Was kann ich für Dich tun?

14. Juli 2020 | von

„Niemals zuvor in der Geschichte haben wir uns so hygienisch und mit Abstand von Sterbenden verabschiedet.“Die bei uns seit März 2020 alle gesellschaftlichen Bereiche durchdringende „Corona-Zeit“ hat den Tod durch mediale Präsenz scheinbar aus dem Tabubereich geholt. Über Wochen haben wir am Beginn einer jeden „Zeit im Bild“ die Zahl der mit dem Coronavirus Verstorbenen als statistische Entwicklung wahrgenommen – eine Zahl, die als Indikator für den Erfolg unserer gesellschaftlichen Anstrengungen gilt.

Nicht an den Abstand gewöhnen

Vor diesem Hintergrund stehen wir als Hospizbewegung vor einer besonderen Herausforderung, sehen wir doch unseren Grundauftrag in der Zuwendung, der Berührung und dem bewussten persönlichen Abschiednehmen. Besonders jetzt gilt es mehr denn je, den Blick (wieder) von der Quantität der Sterbefälle hin zur Qualität des Sterbens zu wenden, von der Einhaltung von Regeln und Verordnungen hin zu zentralen Fragen: „Wie geht es dir eigentlich? Was brauchst du und was kann ich für dich tun?“ Wir sollten uns nicht an den Abstand gewöhnen, auch nicht an den Abstand zu unserer Endlichkeit, zur Tatsache des Todes. Im Psalm 90 heißt es: „Lehre uns zu bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ Wenn es uns mit diesem Jahresbericht gelingt, Ihnen eine Nähe zu unserem Bemühen zu vermitteln, Ihnen das Denken einiger unserer engagierten Mitarbeiter*innen und ehrenamtlichen Begleiter*innen näherzubringen, Sie persönlich zum eigenen Tun und zur Zuwendung an Ihre Lieben zu bewegen, dann treffen die folgenden Seiten ihre Bestimmung. Denn „es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern unsere Meinung über die Dinge“. (Seneca)

Werner Mühlböck (Geschäftsführer)
Christine Haas-Schranzhofer (Pflegedirektorin)
Andrea Knoflach-Gabis (Ärztliche Direktorin)

Hier können Sie den aktuellen Jahresbericht 2019 als PDF herunterladen!

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Foto: Tiroler Hospiz-Gemeinschaft/Gerhard Berger

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