Tagebuch

Archiv: leben

Gedanken – Leben

15. Januar 2014 | von  | 2 Kommentare

Leuchtturm

Lass dich fallen.
Lerne Schlangen beobachten.
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein.

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Gedanken – Das Leben

27. November 2013 | von  | 1 Kommentar

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Manchmal handeln wir,
als gäbe es etwas Wichtigeres als das Leben.
Aber was?

Antoine de Saint-Exupéry

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Foto: Hugo Ascher

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Ich hab im Hospiz mein Leben noch einmal geschenkt bekommen

25. Oktober 2013 | von  | 1 Kommentar

Leben

“Meine Oma wollte zum Sterben immer ins Hospiz”: Dieses Foto hat Alexandra Gruber-Fritz von ihrer Großmutter im Hospiz gemacht.

"Das ist schon ein großes Wunder, dass ich jetzt mit meinen Lieben wieder spazieren gehen kann", freut sich Anna Fritz.

“Das ist schon ein großes Wunder, dass ich jetzt mit meinen Lieben wieder spazieren gehen kann”, freut sich Anna Fritz.

Die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft finanziert ihre Arbeit zu einem großen Teil durch Spenden.

Im vergangenen Sommer kam die 85-jährige Anna Fritz mit akutem Nierenversagen ins Krankenhaus. Weil sich ihr Zustand zusehends verschlechterte und eine Besserung nicht mehr möglich schien, kam sie ins Hospiz, um dort ihre letzte Lebenszeit verbringen zu können. Heute kann sie das Leben mit ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln wieder genießen.

Wie ist das möglich? Die Nieren von Frau Fritz hatten ihre Arbeit eines Tages eingestellt. Mit der Dialyse hätte diese Funktion zwar ersetzt werden können, aber Frau Fritz wollte diese Maßnahme nicht mehr. Sie war bereit zu sterben. Wider Erwarten erholte sich die Niere nach einigen Tagen wieder. Wenn ein Mensch eine lebenserhaltende Maßnahme nicht mehr will, so gilt es zu vermeiden, was schadet, zu lindern, was beschwert, zu fördern, was stärkt, zu trösten, was schmerzt.

Ein Team von ÄrztInnen, Pflegenden, TherapeutInnen, SeelsorgerInnen und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen kann diesen Weg unterstützen und begleiten. Manchmal mündet er im Weiterleben und nicht im Sterben. Obwohl niemand mehr daran glaubte, erholte sich Anna Fritz in der Zeit im Hospiz von Tag zu Tag.

“Mein Leben ist mir noch einmal geschenkt worden”, ist Anna Fritz ü b e r z e u g t . “Das ist schon e i n g r o ß e s Wunder, dass ich jetzt mit meinen Lieben sogar wieder spazieren gehen kann.”

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Tiroler Sparkasse,
IBAN AT66 2050 3000 0014 0285,
BIC: SPIHAT22

Hospizarbeit ist ohne Spenden nicht finanzierbar! Die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft bittet um Ihre Spende. Danke!

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Gedanken – Ein Tag am Meer

7. August 2013 | von  | 1 Kommentar

Meer

Meer

Einen Tag lang
ungestört in Muße zu verleben,
heißt, einen Tag lang
ein Unsterblicher sein.

aus China

Meer-Foto: Annelies Schneider

Weiterführende Links:

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Buchtipp – Dem Sterben Leben geben

28. Dezember 2012 | von  | 1 Kommentar

Wer Sterbende begleitet, begibt sich in einen intensiven persönlichen und zwischenmenschlichen Prozess hinein, in dessen Verlauf sich je nach Sensibilität und Dichte der Kommunikation eine veränderte Spiritualität des Begleitenden wie des Begleiteten – im schönsten Fall sogar eine gemeinsam entwickelte – ergeben kann. Für ein solches Hineinwachsen ist dieses Buch geschrieben: Wo in einem intensiven Begleitungsprozess trennende Grenzen verschwinden, kann die Spiritualität zum Halt und Rahmen werden, kann der Begleitende in seinen eigenen Lebens- und Sterbeprozess “hineinreifen”.
Die Autorin erzählt und reflektiert eine Vielzahl selbst erlebter Beispiele aus der Begleitung, berichtet über sehr menschliche, anrührende Begegnungen und spürt in immer berührenden Begebenheiten dem nach, was wirklich trägt, wenn uns “das Unausweichliche” trifft.

Dem Sterben Leben geben

Die Begleitung sterbender und trauernder Menschen als spiritueller Weg.
Nachw. v. Matthias Schnegg

von Monika Müller
Auflage 4
192 Seiten;
2004 Gütersloher Verlagshaus

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Weil es jetzt notwendig ist – 20 Jahre Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

17. Dezember 2012 | von

„Ein neues Tageshospiz – eine Entlastung für Angehörige.“ Werner Mühlböck

„Auf die Zukunft ist kein Verlass – das Leben spielt sich in der Gegenwart ab.“ In diesem Zitat und bei vielen anderen Gelegenheiten wurde die Ärztin und Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross nicht müde, auf die Wichtigkeit des Moments hinzuweisen. Die Summe der Momente macht schließlich unser Leben aus. Demgemäß wurde auch die Vision der Hospizbewegung in Tirol von der Melodie des Hier und Jetzt begleitet. Das Handeln der ersten Vorsitzenden der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, Margit Klingan, war nicht durch große Ziele und langfristige Perspektiven geprägt. Die Basis des Handelns bildete ein feines Gehör für die Nöte von Menschen und das Gespür für das jetzt Notwendige. Spontan, weil es jetzt notwendig ist. Der Weg der letzten 20 Jahre war geprägt von Mut, Aufbruch und Konzentration auf das Wesentliche. In dieser Melodie gehen wir weiter. Neben der Entwicklung der Regionen geht es jetzt darum, der Hospiz- und Palliatividee in Form eines neuen „Hospiz-Hauses“ einen Ort zu geben und pflegende Angehörige durch ein Tageshospiz zu entlasten – weil es jetzt notwendig ist.

Werner Mühlböck, Geschäftsführer Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

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Dem Leben mehr Leben geben

18. Juli 2012 | von

„Unser aller Leben ist, unabhängig davon wie kurz oder wie lange es ist – lebenswert!“ Susanne Riml

Als ich 2003 die Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizbegleiterin machte, war mir nicht bewusst für welch ein breites Spektrum an Tätigkeiten ich in den kommenden Jahren zuständig und verantwortlich sein würde.

Hospizbegleitung heißt Lebensbegleitung

Das Hauptanliegen von ehrenamtlichen HospizmitarbeiterInnen ist, schwer kranken und sterbenden Menschen bestmögliche Lebensqualität bis zuletzt zu geben. Ehrenamtliche Hospizbegleitung bedeutet auch Angehörige in dieser schweren Situation zu unterstützen, sie stundenweise zu entlasten und in der ersten Zeit der Trauer für sie da zu sein. Öffentlichkeitsarbeit spielt dabei eine wichtige Rolle. Wir alle müssen erst dafür sensibilisiert werden, dass der Tod zum Leben gehört und sterben

ein Teil unseres Lebens ist! So heißt Hospizbegleitung nicht nur Sterbe und Trauerbegleitung, sondern auch Lebensbegleitung.

Unvergesslich, lebenswerte Stunden

Dazu eine kurze Geschichte: Ich besuchte wöchentlich einen 96 jährigen Mann. Dieser wohnte alleine in einem Wohnwagen auf einem heimischen Campingplatz. Dort war er schon viele Jahre. Herr M. hatte zu seiner Familie, die in Deutschland lebte, kaum Kontakt. Er fühlte sich oft sehr einsam. Deshalb freute er sich sehr, wenn sich die Wohnwagentüre öffnete und ich mich für einige Zeit zu ihm setzte. Wir führten viele Gespräche z.B. über die Zeit, die ihm mit seinen fast hundert Jahren viel zu schnell geworden ist und über den Tod. Er wünschte sich, dass ich auch „am Schluss“ bei ihm wäre. Leider kam es dann ganz anders. Herr M. wurde, als sich sein Gesundheitszustand verschlechterte, von einem seiner Söhne nach Deutschland gebracht, wo er wenige Tage später verstarb.

Seinen Herzenswunsch konnte ich ihm leider nicht erfüllen, aber ich durfte ihm und mir viele unvergessliche vor allem aber lebenswerte Stunden schenken. Denn unser aller Leben ist, unabhängig davon wie kurz oder wie lange es ist – lebenswert!

Ehrenamtliche Hospizbegleitung

14 Hospizgruppen mit rund 250 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen in ganz Tirol begleiten und betreuen schwer kranke und sterbende Menschen zu Hause, im Heim oder im Krankenhaus. Sie schenken Zeit und Zuwendung, entlasten Angehörige, übernehmen kleine Hilfeleistungen und unterstützen Trauernde.

Hospizteams in den Regionen Tirols

  • Innsbruck und Umgebung
  • Inzing
  • Kitzbühel
  • Kufstein
  • Landeck
  • Lechtal
  • Lienz Altenheim
  • Oberinntal – Mieminger Plateau
  • Ötztal
  • Reutte
  • Schwaz und Umgebung
  • Tarrenz, Gurgltal
  • Wipptal
  • Zillertal

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Wenn das Leben ganz Augenblick wird

10. Juni 2012 | von

„Ich sehe mich als Hüterin dieser letzten Lebensräume und Freiheiten.“ Elisabeth Zanon, Vorsitzende der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Meine Vorgängerin Marina Baldauf, eine der Pionierinnen der Tiroler Hospizbewegung, hat es mir möglich gemacht in diese Gemeinschaft während des letzten halben Jahres 2011 Schritt für Schritt hinein zu finden. Was ich während dieser Zeit erleben durfte, hat mich tief beeindruckt und von der Notwendigkeit einer derartigen Bewegung überzeugt.

Noch aus meiner Zeit als Klinikärztin weiß ich, dass die Zeit des Abschiednehmens für die Betroffenen wie für die Angehörigen eine Phase höchster seelischer und geistiger Intensität und Anspannung ist. Als ehrenamtliche Vorsitzende durfte ich jetzt auf der Hospiz- und Palliativstation in Innsbruck erleben, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Menschen in ihrer letzen Lebensphase Ruhe, Gelassenheit, Sicherheit und Menschlichkeit gepaart mit hoher Professionalität und tiefer Herzlichkeit geben. In so einer Atmosphäre kann das Sich-Einlassen auf das Hier und Jetzt möglich werden, und es gelingt, den schönen Augenblick zum Verweilen einzuladen.

Wenn das Leben ganz Augenblick wird, schwindet alles traurige Vergleichen…

Die Bedürfnisse, Hoffnungen und Erwartungen eines jeden Menschen sind im Leben wie auch im Sterben immer einzigartig und individuell. Dieser Individualität eines Lebens im Ableben gilt es, ausreichend Raum und Zeit zu geben.

Es ist meine Sorge, dass das durchaus gut gemeinte und auch teilweise notwendige Bestreben nach messbaren Standards, Qualitätskriterien und den daraus folgenden Regulierungen diese Freiräume einengt und beschneidet. Im Namen der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft sehe ich mich als Hüterin dieser letzten Lebensräume und Freiheiten eines sterbenden Menschen.

Elisabeth Zanon, Vorsitzende Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

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Gedanken – Neues Leben

26. Januar 2012 | von

Ein neues Leben können wir nicht anfangen,
aber täglich einen neuen Tag.

Henry David Thoreau

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Sterben und Tod meines Vaters

19. Dezember 2011 | von  | 1 Kommentar

Mein Vater mit seinem jüngsten Enkelkind einem Monat vor seinem Tod.

Nun ist es zwei Jahre her, dass mein Vater sein Leben beenden musste. Er hat so gerne gelebt, auch mit 80 Jahren, ja er empfand sein Leben als Geschenk.

Mit der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs, unheilbar und rascher Verlauf, kam eine gewaltige Herausforderung auf ihn zu. Nach dem ersten Schock stellte sich für ihn ein Gefühl der Neugierde ein. Er sagte selbst einmal zu mir: „Es ist seltsam, aber ich bin neugierig, ja fast euphorisch, wie es sein wird …“ Er meinte das Sterben und vor allem der Übertritt in das ewige Leben.

Die verbleibende Zeit war sehr kurz. Der Mut und die Kraft meines Vaters wurden auf eine harte Probe gestellt. Die Trauer des Abschiedes von allem und jedem überwältigte ihn, vor allem in schlaflosen Nächten. Von der Diagnose weg hatte er nur noch vier Monaten zu leben. Es war für uns Angehörige eine zu kurze Zeit – und doch, sein Leiden hätte nicht länger andauern sollen.

Bereits vor Auftauchen größerer Beschwerden kontaktierten meine Eltern die Hospiz-Gemeinschaft. Mein Vater, der immer alles genau wissen wollte, erkundigte sich eingehend, wie sich diese Erkrankung auswirken wird, mit welchen Beschwerden er rechnen muss.

Nur durch das Mobile Hospiz- und Palliativteam konnte mein Vater im letzten Monat zu Hause bleiben.

Ein Krankheitszustand, der sich so rapid verschlechtert und mit so vielen, bisher unbekannten Symptomen einhergeht, macht Angst – auch vor dem, was noch kommen mag. Nicht nur die pflegerisch-medizinische Betreuung, insbesondere das offene Gespräch, die Fürsorglichkeit, das Lachen und Weinen mit Nicht-Angehörigen waren in der letzten Zeit für meinen Vater wichtig. Dazu gehörten auch die Besuche des Pfarrers.

Meine Mutter ist nicht zu vergessen, ohne sie wäre gar nichts gegangen. Nach anfänglichem Schock und Verzweiflung wuchs sie über sich hinaus und war unglaublich stark. Ich bin dankbar für alle Zeiten, in denen ich meine Mutter ablösen konnte im Dasein für meinen Vater, ihn in so mancher Stunde „für mich allein“ gehabt und noch so manch wichtiges Gespräch geführt zu haben.

Ohne den starken, tragenden Glauben, eine unverrückbare Gewissheit, hätte es mein Vater so nicht schaffen können. Am letzten Tag seines Lebens wollte er auf die Hospiz-Station. Die Symptome waren für ihn zu belastend geworden. Er wusste, dass er nicht mehr nach Hause zurückkehren würde. Für mich und meine Mutter war es sehr schwer, als er abgeholt wurde, zu seiner letzten Reise.

Ich musste drei Anläufe nehmen, bis ich es in sein Hospiz-Zimmer schaffte ich wollte ja nicht mit Tränen erscheinen. Wie erleichtert war ich, dass sich mein Vater in der Obhut der Krankenschwestern wohlfühlte. Er schäkerte sogar mit einer Schwester, machte kleine Späße und empfing am Abend die ganze Familie. Er schlief in der Nacht wunderbar.

Am nächsten Tag schaute ich immer wieder in sein Zimmer und wartete schon darauf, dass er endlich aufwachen würde. Als ich um 15 h wieder hineinschaute, mit dem Vorsatz ihn zu wecken, da er ja an der Hl. Messe, die an diesem Tag im Hospiz stattfinden würde, teilnehmen wollte, bemerkte ich, dass er für immer eingeschlafen war … so, wie es sein Wunsch war, einfach in Frieden einzuschlafen.

Ulrike Reitmeir

Das “Mobile Bett 2012″ – Jetzt mithelfen!

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