Der Weg zum ÖÄK-Diplom Palliativmedizin

28. März 2018 | von

Am 24. März 2018 konnte der Lehrgang zum ÖÄK-Diplom Palliativmedizin 17/18, der insgesamt bereits zum achten Mal in enger Kooperation mit der Ärztekammer für Tirol durchgeführt wurde, erfolgreich abgeschlossen werden.

Dieser Lehrgang befähigt zur qualifizierten medizinischen Betreuung von Menschen mit einer lebensbegrenzenden Erkrankung. Nach Absolvierung dieser Weiterbildung kann das ÖÄK-Diplom Palliativmedizin bei der Österreichischen Akademie der Ärzte beantragt werden.

Im Ludwig-Winkler-Saal der Ärztekammer wurde 20 Ärztinnen und Ärzten das Zertifikat überreicht. Wir gratulieren allen Teilnehmenden herzlich zu ihrem Abschluss und wünschen ihnen für ihre berufliche Tätigkeit alles Gute.

Im Zeitraum von Oktober 2017 bis März 2018 wurde an insgesamt sieben Blöcken fachliches Wissen zur Schmerztherapie, zu gastrointestinalen und neurologischen Symptomen, zur Atemnot und anderen Symptomen und Problemen vermittelt. Darüber hinaus wurden ethische, rechtliche, psychische und psychosoziale Aspekte diskutiert und die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, typische Gesprächssituationen in der Betreuung am Lebensende kennenzulernen und zu üben. Außerdem wurde ein Bewusstsein für die spirituellen Fragen, die sich angesichts des begrenzten Lebens stellen, geschaffen und die Bedeutung der Selbstsorge verdeutlicht. Die Teilnehmenden profitierten nicht nur von den Lehrinhalten, sondern auch von den Erfahrungen der Lehrgangsleitung und der KollegInnen. Als äußerst interessant und hilfreich wurden die Fallpräsentationen beschrieben, sie skizzierten nicht nur die Vielschichtigkeit palliativer Fälle, sondern zeigten auch, dass jede Betreuungssituation ganz individuell zu sehen und zu beantworten ist.

Rückblickend wurde der Lehrgang von den AbsolventInnen als informativ und lehrreich beschrieben, die Lehrgangsleitung als motivierend empfunden. Besonders hervorgehoben wurde die wertschätzende und kollegiale Atmosphäre.

„Es konnten gut brauchbare Werkzeuge für den Arbeitskontext vermittelt werden. Pauschallösungen gibt es nicht.“, resümierte eine ÄrztIn.

Mit dem Lehrgang wurde die Gesamtheit der palliativen Versorgung dargestellt und die ÄrztInnen haben neue Ideen im Umgang mit ihren PatientInnen gewonnen. Was nehmen sie mit? „Mehr Sicherheit im Umgang mit palliativen Patienten und auch mehr Mut zur Kreativität in der Betreuung.“, bringt es eine TeilnehmerIn auf den Punkt.

Der nächste Lehrgang im Umfang von 60 Unterrichtseinheiten startet im Herbst 2018, die Ausschreibung dazu erfolgt Mitte April. Unverbindliche Vormerkungen sind bereits ab sofort möglich unter: christiane.reichardt@hospiz-tirol.at

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