„Ich bin mit dem plötzlichen Tod meiner Mutter alleine nicht zurechtgekommen“

Tod
Herlinde Wurzer gemeinsam mit ihrer Mutter an deren letzten Geburtstag im Juli 2012.

„Vor ziemlich genau einem Jahr ist meine 85-jährige Mutter verstorben. Sie ist wegen Durchblutungsstörungen in den Beinen in die Klinik gekommen, um mit einer Sonde die Venen dehnen zu lassen“, erzählt ihre Tochter Herlinde Wurzer. „Nach dem Eingriff, der gut verlaufen ist und sie schmerzfrei und glücklich machte, erzählte sie mir, dass sie nun immer wieder träumen würde, dass ihre Nieren versagen werden.“ Nichts deutete darauf hin, dass ihre Mutter dem Sterben schon nahe war. „Am nächsten Tag kam ich neuerlich in die Klinik, um sie zu besuchen. Wir begrüßten uns, sprachen einige Worte miteinander und plötzlich gingen die Augen auf und meine Mutter tat ihren letzten Atemzug.“

Wenn Kopf und Herz nicht zusammenkommen

Im Kopf war Herlinde Wurzer klar, dass ihrer Mutter ein wunderbar friedliches Sterben vergönnt war, wie man es jedem nur wünschen kann. In ihrem Herzen kam sie aber mit dem plötzlichen Verlust ihrer geliebten Mutter nicht zurecht. „Zum Glück rüttelte mich meine Nichte wach. Sie empfahl mir, mir helfen zu lassen.“

Wo Worte versagen, können Symbole helfen

Die Trauergruppe der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft wurde ihr im nächsten halben Jahr zu einer großen Stütze. Zu erleben, dass sie mit ihrer Trauer nicht alleine war, half ihr besonders. „Die Möglichkeit, meine Trauer ausdrücken zu können, wo Worte versagen, war für mich eine neue und bereichernde Erfahrung. Mit Ton formten wir, was die geliebte, verlorene Person für uns bedeutet.“

Für ihre Mutter modellierte sie ein großes Herz und Blumen aus Ton. „Auch wenn die Traurigkeit heute noch in Wellen kommt und geht, war und ist es unglaublich tröstlich, einfach gemeinsam traurig sein zu dürfen.“

Beginn von zwei Trauergruppen
in Innsbruck und Imst

Innsbruck
Dienstag, 11. März 2014
18.30 Uhr
Haus Marillac
Sennstraße 3, 6020 Innsbruck

Imst
Donnerstag, 13. März 2014
19.00 Uhr
Pflegezentrum Gurgltal
Pfarrgasse 10, 6460 Imst

Referent: Dr. Gerhard Waibel,
Psychotherapeut und Theologe

Die Teilnahme an den ersten zwei Abenden ist kostenfrei. Für die restlichen sieben Abende fällt ein Unkostenbeitrag von 50 Euro an.

Anmledung im Hospizbüro:
Telefon: 05 – 76 77
E-Mail: office@hospiz-tirol.at

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