Alles in einer Hand

28. November 2019 | von

„Hier habe ich alles in einer Hand, in einem Haus, und darum bin ich gerne da. Im Tageshospiz habe ich Gesellschaft, eine gute medizinische und pflegerische Versorgung und einen Tagesablauf “, erzählt Robert.

Robert hat auf der Klinik durch die Psychiaterin, die auf der Neuroonokologie arbeitet, vom Tageshospiz erfahren. Sie hat es ihm empfohlen. Robert hat einen Hirntumor. „Die mittlere Lebenserwartung bei der Diagnose ist um die zwanzig Monate und ich habe die Erstdiagnose vor fünf Jahren bekommen. Ich habe die Standardtherapie jetzt schon zum zweiten Mal durch. Beim zweiten Mal war es wesentlich härter für mich“, fasst Robert seine Situation zusammen.

Medizinische Versorgung und eine barrierefreie Dusche

Robert kommt an allen drei Tagen, an denen das Tageshospiz geöffnet hat. „Was ich auch sehr genieße, ist die medizinische Betreuung“, sagt er: „Ich kann mich bei Fragen jederzeit an die Ärztin wenden. Wenn ich alles einzeln organisieren müsste, wäre es viel mehr Aufwand.“ Besonders die Möglichkeit, die barrierefreie Dusche zu benützen, erleichtert Robert seinen Alltag.
Robert schätzt auch die Gesellschaft der anderen Patient*innen und Mitarbeiter*innen. „Sonst sitze ich daheim alleine herum und beschäftige mich mit irgendetwas, zum Beispiel mit Lesen, das kann ich hier genauso machen. Ich kann mich aber auch mit den anderen zusammentun und habe Gesprächspartner. Das ist schon etwas anderes.“ Für Robert ist es nicht immer einfach, wenn er den Zustand der anderen Patient*innen sieht, die schlechter beisammen sind als er, oder wenn ein anderer Patient verstirbt.

Die eigene Krankheit verstehen

„Natürlich bereitet mir meine Krankheit Sorgen, aber im Tageshospiz kann ich alles auch mit der Ärztin und der Psychologin absprechen. Dass jemand zum Reden da ist, erleichtert mir den Umgang mit der Krankheit schon sehr. Wenn ich in der Klinik einen Befund bekomme, dann kann ich ihn hier nochmals besprechen. Es ist für mich auch wichtig, dass ich das Ganze verstehe.“
Bis vor Kurzem hatte Robert noch den Traum, dass er wieder arbeiten gehen kann. Jetzt hat er eingesehen, dass das nicht mehr gehen wird. Aber er wünscht sich, dass er sich so weit stabilisiert, dass er wieder sporteln kann, wie er es früher immer gerne getan hat.

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