Tagebuch

Archiv: kraft

Sinnlos optimistisch?

2. Februar 2016 | von
Sinnlos optimistisch

Mit anderen ALS-Patienten oder -Patientinnen in persönlichen Kontakt kommen, das wäre schön.

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Foto zum Auftanken – Sonnwendfeuer

8. November 2013 | von

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Sonnwendfeuer

Foto: Julia Gschösser

Vielen Dank für das tolle Foto vom Sonnwendfeuer!

Wir freuen uns über Ihr Naturfoto für unsere Serie – Foto zum Auftanken.  Einfach ein Mail schreiben an: urban.regensburger@hospiz-tirol.at
Wir veröffenltichen dann das Foto mit Ihrem Namen und einem Danke.

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Schritt für Schritt dem Ziel entgegen

1. Mai 2013 | von  | 3 Kommentare

 „Wie in Michael Endes 'Momo', so sollten auch wir immer nur an den nächsten Schritt denken, diesen aber mit all unserer Kraft und Überzeugung tun.“ Elisabeth Zanon

„Wie in Michael Endes ‚Momo‘, so sollten auch wir immer nur an den nächsten Schritt denken, diesen aber mit all unserer Kraft und Überzeugung tun.“ Elisabeth Zanon

Wenn ich auf das vergangene Jahr zurückschaue, sehe ich zwei Ereignisse, die deutlich machen, wo die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft heute steht.

20-Jahr-Feier

Im Oktober haben wir 20 Jahre Tiroler Hospiz-Gemeinschaft gefeiert. 1992 hat sich eine kleine Gruppe von Menschen in Tirol ein großes Ziel gesetzt: das Ziel, den Menschen in Tirol das Sterben wieder zurückzugeben, oder, ich möchte sogar sagen, wieder zu schenken. Mit einem kleinen Team aus engagierten haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen hat die Hospizbewegung in Tirol begonnen, Fuß zu fassen. Die ersten Schritte müssen sich damals so angefühlt haben, wie es Hilde Domin treffender nicht hätte formulieren können: „Ich setzte meinen Fuß in die Luft und sie trug.“ Schritt für Schritt ist die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft ihrem Ziel näher gekommen, und heute sehen wir, dass sie in den letzten Jahren sichtbare Spuren hinterlassen hat.

Neues Hospizhaus Tirol

Im selben Jahr, in dem wir feiernd zurückschauen, dürfen wir auch mit großer Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft blicken. Im Dezember war es so weit und wir konnten den offiziellen Start für unser neues Hospizhaus Tirol der Öffentlichkeit bekannt geben. Im neuen Hospizhaus werden alle Bereiche, ergänzt durch ein Tageshospiz, unter einem Dach vereint sein. Dieses neue Hospizhaus soll die Nabe im Rad der Hospizbewegung in Tirol sein.

Beide Ereignisse stehen nur symbolisch für das, was die vielen engagierten Menschen, egal ob haupt- oder ehrenamtlich, in der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft immer wieder von Neuem tun. Sie alle sind mutige Menschen, die sich immer wieder bei der Begleitung schwer kranker und sterbender Menschen großen Herausforderungen stellen. Sie setzen immer wieder ihren Fuß in die Luft und dürfen hoffentlich immer wieder erfahren, dass sie trägt. Ihnen allen gilt mein größter Dank!

Elisabeth Zanon
Vorsitzende Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

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„Lebend kommst‘ da nicht mehr raus…“ Seit 20 Jahren ehrenamtlich fürs Hospiz aktiv

10. Dezember 2012 | von

„Damals, vor 20 Jahren, dachte jeder, dass man aus dem Hospiz lebend sowieso nicht mehr rauskommt“, erzählt Felix Egger schmunzelnd. Schon von Beginn an war der inzwischen selbst schon 82-jährige Stubaier als ehrenamtlicher Mitarbeiter dabei. Dass er damals der einzige Mann im Team der Ehrenamtlichen war, wundert heute niemanden.„Dabei hab ich mich als Stubaier in der Stadt überhaupt nicht ausgekannt und unsere damalige Pflegedienstleiterin Angelika Feichtner musste mich zu meinem ersten ehrenamtlichen Einsatz regelrecht hinlotsen.“

Auf die Frage, warum er sich vor 20 Jahren nach seiner Pensionierung ausgerechnet fürs Hospiz engagierte: “Das weiß ich gar nicht so genau. Aber es macht mich einfach zufrieden, wenn ich meine Zeit schenken kann.“ LIEBE und eine große Portion HAUSVERSTAND sind seiner Meinung nach die wichtigsten Zutaten für eine gelingende Hospizbegleitung.

Felix Egger
ehrenamtlicher Hospizmitarbeiter Hospiz- und Palliativstation Innsbruck

Schenken Sie mit Ihrer Spende schwer kranken Menschen eine letzte Heimat! Vielen Dank!

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Gedanken – Weg

7. März 2011 | von

... auf jedem Weg ...

Sei dir deiner Kräfte, Bedürfnisse und Möglichkeiten bewusst,
dann wirst du auf jedem Weg,
den du beschreitest,
einen Gefährten haben.

Weisheit aus Tibet

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Nur hinzugehen zum Marterle … – Über ein Wegkreuz

4. Oktober 2010 | von

Ein Wegkreuz

„Da brauchst nur hinzugehen zum Marterle – zum Wegkreuz – und an mich denken.“ Herr S.

Ein Tag im Dezember 2009:  Ich besuche Herrn S. (60) in seinem Zimmer auf der Hospiz- und Palliativstation in Innsbruck. Ich stelle mich als Seelsorger vor. Gleich und forsch gibt er mir zu verstehen: „Ich brauch  koan  Pfoarer, koa Kirchn, koanen frommen Kirchenweiber. I hob mei  Marterele. Da geh i hin, wenns mi daloadet“. „Marterle?“, frage ich nach, „ist das nicht ein Ort in Kärnten?“  und tappe mit dieser Frage in ein weiteres Fettnäpfchen. „Nein, Pfoara, du hast wirklich keine Ahnung. Des Marterle, des isch a Wegkreuz  zwischen Solsteinhaus und der Magdeburger Hütte.“

Das Marterle – ein Wegkreuz – als Schlüsselwort

Eine unglückliche, erste Begegnung. Ich ließ mich nicht entmutigen und suchte Herrn S. erneut auf. Das besagte Marterle wurde zum Schlüsselwort oder, anderes gesagt, zum Aufhänger für unsere weiteren Begegnungen. Ich bat Herrn S.,  mir von diesem Marterle zu erzählen. Er berichtete mir von seinem Vater, der, vom  Krieg verletzt und verwundet, von seinen Kameraden zu diesem Marterle hingetragen worden war. Tage später zeigte er mir ein Foto, das ihn und seine Schwester zusammen mit seinen Eltern vor diesem Marterle zeigte. „Wenn I amol stirbt“, sagte er mir ein anderes Mal, „brauchst nicht für mich zu beten. Da brauchst nur hin zu gehen zum Marterle und an mich denken.“

Einkehr in seinem Zimmer

Herr S. hatte Lungenkrebs und brauchte ständig Sauerstoff. Jeden Abend, bevor ich die Station verließ, kehrte ich in seinem Zimmer nochmals ein. Er lud mich auf einen „Klopfer“ ein, mit ihm ein kleines Fläschen „Wodka Feige“ zu trinken. Dabei ließen wir den jeweiligen Tag revu passieren, erzählten, redeten, lachten.

Sein Zustand verschlechterte sich. Es war ein Freitag. Die für ihn zuständige Schwester meinte, sie habe mit Herrn S. über seinen kritischen Zustand, das bevorstehende Sterben gesprochen. Ich solle ihn heute früher, also vor dem Abend aufsuchen und ihn fragen, ob er etwas brauche oder ob er mir etwas sagen wolle. Herr S. rang zu diesem Zeitpunkt schon sehr nach Luft, schlief immer wieder weg. In einem wachen Moment gab er mir zu verstehen, dass er nichts von mir brauche. Ich hielt seine Hand, sagte ihm, dass ich in Gedanken nun zum Marterle ginge und fest an ihn dächte. Er schlief immer wieder weg, wachte auf. Irgendwann rutschte „Mama“ über seine Lippen. In der darauf folgenden Nacht starb er.

Das Geheimnis des Lebens berühren

„Das Geheimnis des Lebens berühren“ ist der Titel eines Buches von Erhard Weiher. Was immer man unter „Geheimnis“ versteht, für Herrn S. war gewiss das Marterle etwas, dass das „Geheimnis seines Lebens“ berührte, ein Inbegriff von Heimat, vertrauter Kindheit, ein Ort der Geborgenheit. Dieses Marterle war ihm heilig. Es verband ihn mit dem Heiligen.  Und dieses Marterle, zu dem Herr S. in Gedanken immer wieder hin pilgerte, ich wage es zu schreiben, trug ihn durch die Krankheit, ins Sterben hinein.

Christian Sint, Seelsorger auf der Hospiz- und Palliativstation Innsbruck

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Mit leuchtenden Augen

19. Juli 2010 | von

"Herr Josef war ein Gast mit einem typischen Sonntagswunsch. Er wollte unbedingt noch einmal eine Messe im Dom besuchen."

Eine Sonntagsbegegnung von Helga (Ehrenamtliche auf der Hospiz Station)

Herr Josef war ein Gast mit einem typischen Sonntagswunsch. Er wollte unbedingt noch einmal eine Messe im Dom besuchen. Gemeinsam mit einer  Angehörigen machten wir uns auf den Weg in den Dom. Herr Josef war sehr nervös als wir mit dem Taxi fuhren. Zum Glück klappte alles ganz problemlos.

Im Dom wollte er ganz vorne sitzen. Von ihm ging eine unheimliche Kraft aus. Er war geradezu begeistert. Mit leuchtenden Augen nahm er alles in sich auf. Zum Friedensgruß machte er sich mit seinem Rollstuhl zielstrebig auf den Weg zu einer älteren Dame, die auch in einem Rollstuhl saß, um ihr seinen Frieden zu wünschen. Es war bewundernswert, wie er das alles, ohne fremde Hilfe schaffte.

Als die Messe vorbei war, wollte er noch zum Brunnen vor dem Dom. Von dort aus nahm er den ganzen Dom in sich auf. Sein Blick drückte etwas ganz besonders aus. In ihm lag ein Abschied nehmen – das Wissen, dass er ihn zum letzen Mal sehen würde.

Göttliche Stimmung

„Jedes Wort ist zu viel,
weil in der Stille
Dinge vernehmbar werden,
die keine Worte zu fassen vermögen.“

Der Lieblingspsalm von Herrn Josef

„Der Herr ist mein Hirte,
nichts wird mir fehlen.
Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.“
(Psalm 23, 1-2)

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Was mich leben lässt

22. März 2010 | von

Dieses Gebet war eines der Lieblingsgebete von Sr. Hildegard Teuschl, einer Mitbegründerin der Hospizbewegung in Österreich.

Ich glaube, dass Gott mich geschaffen hat,
wie ich bin,
ich glabue an seine Kraft,
die in meiner Seele liegt.

Ich glaube, dass Gott meine Freiheit will,
die Entfaltung meiner Kräfte,
die Entwicklung meiner Möglichkeiten,
meine Art zu sein.

Ich glaube, dass Gott mich begleitet,
mich wachsen und reifen lässt,
mich fördert – und fordert,
sein Werkzeug zu sein.

Ich glaube, dass Gott mich liebt,
durch mich wirken will,
an sein Ja zu mir,
das ich nicht verdienen kann.

Ich glaube an die unermessliche Weisheit Gottes,
die mir Grenzen setzt
und das Vertrauen schenkt,
gehalten und geeborgen zu sein.

Ich glaube, das lässt mich leben.

Max Feigenwinter

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Gedanken – eine Geschichte

27. Oktober 2009 | von  | 1 Kommentar

„Hoffnung ist NICHT die Gewissheit, dass alles gut ausgeht. Es ist die innere Gewissheit, dass es – egal wie es ausgeht – einen Sinn hat!“ Vaclav Havel

„Hoffnung ist NICHT die Gewissheit, dass alles gut ausgeht. Es ist die innere Gewissheit, dass es – egal wie es ausgeht – einen Sinn hat!“ Vaclav Havel

Eine Geschichte:

Im Bauch einer schwangeren Frau trieben drei Embryos, einer von Glaube und Hoffnung genährt, der Zweite ein Zweifler durch und durch, während der Dritte überaus skeptisch in die Zukunft spähte.

Glaubt ihr an ein Leben nach der Geburt?

Der Zweifler wollte wissen: Glaubt ihr an ein Leben nach der Geburt? Der Gläubige antwortete: Gewiss, das gibt es. Unser Leben hier ist nur ein Weg, wir wachsen und gedeihen, um uns auf ein weiteres Leben nach der Geburt vorzubereiten. Der Skeptiker gab zu bedenken: Törichter, das gibt es doch alles nicht, wie sollte so ein Leben auch aussehen? Der Gläubige daraufhin: Das weiß ich auch nicht so genau. Aber es wird sicher heller sein als hier, wir werden Laufen und Springen und sogar mit dem Mund essen. Der Skeptiker (lachte lauthals): Das Laufen ist doch nur ein Mythos. Und mit dem Mund essen? Was für ein seltsamer Glaube – es gibt doch eine Nabelschnur, die uns ernährt. Der Gläubige entgegnete: Doch, es geht. Bestimmt! Wir müssen darauf vertrauen.

Es ist noch nie einer zurückgekommen nach der Geburt.

Der Skeptiker überlegte: Es ist noch nie einer zurückgekommen nach der Geburt. Ich meine, mit der Geburt ist das Leben definitiv zu Ende. Es ist ohnedies eine einzige, dunkle Zelle. Der Gläubige lächelte: Wir werden sogar unsere Mutter sehen. Der Skeptiker entrüstet: Mutter?! Du glaubst tatsächlich an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte? Der Gläubige: Überall. Bist du denn blind? Ohne sie würden wir doch gar nicht existieren. Der Skeptiker schüttelte den Kopf: So etwas Dummes habe ich noch nie gehört! Und von einer Mutter hätte ich bestimmt etwas gemerkt. Der Gläubige aber wusste: Manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören!

Michael Stavaric

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