Tagebuch

Archiv: daheim

Mobiles Hospiz- und Palliativteam

14. Juli 2015 | von

Ein multiprofessionelles Team von diplomierten Pflegekräften, Ärztinnen und Ärzten, einer Sozialarbeiterin und geschulten ehrenamtlichen MitarbeiterInnen bietet Unterstützung zu Hause, im Pflegeheim und überall sonst, wo schwer kranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige oder BetreuerInnen Hilfe brauchen.

Weiterlesen

Wann fahren wir wieder Heim? – Der Abschied von meinem Opa

20. November 2012 | von

Abschied

War es das richtige, ihn zu Hause zu lassen, oder musste nicht alles unternommen werden, dass er wieder gesund wird? – Der Abschied von meinem Opa

Alois (84 Jahre) wollte immer nur eines: Er wollte nach Hause und daheim seine letzten Tage verbringen. Auch als sich seine Krankheit verschlechterte, er immer schwächer wurde und nicht mehr essen und trinken wollte, blieb er dabei: „Ich bleibe da, das passt.“ Wie schwer es für seine Angehörigen war, ihm diesen Wunsch zu erfüllen, erzählt seine Enkelin Petra Sonntagbauer.

Alois lebte bis ins hohe Alter gemeinsam mit seiner Tochter in einem Haus. Er kümmerte sich um den Garten, kochte, lebte selbständig und jammerte nie. Drei Jahre vor seinem Tod verschlechterte sich sein Gesundheitszustand und er konnte nicht mehr allein leben. Schon damals war sein größter Wunsch, daheim zu bleiben, deshalb organisierte seine Familie eine 24h Pflege.

Soll er nicht wieder gesund werden?

„Als sich sein Gesundheitszustand einige Monate vor seinem Tod weiter verschlechterte, er immer mehr schlief und er selber sagte, dass es ihm schlecht geht, wurden wir immer unsicherer,“ erzählt seine Enkelin: „War es das richtige, ihn zu Hause zu lassen, oder musste nicht alles unternommen werden, dass er wieder gesund wird?“

In dieser schwierigen Situation fühlte sich die Familie sehr allein gelassen. Der behandelnde Arzt plädierte schon seit langem dafür, ihn ins Krankenhaus zu überstellen. Wenn er sich erholt, sollte ein Platz im Altersheim organisiert werden. Aber Alois wollte nur eines: Zu Hause bleiben! Nach einem längeren Krankenhausaufenthalt, bei dem eine Nierenschwäche und eine beginnende Blutvergiftung festgestellt wurden, stand die Familie wieder vor der gleichen Frage: Alois wollte nach Hause, aber alle rieten ihnen davon ab. Nach langem Hin und Her entschlossen sich die Angehörigen ihn doch wieder nach Hause zu nehmen.

Abschied nehmen: Ihn doch nicht einfach sterben lassen

„Mein Opa kommt heim und dasselbe ging von vorne los – und vor allem am ersten Tag schon. Er aß nichts mehr, wollte nicht mehr trinken. Wir alle waren verzweifelt“, beschreibt seine Enkelin die schwierige Situation: „Wir konnten ihn doch nicht einfach sterben lassen.“

In dieser inneren Zerrissenheit, die die Angehörigen schwer belastete, stieß Petra Sonntagbauer auf die Hotline der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft. Bei ihrem Anruf an einem Samstag hatte gerade Maria Schmidt Dienst. Maria gab der Familie zum ersten Mal das Gefühl, dass sie alles richtig machen. Auch Dr. Gabl, der einige Tage später einen Hausbesuch machte, bestärkte die Familie und bestätigte schriftlich den Wunsch, dass Alois seine letzten Lebenstage zu Hause verbringen will.

Zu nichts zwingen

„Ab diesem Moment ist es leichter geworden. Wir gaben ihm einfach nur mehr das, was er wollte und zwangen ihn zu nichts mehr. Das war auch ein Tipp der Schwester vom Hospiz. Da hat sich etwas gelöst: Der Opa wollte daheim bleiben, er wusste, dass er stirbt und wir haben auch gemeinsam darüber geredet. Seine Freunde haben ihn noch zum Abschied besucht und er hat jeden Tag genossen, der ihm noch blieb.“ Einige Tage später ist Alois im Kreise seiner Familie friedlich gestorben.

Weiterführende Links:

Weiterlesen

Wir sagen Danke – Mobiles Bett 2011

9. März 2011 | von

Die mobile Betreuung der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft kann dank der großzügigen Unterstützung der Tiroler Bevölkerung auch im Jahr 2011 in vollem Umfang aufrecht erhalten werden.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern für ihre großzügige Unterstützung des Mobilen Bettes 2011. Durch dieses „Mobile Bett“ können Sterbende, ganzheitlich begleitet durch ÄrztInnen, Pflegende und Ehrenamtliche, ihre letzte Lebenszeit in Würde daheim im vertrauten Umfeld verbringen.

Im Namen der Tiroler Hospiz-Gemeisnchaft

Marina Baldauf (Vorsitzende) und Werner Mühlböck (Geschäftsführer)

Weiterlesen

Anklöpfeln des Mobilen Hospiz- und Palliativteams

10. Januar 2011 | von

Auch heuer besuchte das mobile Hospiz- und Palliativteam am 23. Dezember Patientinnen und Patienten zu Hause. Unter dem Motto "Anklöpfeln" wurden Lieder des Herbergsuchens und der Ankündigung von Weihnachten gesungen.

Weiterlesen

Wir sagen Danke – Mobiles Bett

20. Dezember 2010 | von

„Im Namen der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft wünsche ich Ihnen einen gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und möchte mich bei allen herzlich bedanken, die den Fortbestand der mobilen Hospiz- und Palliativbetreuung auch im kommenden Jahr ermöglichen.“ Marina Baldauf, Vorsitzende der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Weiterlesen

Weil es mir ein Anliegen ist!

2. Dezember 2010 | von

„Ich kann in einer schwierigen Zeit viel bewirken.“ Bernhard Eder

Bernhard Eder (33) arbeitet seit drei Jahren als Diplomkrankenpfleger im Mobilen Hospiz- und Palliativteam der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft.

Was motiviert Sie, als Krankenpfleger mit schwer kranken und sterbenden Menschen zu arbeiten?

Für mich ist es wichtig, dass ich an meine Arbeit, an den Hospiz- und Palliativgedanken glaube. Ich habe die Möglichkeit, Menschen in der letzten Lebensphase auf vielfältige Weise zu unterstützen. Ich kann in einer schwierigen Zeit viel bewirken.

An welche schönen Erlebnisse in Ihrer Arbeit erinnern Sie sich?

Erst letzte Woche durfte ich erfahren, welchen Wert es hat, wenn auch Kinder und Jugendliche beim Sterben eines nahen Angehörigen eingebunden werden, wenn sie  ganz natürlich dabei sein dürfen, gerade in der letzen Zeit. Gestern war ich bei einer Frau, die im Sterben liegt. Sie hat mit mir gescherzt und wir haben gemeinsam gelacht. Das sind ganz besondere Momente.

Unter welchen Umständen wird Ihre Arbeit schwierig?

Einerseits wenn das Sterben tabuisiert wird und die Familie nicht über den nahen Tod spricht. Andererseits wenn kein funktionierendes Betreuungsnetz vorhanden ist.

Wie erleben Sie die Zusammenarbeit im Team und darüber hinaus?

In der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft arbeiten wir als multiprofessionelles Team zusammen: Ärzte, Pflegekräfte, Sozialarbeiterin, Therapeutinnen, Seelsorge und Ehrenamtliche. Wir sind flexibel und können individuell auf die Bedürfnisse der Betroffenen eingehen. Den größten Teil der Betreuung leisten in den meisten Fällen die Angehörigen. Darüber hinaus kooperieren wir sehr eng mit Hausärzten und Sozial- und Gesundheitsprengeln.

Wo sehen Sie Tirol in der Hospiz- und Palliativversorgung in den nächsten Jahren?

Ich würde mir wünschen, dass der Palliativgedanke breiter verankert wird und wir es schaffen, immer mehr Krankenhäuser, Heime und Sozialsprengel für dieses Thema zu sensibilisieren. Zugleich sollte die Betreuung durch Mobile Palliativteams flächendeckend angeboten werden, derzeit beschränkt sie sich auf den Großraum Innsbruck.

Vielen Dank für das Gespräch!

Jetzt online Spenden!

Weiterlesen

Bischof Manfred Scheuer unterstützt "Mobile Bett 2011"

29. November 2010 | von

Manfred Scheuer unterstützt das Mobile Bett

Ich unterstütze diese äußerst notwendige und wichtige Initiative!“ Bischof Manfred Scheuer

Das Mobile Bett ermöglicht ein Sterben zu Hause

„Gerade wenn es deutlich ist, dass die Lebenszeit sehr begrenzt ist, dann wird das Leben sehr kostbar und intensiv. Der Hospizdienst will schwer kranken Menschen Lebensqualität bis zuletzt ermöglichen. Viele Menschen wünschen sich, dass sie ihre letzten Lebenstage zu Hause verbringen können. Die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft macht dies mit ihrem Mobilen Hospiz- und Palliativteam, das zu einem wesentlichen Teil aus Spenden finanziert wird, möglich. Ich unterstütze diese äußerst notwendige und wichtige Initiative und wünsche der Hospiz-Gemeinschaft alles Gute für Ihr Mobiles Bett!“

Manfred Scheuer, Bischof von Innsbruck

Weiterführende Links:

Weiterlesen

Das Tröstliche eines Zufluchtsortes

18. November 2010 | von

„Die Betreuung sterbender Menschen zu Hause ist enorm wichtig.“ Dr. Barbara Achammer

Der Hospiz-Gedanke hat für mich etwas sehr Tröstliches. Es gibt einen Zufluchtsort und Hilfe, wenn sonst niemand mehr etwas tun kann. Daher unterstütze ich die segensreiche Initiative der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft seit vielen Jahren.

Mehr als zwei Drittel aller Tirolerinnen und Tiroler wünschen sich, daheim sterben zu können, doch für viele ist es nicht möglich. Wir versuchen, diese Lücke mit unseren Angeboten zu schließen. Im letzten Jahr konnten wir mit der Bausteinaktion „Das Mobile Bett“ unsere mobile Hospiz- und Palliativbetreuung, die zum Großteil aus Spendengeldern finanziert wird, für ein weiteres Jahr absichern. Dank Ihrer Unterstützung konnten auch 2010 schwer kranke Menschen im Großraum Innsbruck, über viele Tage und Wochen vom mobilen Hospiz- und Palliativteam begleitet, ihre letzte Lebensphase daheim verbringen. Dafür möchte ich Ihnen allen von Herzen danken!

Das „Mobile Hospiz-Bett“ soll auch 2011 in diesem Umfang angeboten werden können. Nach wie vor ist dies nur mit Ihrer Hilfe möglich. Bitte, setzen Sie auch heuer wieder mit uns ein Zeichen der Unterstützung dieses so wichtigen Anliegens vieler Tirolerinnen und Tiroler. Danke!

Dr. Barbara Achammer
Vorstand, Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Jetzt online spenden und eine liebevolle Begleitung schenken!

Weiterlesen

Hallo, bin ich jetzt beim mobilen Hospiz?

25. Mai 2010 | von  | 1 Kommentar

„Berührt von den Geheimnissen des Lebens und Sterbens“ Elisabeth Draxl

Aus dem Alltag des Mobilen Hospiz- und Palliativteams

Eine aufgeregte Stimme berichtet über einen kranken Vater, der schon lange an einer Krebserkrankung im Kieferbereich leide, nun zu Hause unerträgliche Schmerzen und Atemnot habe. Der Hausarzt sei nicht erreichbar und der Patient will unter keinen Umständen in die Klinik.

Weiterlesen

Christine Berger – Liebe und Geborgenheit bis zuletzt

12. Mai 2010 | von

Christine Berger

„Alles ist so gelaufen, wie ich es mir gewünscht habe“, Christine Berger

„Am Anfang, als mein Vater an Krebs erkrankt war, habe ich den Hospizgedanken weit weg geschoben. Ich war noch nicht soweit, mich der Endgültigkeit seiner Erkrankung zu stellen“, erzählt Christine Berger von ihren Erfahrungen mit der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft: „Aber ab dem Moment, wo ich die Krankheit meines Vaters akzeptiert habe, konnte ich das Hospiz als große Hilfe erfahren.“

Christine Berger – „Menschliche Würde bis zuletzt“

„Hospiz bedeutet für mich, dass die menschliche Würde bis zuletzt im Vordergrund steht. Der Mensch wird liebevoll umsorgt, auch wenn er schwach ist, wenn scheinbar nichts mehr zu machen ist. Er kann in Würde gehen,“ meint Frau Berger.

„Der Angehörige kann im Pflegen eine große Stärke entwickeln“, sagt Frau Berger: „Die Hospiz-Gemeinschaft hat mir diese Stärke gegeben. Manchmal fühlte ich mich als pflegende Angehörige in meinen Sorgen allein gelassen. Aber durch die MitarbeiterInnen des Hospiz wusste ich, dass mir jemand mit Rat und Tat, Tag und Nacht zur Seite steht.“

Abschied Nehmen sei trotz allem auch eine positive Erfahrung. Frau Berger konnte nach dem Tod ihres Vaters ihren inneren Frieden finden: „Es ist alles so gelaufen, wie ich es mir gewünscht habe. Er durfte in Liebe und Geborgenheit sterben.“

Die Hospizbewegung in Tirol mit Ihrer Spende fördern!

Christine Berger ist förderndes Mitglied und unterstützt die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft mit ihrer regelmäßigen Spende. Helfen auch Sie mit Ihrer Spende, dass immer mehr schwerkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen „Liebe und Geborgenheit bis zuletzt“ erfahren dürfen.

Weiterführende Links:

Weiterlesen

UNSER NEWSLETTER

Termine, Aktionen, Themen. Bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Hotline: 0810 96 98 78

Für Betroffene & Angehörige | Mo-So 8-20 Uhr

Kontakt: 05223 43700

Für allgemeine Anfragen