Buchtipp: Clemens Sedmak – hoffentlich.

10. November 2020 | von

Gerade in Krisenzeiten haben wir oft das Bedürfnis uns auszutauschen – nicht alleine zu sein heißt auch nicht alleine gelassen zu sein. Der Philosoph Clemens Sedmak hat deshalb den aufgezwungenen Stillstand als Einladung genommen zum persönlichen Innehalten, zum Nachdenken und Gesprächeführen – mit anderen und mit sich selbst.

Entstanden sind so fiktive Gespräche der unterschiedlichsten Art: mit einem Journalisten und einer Therapeutin, mit einer Theologin, einem Historiker, einem Dichter, mit einer Mystikerin, und einem Geschichtenerzähler, mit einer Philosophin uva. Sie machen deutlich, dass die vom Corona-Virus ausgelöste weltweite Krise eine neue Verantwortung, eine neue Notwendigkeit zu verstehen mit sich bringt – und eine Zeit kreativer Neuaufbrüche sein kann.

Clemens Sedmak legt hier kein Trostbuch vor, das uns vormachen will, alles sei nicht so schlimm, und es ist auch kein Rezeptbuch, das ein Programm zum guten Leben in wenigen Schritten verspricht. Es ist ein Hoffentlichkeitsbuch. Billiger Optimismus wäre blind und naiv und vorschnell, schreibt Clemens Sedmak, teure Hoffnung hingegen sei „bewohnte Hoffnung“, die mit Leben gefüllt ist: „Die Hoffnung, die wir brauchen, ist wie ein Gemeinschaftsgarten, zu dem alle beitragen können, von dem aber auch alle ernten können.“

Der Autor

Clemens Sedmak, geb. 1971, ist Theologe und Philosoph. Nach Professuren an der Universität Salzburg sowie am King’s College in London sowie Gastprofessuren in Nairobi, Manila, Mexico City, Dublin, Jena und Wien lehrt er nun Sozialethik an der University of Notre Dame (USA) und leitet das Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg. Der Vater dreier Kinder ist Autor zahlreicher Bücher, die sich mit den Fragen nach dem Sinn des Lebens beschäftigen, darunter „Das Gute leben“, das in fünfter Auflage vorliegt.

Clemens Sedmak

hoffentlich.

Gespräche in der Krise
160 Seiten, 11 x 18 cm, gebunden
Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 2020

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