie sich Schritt für Schritt
ein Weg ergibt
sich das Ahnen verdichtet
der Boden trägt
und zum Quellgrund wird

Andreas Schwarz

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