Hospizmitarbeiter*innen vergleichen immer wieder das Sterben mit einer Geburt. Das Ende gleicht in manchem dem Anfang – es ist bei jedem anders, ob leicht oder schwer ist nicht vorherzusehen. Eine vertraute Welt zu verlassen und die Reise in ein unbekanntes Land zu beginnen, ängstigt viele Menschen. Professionelle und menschliche Begleitung, die Nähe von Angehörigen, aber auch die Unterstützung durch unsere ehrenamtlichen Hospizbegleiter*innen können diese letzte Reise erleichtern.
Bewährte Strukturen geben dabei Stabilität und Orientierung, zugleich durften wir neue Projekte entwickeln und wichtige Impulse für die Zukunft setzen. Zahlreiche hauptamtliche Mitarbeiter*innen und ehrenamtliche Hospizbegleiter*innen standen Menschen in herausfordernden Lebenssituationen mit Kompetenz und Wärme bei. Ihnen gilt unser aufrichtiger Dank.
Auch unsere hospiz.palliativ.akademie trägt mit ihren Seminaren, Lehrgängen, Schulungen und anderen Veranstaltungen wesentlich dazu bei, dass unser Wissen und unsere Erfahrungen in der Gesellschaft ankommen und gelebt werden. Hier können wir auf viele Kooperationen und Netzwerke mit Partnerorganisationen, Gesundheitseinrichtungen, Gemeinden, dem Land Tirol und engagierten Unterstützer*innen bauen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Begleitung von Trauernden. Unsere Angebote wurden auch im vergangenen Jahr intensiv genutzt und zeigten, wie wichtig Räume für Austausch, Erinnerungen und Trost sind. Trauerbegleitung braucht Zeit, Verständnis und Einfühlungsvermögen.
Besonders dankbar sind wir für die große Unterstützung aus der Bevölkerung mit Spenden, ehrenamtlichem Engagement und zahlreichen Zeichen der Verbundenheit. Das gibt unserer Arbeit Rückhalt und Vertrauen. Mit Zuversicht blicken wir auf das kommende Jahr. Wir möchten Bewährtes stärken, neue Wege entwickeln und auch weiterhin Menschen in ihrer letzten Lebensphase sowie ihre Angehörigen achtsam, respektvoll und kompetent begleiten.