Tagebuch

Archiv Monat: Mai 2011

Gedanken – Knospen keimen

30. Mai 2011 | von

... neue Knospen ...

Man sieht die Blumen welken
und die Blätter fallen,

aber man sieht auch die Früchte reifen
und neue Knospen keimen.

Johann Wolfgang von Goethe

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Der „Runde Tisch“ als Instrument in der Palliativbetreuung

27. Mai 2011 | von  | 1 Kommentar

Wenn eine schwere Krankheit immer weiter fortschreitet, müssen Entscheidungen getroffen werden: Was ist für den Patienten bzw. die Patientin jetzt sinnvoll und wichtig, was sollte getan, was unterlassen werden? „Diese Entscheidungen dürfen wir nicht den Schwerkranken überlassen“, hielt Dr. Steffen Eychmüller fest, als er beim Palliativforum am 12. Mai 2011 über den „Runden Tisch“ als Instrument in der Palliativbetreuung referierte. Der Leiter des Palliativzentrums St. Gallen in der Schweiz hat sehr viel Erfahrung mit dieser Methode. Der „Runde Tisch“ ist ein Gespräch, in der Regel im Krankenhaus, in dem alle Beteiligten – von der kranken Person über die Angehörigen bis zu den verschiedenen betreuenden Berufsgruppen – zusammenkommen. Ziel ist u.a., dass alle gut informiert sind und dass die Bedürfnisse des Patienten bzw. der Patientin im Mittelpunkt stehen.

PatientIn lädt ein

„Wir besprechen vorher mit dem Patienten, wer zu diesem Gespräch kommt und was in dieser Runde besprochen werden soll – und was nicht besprochen werden soll. Der Patient lädt ein und er weiß selbst am besten Bescheid, davon gehen wir aus. Er darf mit dem Gespräch nicht überfordert werden“, erklärte Steffen Eychmüller.

Als Indikationen für die Einberufung eines „Runden Tisches“ nannte Eychmüller erstens Notfälle und Krisen, zweitens die Notwendigkeit von Information, Zielsetzung und Priorisierung und drittens die Austrittsplanung mit Besprechung der Aufgabenteilung. Neben vielen anderen Dingen, die zu beachten und zu berücksichtigen sind, betonte er, dass der Hausarzt bzw. die Hausärztin in Entscheidungen mit einbezogen werden sollte: „Aus der Spitalsperspektive kann es leicht passieren, dass man das vergisst. Häufig entscheiden diejenigen, die den Betroffenen am kürzesten und am wenigsten kennen, nämlich die Betreuenden im Krankenhaus.“

Dr. Steffen Eychmüller: „Durch ein Gespräch am ‚Runden Tisch’ können Erwartungen realistischer werden.“

Es sei für alle Beteiligten gut, Erwartungen auszusprechen und zu überprüfen, ob sie realistisch sind. „Zwischen Ist und Soll wird viel gelitten“, sagte Steffen Eychmüller und plädierte dafür, „auch die kleinen Erfolge zu feiern.“

Qualität des Sterbens verbessern

Im Kantonsspital St. Gallen gehört der „Runde Tisch“ zu den täglichen Aufgaben der MitarbeiterInnen des Palliativzentrums, in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Stationen. Es habe sich bewährt, dafür einen fixen Zeitpunkt jeden Tag zu reservieren, der bei allen Berufsgruppen im Kalender steht, berichtete Steffen Eychmüller. Die Einberufung eines „Runden Tisches“ werde damit selbstverständlicher, man würde den scheinbaren Aufwand weniger scheuen. „Scheinbar“ deswegen, weil der runde Tisch ein Instrument ist, das – richtig eingesetzt und gut geleitet – Kosten senken kann. „Etwa 35% Kosten können durch solche Gespräche eingespart werden“, berichtete Steffen Eychmüller, unter anderem deshalb, weil sinnlose Behandlungen eingestellt werden und die Betreuung besser koordiniert werden kann. „Es ist erwiesen: Je höher die Kosten, desto schlechter die Qualität des Sterbens. Das sind Good News“, befand der Palliativmediziner, denn wenn Maßnahmen, die die Qualität erhöhen, auch die Kosten senken, sollte es eigentlich leichter sein, diese in die Systeme zu implementieren.

Weitere Informationen zum nächsten Palliativforum der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft erhalten Sie hier!

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Mai-Ausgabe des Newsletters erschienen

27. Mai 2011 | von

Neuer Newsletters erschienen - Themen: Motivation ehrenamtlicher MitarbeiterInnen, Projekt "Hospiz macht Schule" und die Herausforderung "Demenz"

Der Newsletter der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft informiert Sie ab sofort 4x jährlich über aktuelle Themen der Hospizbewegung in Tirol.

Hier können Sie die aktuelle Ausgabe des Newsletters online nachlesen!

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Schreiben Sie uns einfach ein Mail: office@hospiz-tirol.at (Betreff: Newsletter) oder nutzen Sie das Anmeldungsformular in der rechten Spalte.

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Eine Feuerstelle für die Hospizbewegung

25. Mai 2011 | von

„Durch nichts kann der persönliche Kontakt ersetzt werden.“ Marina Baldauf

Wieder ist es Zeit, innezuhalten und auf unsere Arbeit im vergangenen Jahr zurückzuschauen.

Neben einer erfolgreichen Spenden- und Bausteinaktion für das Mobile Hospiz- und Palliativteam, vielen interessanten und gut besuchten Bildungsveranstaltungen, haben wir uns im Jahr 2010 besonders bemüht, unser ehrenamtliches Angebot in ganz Tirol zu stärken, zu bündeln und bestmöglich zu organisieren. Es bewährt sich sehr, dass hauptamtliche Mitarbeiterinnen unsere Ehrenamtlichen-Einsätze koordinieren. Sie knüpfen und halten Kontakt zu Krankenhäusern, Altenheimen, Sozialsprengeln, und vielen anderen Einrichtungen, sowie zu HausärztInnen. Sie bemühen sich, alle betreuenden Personen so gut wie möglich miteinander zu vernetzen – zum Wohle schwer kranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen.

Für mich ist es faszinierend zu sehen, wie sehr unsere MitarbeiterInnen durch ihr großes Engagement und ihren Einsatz die Herzen der Menschen erreichen. Durch nichts kann dieser persönliche Kontakt ersetzt werden. So ist es wunderbar zu sehen, wie sehr sich die Hospizbewegung, wie eine Welle mit immer weiteren Kreisen, in unserem Land ausbreitet.

Wenn ich die letzten Jahre Revue passieren lasse, dann staune ich, wie vielseitig unsere Arbeit geworden ist.

Diese Vielseitigkeit unserer Aufgaben macht es aber auch notwendig, sich immer wieder auf das Wesentliche zu besinnen. Es ist unsere Aufgabe sicherzustellen, dass die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft wie eine nährende Feuerstelle für die wachsende Hospizbewegung ist und bleibt.

Danken möchte ich allen haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen für ihre Kraft, ihre Loyalität und für den Zusammenhalt in so manch schwieriger Situation.

Marina Baldauf, Vorsitzende Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

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Hospiz Konzert – Maurice Ravel: Rhapsodie espagnole

23. Mai 2011 | von

Die Rhapsodie espagnole wurde von Maurice Ravel in den Jahren 1907 und 1908 komponiert und ist eines seiner ersten großen Werke für Orchester.

Die Rhapsodie espagnole wurde von Maurice Ravel in den Jahren 1907 und 1908 komponiert und ist eines seiner ersten großen Werke für Orchester. Er reflektiert hier, ähnlich wie in seinem berühmten Bolero, die spanische Musiktradition, ohne Elemente der spanischen Volksmusik direkt zu zitieren. Er lässt iberisches Kolorit in seine Rhapsodie einfließen und verbindet dieses mit seinen künstlerisch anspruchsvollen Ideen.

Im ersten Satz „Prélude à la nuit“ wird eine viertönige, absteigende Figur ständig wiederholt. Sie erscheint zuerst in den Streichinstrumenten und später in den Hörnern, Klarinetten und Oboen.

Der scherzoartige zweite Satz „Malagueña“ wird geprägt von einem rhythmisch betonten Tanzthema, das sich zunehmend steigert.

Der dritte Satz „Habanera“ greift auf eine Komposition aus der Konservatoriumszeit des Komponisten zurück. Ravel orchestrierte das Stück aus dem Zyklus „Sites auriculares“ für zwei Klaviere (1895/96) mit seinen tangoartigen Verschleifungen.

Der turbulente vierte Satz „Feria“ lässt das Thema des ersten Satzes anklingen und ist geprägt von den orchestral glänzenden Rahmenteilen, die von Tanzelementen der nordspanischen Jota beherrscht werden.

Weitere Informationen zum 8. Hospiz-Konzert am 19. Juni 2011 erhalten Sie hier!

Hier können Sie den Folder zum 8. Hospiz-Konzert als PDF downloaden!

Foto: BOL . Winkler

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Gedanken – Herz

20. Mai 2011 | von

... dein Herz öffnen ...

Willst du nicht dein Herz öffnen, zu hören,
was Regenbogen und Sonne lehren?

Ralph Waldo Emerson

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Herausforderung „Demenz“

19. Mai 2011 | von  | 1 Kommentar

Mit viel LIEBE, Respekt, offenem Herzen, offenen Ohren und Augen diesen einzigartigen, wertvollen Menschen (mit SEINER reichen Lebensgeschichte) begegnen.

Die Hospizgruppe Bezirk – Landeck durfte an den Fortbildungen über Demenz mit Barbara Kleissl teilnehmen. Zusammenfassend möchten wir in 3 Fragen unsere Erfahrung mitteilen:

1) Wie würdet Ihr das Krankheitsbild DEMENZ in einfachen Worten beschreiben?

“Das Gedächtnis (bes.Kurzzeit) erkrankt – die Vergesslichkeit nimmt zu. Im fortgeschrittenen Stadium werden Menschen, Orte, Dinge aus dem Gedächtnis gelöscht. Der Erkrankte findet sich im Alltag immer schlechtere zurecht – er leidet unter Orientierungslosigkeit. Es kommt zu körperlichen und geistigen Einschränkungen. Es kommt zum Verlust der Persönlichkeit.  Gefühle / Emotionen bleiben, können aber dem Ereignis nicht mehr zugeordnet werden.

Im Bücherregal der Lebensjahre fallen immer mehr Bücher zu Boden.”

2) Wie kann die Lebensqualität verbessert werden?

“Das Vermitteln von Sicherheit, Vertrauen, Geborgenheit und Zugehörigkeit ist wichtig. Das Ernstnehmen der betroffenen Person – auf der Gefühlsebene begegnen. Eine angenehme, RUHIGE Atmosphäre schaffen – KEINE Reizüberflutung, KEINE Über-/ Unterforderung.”

3) Welche Kommunikationstipps im Umgang mit demenzkranken Menschen gibt es?

“Immer in RUHE und ganz DASEIN kommen!

Gestik und Tonfall ist wichtiger als der Inhalt (Ruhe!!). In kurzen, klaren Sätzen sprechen – nur 1 Thema ansprechen. Mit Berührung kann man die Botschaft unterstützen und Zuneigung zeigen. Demente leben oft in der Vergangenheit – nicht in die Realität zurückzwingen, sondern versuchen, in IHREN Schuhen zu gehen – spiegeln.

Wissen weniger mit Worten sondern besser mit Erkennen / Fühlen/ Riechen etc. aktivieren. Lärm und Reizüberflutung meiden – Anweisungen langsam/ hintereinander anordnen. LOB aussprechen und KEINE Zurechtweisungen. Mit Musik / Gesang kann man die Menschen noch oft erreichen. Humor reichlich einsetzen: Lachen tut der Seele gut!!”

Resümee:

Mit viel LIEBE, Respekt, offenem Herzen, offenen Ohren und Augen diesen einzigartigen, wertvollen Menschen ( mit SEINER reichen Lebensgeschichte) begegnen.

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Das Göttliche, das uns trägt…

16. Mai 2011 | von

Der Ehrenamtlichentag findet jedes Jahr statt: die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft werden eingeladen gemeinsam einen Tag zu verbringen: sich selbst auftanken, Gemeinsamkeit erleben, neue Inputs erhalten – dies alles ist an diesem Tag möglich. Heuer stand der Tag unter dem Motto „Das Göttliche, das uns trägt“ und fand am 7. Mai 2011 im Haus Marillac in Innsbruck statt …

Einen Tag lang Zeit nehmen und innere Türen öffnen für neue Inhalte, für Begegnungen und für ein sich selbst begegnen können

Musik hilft Grenzen zu überwinden, Gemeinsamkeit zu erleben. So haben sich auch die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen unter professioneller Anleitung ganz der Musik hin-geben können

Sich austauschen, verschiedene Erfahrungen und Perspektiven zu einem Thema sind oft sehr hilfreich um den eigenen Weg, die eigene Lösung finden zu können.

Hugo Klingler konnte einen ersten Einblick in die buddhistischen Lehren geben.

Es war ein wunderschöner Tag. Gemeinsam konnte man in der Sonne sitzen, genießen und erzählen.

Auch das leibliche Wohl durfte nicht zu kurz kommen

Christian Sint, der Seelsorger auf unserer Palliativ- und Hospizstation, hat zum Thema „symbolische Kommunikation“ ein Seminar angeboten.

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Wir sagen Danke – SpenderInnen und fördernde Mitglieder

16. Mai 2011 | von

"Ich spüre eine große Kraft, die uns in unserem gemeinsamen Anliegen trägt." Werner Mühlböck (Geschäftsführer der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft)

Die winzigen hellgrünen Blätter der Sträucher, die jetzt überall hervorbrechen, zeigen uns die unerschöpfliche Kraft der Natur zum immer wiederkehrenden Neubeginn. Der Abschied des Herbstes wandelt sich in die hoffnungsvolle Lebenskraft des beginnenden neuen Jahres.

Das Frühjahr ist, trotz aller Krisen auf dieser Welt, eine Zeit der Hoffnung und der Auferstehung. Wie Goethe sagt, sind wir uns unserer eigenen Kräfte und Möglichkeiten oft nicht bewusst.

In diesem Sinne darf ich auch voll Dankbarkeit auf die wachsende Hospizbewegung in unserem Land blicken. Ich spüre eine große Kraft, die uns in unserem gemeinsamen Anliegen trägt. Durch Ihre Spende können wir sterbende Menschen und ihre Angehörigen liebevoll begleiten und ihnen in einer schweren Zeit Hoffnung schenken. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich bei Ihnen!

Ich wünsche Ihnen viele schöne Momente und Kraft spendende Sonnenstunden!

Werner Mühlböck, Geschäftsführer der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

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Ethik Seminar für DiätologInnen der FH Gesundheit

11. Mai 2011 | von

Das Ethik Seminar für DiätologInnen besuchte am Mittwoch den 11. Mai 2011 die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft. Das Seminar findet auf Initiative von Lothar Müller statt.

Dr. Christoph Gabl (Palliativmediziner der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft) sprach über die ethischen Fragestellungen bei der Ernährung schwerkranker und sterbender Menschen.

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