Tagebuch

Archiv Monat: August 2011

Wir sind das „Extra“!

31. August 2011 | von

„Ich bin da, zum Mit–Teilen in einer schwierigen Lebenssituation.“ Elisabeth Wiesmüller

Es ist mein drittes Jahr in der mobilen ehrenamtlichen Hospizgruppe Innsbruck und Umgebung – ich bin keine lang gediente Ehrenamtliche. Doch umgibt mich die Erfahrung eines ehrenamtlichen Teams (13 Frauen, 3 Männer) ausgezeichnet durch Verlässlichkeit, Gespür, Ehrlichkeit und belebendem Humor, sowie einer ambitionierten hauptamtlichen Krankenschwester, die uns begleitet und koordiniert.

Kein Ersatz für die Familie

Ich weiß, dass ich an der Seite des sterbenskranken Menschen kein Ersatz für die Familie bin, auch nicht für den Freundeskreis und schon gar nicht für die hauptamtlichen Pflegekräfte und ÄrztInnen. Wir sind das „Extra“, die Wachenden, die Begleitenden, die Entlastenden – ich bezeichne mich auch gerne als Gesellschaftsdame. Ich bin da, zum Mit-Teilen in einer schwierigen Lebenssituation.

Auch Ehrenamtliche brauchen „Seelenfutter“

Die Arbeit der Ehrenamtlichen kann deshalb eine erfüllende und bewältigbare Tätigkeit sein, weil sie professionell begleitet wird: der gut organisierte Austausch in der regelmäßigen Teamsitzung, in der so viele Themen Platz haben, die diversen Fortbildungsmöglichkeiten, das Eingebundensein

in Entscheidungsfindungen, die unerlässliche Absicherung durch einen Telefondienst und schnelle Unterstützung im Notfall, die Ausflüge, Feste und Gottesdienste, die Rituale, die uns gut tun. „Seelenfutter“, ohne das es nicht geht. All das muss finanziert werden.

Zum Glück – auch für uns Ehrenamtliche – gibt es die treuen Spenderinnen und Spender.

Danke!

Elisabeth Wiesmüller, Ehrenamtliche Mitarbeiterin Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

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Wenn Beruf zu Berufung wird – Goldenes Ehrenzeichen für Marina Baldauf

29. August 2011 | von

Marina Baldauf (3.v.re.) im Kreise der Ausgezeichneten.

Die Vorsitzende der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, Marina Baldauf, hat im Februar dieses Jahres das goldene Ehrenzeichen des Landes Tirol für ihre Verdienste um das Sozialwesen verliehen bekommen. Stellvertretend für alle Geehrten hat Marina Baldauf dabei eine Dankesrede gehalten. Im folgenden eine Zusammenfassung ihrer Rede.

„… Ich erlebe oft in unserer Arbeit der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, wie wichtig es ist, die ganz persönlichen Ängste und Nöte schwerstkranker und sterbender Menschen zu hören und sich darauf einzulassen. In dieser letzten Lebensphase, und die steht uns allen einmal bevor, ist für die Kommerzialisierung menschlicher Bedürfnisse kein Platz mehr.

Wenn Herz und Verstand zusammentreffen

Es gehört ein ganz persönliches Inne und Werthalten dazu. Neben aller hochwertigster Professionalität und Kompetenz in der Wissenschaft und Forschung, im Sport, in der Bildung, in der Wirtschaft, in Kunst und Kultur und im kirchlichen und sozialen Bereich, … braucht es diesen emotionellen Beziehungsbogen zwischen dem ICH und dem DU zum WIR.

Ich möchte das mit Herzensbildung oder einfach als die Aufmerksamkeit des Herzens beschreiben. Sie ist wichtiger denn je, wenn wir unserer flachen, auf Wohlstand ausgerichteten und gesättigten Gesellschaft die entsprechende Lebendigkeit zukommen lassen wollen. Wenn Herz und Verstand zusammentreffen, wandelt sich der Geist und aus Beruf wird Berufung.

Freiwilligkeit als Motor einer Gesellschaft

Es braucht Zivilcourage und engagiertes Handeln um unserer eigenen Trägheit und Mutlosigkeit zu entfliehen. Die Neugierde wird uns als Urkraft beflügeln. Gerade jetzt im Jahr der Freiwilligkeit, sollte dieser Motor einer Gesellschaft zum Anspringen gebracht werden. Organisiertes freiwilliges Engagement auf allen Ebenen, gerade durch die demografische Entwicklung, werden wir zukünftig

dringend benötigen.

Dazu gehört auch eine Kultur des Gemeinsinns und nicht der Ausgrenzung. Die Haltung des Gemeinsinns wurzelt in der Sozialität des Individuums. Die Erfahrung, nicht als autonomes Einzelwesen zu leben, sondern sich im Raum von Gemeinschaften und Kulturen zu entwickeln und zu entfalten, ist für jeden Menschen elementar und existenziell.

Nicht der monotone Klang des kollektiven‚ JA Sagens‘ sollte unsere Begleitmusik sein, sondern der wachsame und klare Blick nach vorne im Sinne der Menschlichkeit.“

Marina Baldauf, Vorsitzende der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Foto: Land Tirol/Mück

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Helden der Wirklichkeit

24. August 2011 | von

"Der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft fühle ich mich seit Beginn meiner Intendanz vor über 12 Jahren verbunden." KS Brigitte Fassbaender

Für Brigitte Fassbaender, Intendantin des Tiroler Landestheaters, ist die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft eine zutiefst menschliche, wichtige und notwendige Institution.

„Ihre Helden in der Wirklichkeit?“

Diese Frage beantwortete ich vor einiger Zeit, beim Ausfüllen des Fragebogens nach Marcel Proust, mit: „Hospizpersonal“.

Der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, dieser zutiefst menschlichen, wichtigen, und notwendigen Institution fühle ich mich seit Beginn meiner Intendanz vor über 12 Jahren verbunden.

Meine Hochachtung, Respekt und Dank gelten besonders den zahlreichen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen! Sie spenden – uneigennützig – kranken und sterbenden Menschen in ihrem letzen, oft schweren Lebensabschnitt, Hilfe, Anteilnahme und Zuwendung und ihren Angehörigen Trost und Unterstützung.

KS Brigitte Fassbaender, Intendantin des Tiroler Landestheaters

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Altbischof Reinhold Stecher – Mein Dank an die Hospizbewegung

22. August 2011 | von  | 2 Kommentare

„Wenn ich an die Hospizbewegung denke, überkommt mich eine Woge von Dankbarkeit und ein neues Vertrauen in die Dynamik des Guten in der Welt.“ Reinhold Stecher

Beim großen Rundblick in die Gesellschaft und Kirche von heute kann uns so manches mit Sorge, Beklemmung und Bestürzung erfüllen, aber wenn ich an die Hospizbewegung denke, wie ich sie erlebt habe, dann überkommt mich eine Woge von Dankbarkeit und ein neues Vertrauen in die Dynamik des Guten in der Welt, das eben nicht umzubringen ist.

Ich teile diese Dankbarkeit zunächst mit den vielen, die ich besucht habe und die in diese so menschliche Atmosphäre eines umhegten und sanfteren Sterbens aufgenommen wurden.

Ehrfurcht gegenüber dem Leben

Es ist nicht nur die Kunst moderner Schmerztherapie, die manches leichter macht – es ist das Klima von Ehrfurcht gegenüber dem Leben und dem Tod und die damit verbundene Zuwendung zum Menschen, der beim Gang über die große Brücke nicht allein sein möchte. Und es ist der respektvolle Umgang mit dem jeweiligen Gewissen und der Überzeugung der Patienten, der alle aufdringliche Vereinnahmung vermeidet, auch wenn die Wurzeln dieser Hospizbewegung tief in der christlichen Botschaft verankert sind.

Ich habe diese Dankbarkeit der Betroffenen, der ich hier Ausdruck verleihe, oft erlebt. Was hat ein priesterlicher Freund vor seinem Heimgang zu mir gesagt? „Ich fühle mich hier wie in einem Viersternhotel- und bin voller Erwartung …“ Ich weiß, dass Sterben auch ein anderes, kaltes und herzloses Ambiente haben kann.

Menschlichkeit verzeichnet Siege

Ich bin der Hospizbewegung aber noch in anderer Weise dankbar. Sie ist für mich der tröstliche Beweis, dass auch in einer vordergründig orientierten Spaß-, Leistungs-, Konsum- und Profi tgesellschaft die Menschlichkeit Siege verzeichnet. Im reinen Kosten-Nutzendenken und im Verlust einer tieferen Sicht der menschlichen Würde geht ja so leicht die Ehrfurcht vor dem Menschenleben an seinem Beginn und seinem Ende unter.

Auch die Gesetzgebung beginnt sich diesen Trends anzupassen. Ungeachtet der schrecklichen Erfahrung Europas mit der Beseitigung „unwerten Lebens“ haben europäische Staaten schon dem Töten dürfen zugestimmt, wobei die eingebrachten Beschränkungen in Wirklichkeit weitgehend gar nicht überprüfbar sind.

Die Hospizbewegung hat gegenüber dem Sterben den Akzent der Ehrfurcht in die Welt von Heute gesetzt, nicht in kämpferischer Polemik und theoretischer Auseinandersetzung, sondern einfach durch schlichtes Tun, Dabeisein, Begleiten, Trösten, Beten … Und damit verweist sie das „Abspritzen“ und „Einschläfern“ dorthin, wo es hingehört: In die Barbarei.

Menschen, die den „Nagel auf den Kopf treffen“

Und ich habe gegenüber der Hospizbewegung noch einen dritten Grund und Dank: Sie ist für mich ein Beweis für das Walten des Heiligen Geistes in der Welt, der immer wieder Menschen weckt, die im Sinne der Liebe mit ihrer Aktivität sozusagen den „Nagel auf den Kopf treffen“ und die moralischen Schwachstellen und blinden Flecke einer Epoche entgegen allen Trends konterkarieren und ausgleichen.

Und ich bin immer so dankbar, wenn ich diese Zeichen des Positiven, Erfreulichen, wahrhaften Christlichen in unserer Kirche und Welt sehe. Die Hospizbewegung hat in unserem Land ein sehr positives Echo ausgelöst – weit über die Grenzen der Konfession hinaus. Sie hat unserer Gesellschaft in der Frage der Auseinandersetzung mit dem Tod eine menschlich-christliche Orientierung gezeigt, einen Hinweis auf den, der am Kreuz der Bruder aller Sterbenden geworden und alles Sterbenmüssen relativiert hat.

Altbischof Reinhold Stecher

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Ich denk an Dich in dieser schweren Zeit

19. August 2011 | von

Die drei Motive der Trauerkarten: Kreuz, Weg, Blatt

Die drei Motive der Trauerkarten: Kreuz, Weg, Blatt

Trauer- und Beileidskarten der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft schenken Mitgefühl

Mit Ihrer Trauerkarte können Sie einem Menschen in der schweren Zeit nach einem Trauerfall Ihr Mitgefühl ausdrücken. Zugleich fördern Sie die Arbeit der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft und schenken den letzten Tagen mehr Leben!

Ihre Spende von zum Beispiel 3 EUR pro Trauerkarte können Sie nach Erhalt der Trauerkarten mit dem beigelegten Spendenerlagschein an uns überweisen.

Hier erfahren Sie, wie Sie die Trauerkarten / Beileidskarten jezt anfordern können!

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„Ich habe etwas zu geben …“

17. August 2011 | von  | 1 Kommentar

Ein Teil des Teams der Regionalarbeit: Gabi Hauser: Bezirk Schwaz, Birgit Both: Leitung, Annelies Egger: Oberland (von vorne nach hinten).

Das Ehrenamt als tragende Säule der Hospizbewegung

„Ich habe etwas zu geben – nämlich meine Zeit und Aufmerksamkeit und diese möchte ich zur Verfügung stellen.“

Diesen und ähnliche Sätze höre ich oft bei den Auswahlgesprächen für die Ausbildung „Ehrenamtliche Hospizbegleitung“. Diese Aussage spiegelt gut wider, weshalb das Ehrenamt eine tragende Säule für die Hospizbewegung ist. Darüber hinaus zeigt sie, dass die ehrenamtliche Arbeit eine (zivil)gesellschaftliche Haltung ist.

Sterben und Tod enttabuisieren

Ehrenamtliche HospizbegleiterInnen schenken viel Zeit und sind die Seele der Hospizbewegung. Ihr Engagement reicht weit über die konkrete Begleitung von Menschen am Lebensende hinaus: Mit Informationsveranstaltungen, Besuchen an Schulen, Ausstellungen, Pressekontakten usw. tragen sie dazu bei, die gesellschaftliche Tabuisierung von Sterben,

Tod und Trauer aufzubrechen. Mit der geschenkten Zeit pflegen sie Werte unserer Gesellschaft, die nicht mit den gesellschaftlich hoch anerkannten Geldwerten zu messen sind: das sind unter anderem wertvolle Begegnungen, die ein „Sich Mit-teilen“ möglich machen.

Nicht besser sein als andere

Ehrenamtlichkeit darf aber niemals ein „Besser-Sein-Wollen“ im Sinne von „ich weiß, wie es geht“ sein. Eine solche Haltung würde an der Menschenfreundlichkeit vorbei gehen und nicht fruchten. Vielmehr geht es hier um eine Haltung des Gebens und Nehmens. Mit dieser Haltung erfährt man Freude und Lust, die ein Miteinander um des Miteinanders willen möglich macht.

Birgit Both, Leitung Regionalarbeit

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Innig berührt, von der Vergänglichkeit, staunend über die Wunder des Lebens

15. August 2011 | von

Rosmarie Mair, bekam mitten im Schmerz, ein großes Geschenk. Rosmarie Mair (1. v. li.) und die Hospizgruppe Wipptal

Was motiviert dich, Menschen in der letzten Lebensphase zu begleiten?

Als 8-Jährige sah ich meine Oma tot in ihrem Bett aufgebahrt. Sitzend, weil sie einen gekrümmten Rücken hatte. Die Stille und der Friede der von ihr ausging, beeindruckten mich sehr. Der Tod verlor seinen Schrecken.

Unser Sohn verstarb in Ghana. Dass seine Freundin bei ihm war und dass wir den Sarg nach der Überstellung noch einmal öffnen durften, empfand ich, mitten im Schmerz, als großes Geschenk.

Bei Sitzwachen im Altersheim ist es mir wichtig, besonders auf Gesten und Worte der Sterbenden zu achten, horchend, was sie noch brauchen könnten oder was sie sagen wollen. Den Angehörigen letzte Zeichen mitteilen zu können, finde ich wertvoll. Stellvertretend für sie kann ich auch danken für die Liebe des Sterbenden und Gott um Beistand und Hilfe bitten für ihre Reise in die andere Welt. Ich werde dabei auf die innigste Art von der Vergänglichkeit des Lebens berührt und das hilft mir, mein Leben, meine Beziehungen in Ordnung zu halten.

An welches besonders einprägsame Erlebnis in der Begleitung erinnerst du dich?

Eine Frau, die ich über lange Zeit regelmäßig besuchte, sagte mir, als ich mich von ihr verabschiedete: „Jeder geht gern heim. Auch ich werde hingehen wo ich her bin. Ich bin dankbar für meine guten Eltern.“ Bei der Tür drehte ich mich noch einmal um. Sie winkte mir zu, still und friedlich und ich „wusste“, dass ich sie nächste Woche nicht mehr lebend antreffen werde. So war es auch. Sie verstarb unter dem Bild ihrer Eltern und Geschwister. Als ich dann an ihrem Totenbett saß, erinnerte ich mich an ihre Gesten und Worte – erfüllt von tiefer Dankbarkeit.

Was gibt dir die Kraft für diese herausfordernde Tätigkeit?

Die Kraft kommt aus meinem Innersten. Sie wird genährt vom Staunen über die Wunder des Lebens. So vieles ist unerklärlich. Ich fühle mich eingebunden in ein großes Ganzes. Nichts geht verloren. Die Psalmen lehren mich, wie Menschen, die lange vor mir lebten, Gott erfahren haben.

Ich teile diese Erfahrungen. „Er stillt mein Verlangen, er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.“ „Du hast mir Raum geschaffen als mir angst war.“ Das stärkt mich.

Rosmarie Mair, Hospizgruppe Wipptal

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Die extramurale palliative Versorgung in Tirol

12. August 2011 | von

Die gegenwärtige Situation

Gemessen an der Anzahl der spezialisierten Hospiz- und Palliativeinrichtungen gehört Tirol zu den Schlusslichtern der österreichischen Bundesländer. Dies betrifft insbesondere den extramuralen Bereich. Für die 706.873[1] Einwohner Tirols gibt es seit 1993 nur ein Mobiles Palliativteam, welches in und um Innsbruck knapp 200.000 EinwohnerInnen versorgt. Das Team besteht aus neun qualifizierten MitarbeiterInnen (5,3 VZÄ) aus den Bereichen der diplomierten Pflege, Medizin und Sozialarbeit. Den zu Hause betreuten PatientInnen steht eine 24stündige Rufbereitschaft sieben Tage die Woche zur Verfügung. Ergänzend dazu schenkt ein Team von 17 ehrenamtlichen HospizbegleiterInnen Zeit und Zuwendung. Das primäre Ziel des Mobilen Palliativteams ist es, auch in schwierigen Situationen durch qualifizierte Betreuung den Verbleib zu Hause in der letzten Lebensphase zu ermöglichen, wobei auch ein Pflegeheim das aktuelle Zuhause sein kann. Für Auskünfte und Beratung wurde für das gesamte Bundesland eine Hotline eingerichtet, die von Montag bis Sonntag von 08.00 bis 20.00 Uhr unter Tel. 0810 969 878 erreichbar ist.

Der Weg in die Zukunft

Im Jahr 2006 ist auf der Basis des ÖBIG-Konzeptes[2] ein regionalspezifisches Konzept für das Bundesland Tirol entstanden, dessen Eckpfeiler die Stärkung der Regelversorgung, die Aus- und Weiterbildung und die Etablierung regionaler Vernetzungsstrukturen sind.

Als ein Schritt in der Übersetzung dieses Konzeptes ist 2008 der Auftrag des Tiroler Gesundheitsfonds zur Umsetzung des Konzepts in zwei regionalen Modellprojekten erfolgt. Die Erkenntnisse daraus sollen Basis für den weiteren Ausbau sein.

Modellprojekte

Noch im ersten Halbjahr 2011 starten in den Modellregionen Außerfern und Osttirol konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der extramuralen Palliativversorgung.

2009 und 2010 wurde unter breiter Beteiligung der Menschen in den Modellregionen Außerfern und Osttirol ein Maßnahmenpaket geschnürt, das einerseits der Entwicklung einer gemeinsamen Versorgungskultur dient, andererseits unterstützende Strukturen vorsieht. Das Gelingen von palliativer Betreuung in Versorgungsnetzwerken ist nur bedingt über spezialisierte Strukturen zu leisten. Vielmehr sind die gute inhaltliche Abstimmung der Betreuenden, ein gutes Übergangsmanagement vom Krankenhaus nach Hause oder ins Pflegeheim und ein gemeinsames Versorgungsverständnis essenzielle Voraussetzungen. Diesem Ziel haben spezialisierte Strukturen in erster Linie zu dienen.

Den ausführlichen Artikel können Sie hier als PDF herunterladen!

Dr. Elisabeth Medicus, Ärztliche Leiterin Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Werner Mühlböck, Geschäftsführer Tiroler Hospiz-Gemeinschaft


[1] Amt der Tiroler Landesregierung, Landesstatistik Tirol, August 2010

[2] Das Konzept „Abgestufte Hospiz- und Palliativversorgung“ wurde im Jahr 2006 für die Gesundheit Österreich GesmbH erarbeitet. Es enthält grundlegende Definitionen und Qualitätskriterien.

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Der Verlust eines geliebten Menschen – Wenn Angehörige trauern

10. August 2011 | von

"Der Verlust eines geliebten Menschen" - Trauerbroschüre der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Die neue Trauerbroschüre der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft ist eine Hilfestellung für Angehörige, die einen geliebten Menschen verloren haben.

Wir senden Ihnen die Trauerbroschüre auf Wunsch gerne per Post zu:

Tel. 0512/7270-38
E-Mail: office@hospiz-tirol.at

Hier können Sie die Trauerbroschüre als PDF downloaden!

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