Donnerstag
15
APR 2021

Palliativforum: Sterbehilfe – Hilfe, Autonomie oder Druck?

19:30 - 21:00 Uhr | Online via Zoom

Inhalt

Durch die jüngste Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes vom 11. Dezember 2020 wurde auch in Österreich dem Thema Sterbehilfe eine besondere Aufmerksamkeit zuteil. In seinem Erkenntnis hob der VfGh das Verbot der „Mitwirkung am Selbstmord“ (§ 78 StGB) auf. Es geht um den assistierten Suizid, der im weiteren Sinne zur Sterbehilfe zählt. Dabei sollte die Abgrenzung zu anderen Formen der Sterbehilfe nicht übersehen werden. So bleibt die Tötung auf Verlangen in Österreich weiterhin strafrechtlich verboten. Zunächst stellt sich die Frage, in welchem Sinne Sterbehilfe überhaupt Hilfe sein kann. Um einen fruchtbaren Austausch im Anschluss an den Impulsvortrag von Prof. Siegetsleitner zu ermöglichen, wird die praktische Philosophin anschließend zentrale moralische Argumente hinsichtlich dieser verschiedenen Formen mit einem Schwerpunkt auf den Aspekt der Autonomie darlegen. Was als Autonomie erscheint, kann nämlich unter Druck bloße Scheinautonomie sein. Soweit rechtliche Regelungen betroffen sind, gilt es nicht zuletzt, das Verhältnis zwischen Moral(en) und positivem Recht in einem freiheitsverbürgenden demokratischen Staat zu beleuchten.

Zielgruppe

Ärzt*innen, Pfleger*innen, Psychotherapeut*innen, Seelsorger*innen, Sozialarbeiter*innen, ehrenamtliche Hospizbegleiter*innen und alle anderen Personen, die in der Betreuung schwer kranker Menschen tätig sind

Referent*innen

Anne Siegetsleitner

Universitätsprofessorin für Praktische Philosophie an der Universität Innsbruck

Christoph Gabl

Leitender Arzt des Mobilen Palliativteams der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Termin

Donnerstag, 15. April 2021, 19:30 – 21 Uhr

Ort

Online via Zoom

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Ärztekammer für Tirol statt.

Teilnahmebeitrag

Die Teilnahme ist kostenlos.

Anrechenbarkeit

2 DFP-Punkte

Zur Veranstaltung

Das Palliativforum ist eine Veranstaltungsreihe der Tiroler HospizGemeinschaft mit dem Ziel, Palliative Care fächer- und berufsgruppenübergreifend zu vermitteln. Expert*innen referieren zu ausgewählten Themen und regen anhand von Berichten aus der Praxis zum Austausch und zur Diskussion an. Palliativbetreuung ist ein Konzept für die umfassende Begleitung schwer kranker und sterbender Menschen und ihrer An- und Zugehörigen. Voraussetzung für gelingende Palliativbetreuung ist eine gute Kommunikation zwischen den Berufsgruppen und Disziplinen. Diese zu fördern und Räume dafür zu öffnen, ist das Ziel des Palliativforums. Die Teilnehmer*innen erhalten fachliche Impulse und praktische Hilfestellung für herausfordernde Situationen in der Betreuung von Menschen am Lebensende. Auch Aspekte, die im Alltag leicht untergehen, kommen hier zur Sprache.

Weiterer Termin

Donnerstag, 17. Juni 2021, 19:30 Uhr
Trauer begegnen und begleiten im Angesicht des Todes? Eine „alltägliche“ Herausforderung im palliativ-hospizlichen Kontext
Sylvia Brathuhn und Andrea Knoflach-Gabis

Anmeldung

Die Frist zur Anmeldung ist abgelaufen.

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