Samstag
23
APR 2022

Fachtagung: 15. Tiroler Palliativtag

09:00 - 17:00 Uhr | Hall in Tirol

Was wir Angehörigen zumuten

Fachtagung in Kooperation mit dem Landesinstitut für Integrierte Versorgung Tirol (LIV), dem Land Tirol/Tiroler Gesundheitsfonds, den Sozialversicherungsträgern und der Ärztekammer für Tirol

Inhalt

Wer einen nahestehenden Menschen bis zum Sterben in einer vertrauten Umgebung begleitet, braucht Unterstützung. Wie kann das gelingen?

Mittels vorausschauender Betreuungsplanung soll in Zukunft vermieden werden, dass sterbende Palliativpatient*innen in ihrer allerletzten Lebensphase womöglich noch mit Hilfe eines Notarzteinsatzes ins Krankenhaus gebracht werden. Angehörigen wird suggeriert, dass sie nichts falsch machen können, wenn sie schwer kranke Patient*innen zu Hause betreuen und so deren letzten Wunsch erfüllen. Die Erfüllung des letzten Wunsches gilt es, kontroversiell zu diskutieren. Neben dem Zutrauen ist auch eine Belastung verborgen. Das gilt auch für die Schwerkranken: Den Angehörigen zur Last zu fallen, wiegt häufig schwer. Dabei ist der Sterbeort „Zuhause“ nicht für jede und jeden die beste Lösung. Statt Angehörige mit der belastenden Vorstellung, sie müssten jede Mühe auf sich nehmen, allein zu lassen, sollten sie dahingehend gestärkt werden, dass sie die Betreuung unter den Gegebenheiten geschafft haben. Wenn Betreuende Schuldvorwürfe einordnen vermögen, können sie ihnen anders begegnen (Tanja M. Brinkmann et al., 2021).

Was wird betreuenden Angehörigen zugemutet? Expert*innen und Teilnehmer*innen gehen der Frage nach, was es braucht, damit Patient*innen möglichst lange zu Hause bleiben können, wenn sie das wollen. Wie können Übergänge in der Betreuung gestaltet werden? Welchen Herausforderungen müssen sich Angehörige stellen und welche Rolle nehmen sie ein? Welche Unterstützungsräume eröffnen sich? Kümmern sie sich um ihren eigenen Kummer? Würden Mitglieder einer sorgenden Gemeinschaft die nötige Entlastung bringen? Eine Aufnahme auf die Palliativstation kann einer Erholungsphase gleichkommen, wenn es darum geht, noch „ein bisschen was vom Leben“ haben zu wollen.

Zielgruppe

alle Berufsgruppen, die schwer kranke und sterbende Menschen und deren Bezugspersonen betreuen und begleiten: Pflegekräfte, Ärzt*innen aller Fachrichtungen, Therapeut*innen, Sozialarbeiter*innen, Seelsorger*innen u. a.

Teilnehmer*innen

max. 260 Personen (Änderungen vorbehalten!)

Termin

Samstag, 23. April 2022, 9–17 Uhr

Ort

UMIT, Aula, Eduard-Wallnöfer-Zantrum 1, Hall in Tirol

Teilnahmebeitrag

26 Euro

Anrechenbarkeit

Um DFP Punkte wird angesucht.

Programm

Das Programm wird im Februar 2022 veröffentlicht und hier hochgeladen.

Anmeldung

bis Freitag, 8. April 2022 NACH Erscheinen des Detailprogramms.

Zusatzinformation:

Achtung: Anmeldungen sind erst ab Erscheinen des Detailprogramms möglich.

Dieses wird im Februar 2022 auf www.hospiz-tirol.at veröffentlicht und per E-Mail-Newsletter verschickt.

 

Wir danken:


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