Tagebuch

Archiv Monat: Februar 2011

Aktionswochen im Bezirk Schwaz

28. Februar 2011 | von

"Hospiz ist überall" ist das Motto der Aktionswochen im Bezirk Schwaz vom 22. bis zum 31. März 2011.

Bei insgesamt vier Informationsveranstaltungen im Bezirk Schwaz können sich alle Interessierten über die Hospizbewegung und die Ausbildung zum/zur ehramtliche HospizbegleiterIn informieren.

Informationsveranstaltungen

Dienstag, 22. März 2011, 19:30 Uhr
Lichthalle des Bezirkskrankenhauses Schwaz, Swarovskistraße 1-3, 6130 Schwaz

  • Vortrag mit Dr. Elisabeth Medicus (Ärztliche Leiterin der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft) zum Thema “Was brauchen schwer kranke Menschen und ihre Angehörigen”

Donnerstag, 24. März 2011, 19:30 Uhr
Gemeindesaal Wiesing, Nr. 19, 6210 Wiesing

  • “Leben, Sterben, Abschiednehmen – die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft stellt sich vor” mit DGKS Gabi Hauser, Regionalbeauftragte der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft für den Bezirk Schwaz

Montag, 28. März 2011, 19:30 Uhr

Pfarrzentrum Mayrhofen, Am Marienbrunnen 247, 6290 Mayrhofen

  • Vortrag mit Dr. Christoph Gabl und DGKS Gabi Hauser zum Thema “Ernährung am Lebensende”

Donnerstag, 31. März 2011, 19:30 Uhr
Seminarraum Weerberg (Centrum Weerberg), 6133 Weerberg

  • “Leben, Sterben, Abschiednehmen – die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft stellt sich vor” mit DGKS Gabi Hauser, Regionalbeauftragte der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft für den Bezirk Schwaz

Hier können Sie den Folder zu den Aktionswochen als PDF downloaden!

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Eine Bereicherung für das Leben – Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung

24. Februar 2011 | von  | 2 Kommentare

11 Frauen und 3 (!) Männer machen zurzeit in Innsbruck die Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung. Jede und jeder hat unterschiedliche Gründe, warum sie sich ein halbes Jahr intensiv auf die Themen „Leben, Sterben, Trauer und Tod“ einlassen wollen. Was sie alle eint, ist die Erfahrung dass dieser Kurs eine Bereicherung für ihr LEBEN ist.

Ein wesentlicher Teil der Ausbildung ist, persönliche Erfahrungen mit den anderen TeilnehmerInnen zu teilen und sich auszutauschen. So lernt man /frau von einander kann sich einander vertraut machen.

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Gedanken – Schmerz

23. Februar 2011 | von

Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen.

Der Schmerz
ist der große Lehrer der Menschen.

Unter seinem Hauche
entfalten sich die Seelen.

Marie von Ebner-Eschenbach

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Nachlese – Weiterbildung für GruppenleiterInnen

22. Februar 2011 | von

Am 28.1.2011 trafen sich eine Gruppe von 12 Frauen und einem Mann unter der Leitung von Birgit Both und Susanne Jäger um einen ganzen Tag zum Thema „Kommunikation“ gemeinsam zu arbeiten.

Welche Einflussfaktoren beim Kommunizieren mitspielen, was an Bewusstem aber auch Unbewusstem eine Rolle spielen, das war Gegenstand des Seminars im Haus der Begegnung.

So manches Rätsel erhellte sich im Laufe des Tages und die gemeinsame Auseinandersetzung half dabei, „zwischenmenschliche“ Probleme auf eine Sachebene zu heben und dort bearbeitbar zu machen. Im Bild die Gruppenleiterinnen: Susanne Riml, Bettina Souissi, Elisabeth Rieser (v.l.n.r.)

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Besuch aus der Diözese Münster

22. Februar 2011 | von

Die Gäste aus Deutschland sammelten Informationen zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung. Im Bild mit Gabi Danler (Klinikseelsorge) und Susanne Jäger (Tiroler Hospiz-Gemeinschaft).

ExkursionsteilnehmerInnen der Diözese Münster (D):

Donatus Beisenkötter – Abteilungsleiter Allgemeine Seelsorge und Gemeindeentwicklung
Gudrung Meiwes – Referat Seelsorge in kritischen Lebenssituationen (Hospize etc.)
Annette Höing – Referat Katechese
Mechtilde Hessling – Referat Seniorenseelsorge
Martin Merkens – Referat Behindertenseelsorge
Andreas Fritsch – Fachstelle Gemeindeberatung (nicht auf dem Bild)

Großes Intersse an ehrenamtlicher Hospizbegleitung

Die Gäste aus der Diözese Münster sammelten Informationen und Knowhow in Innsbruck was die Begleitung, Organisationsstrukturen und Ausbildung von ehrenamtlichen SeelsorgerInnen betrifft. Dabei besuchten Sie auch die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, um mehr über die Ausbildung und Koordination von ehrenamtlichen Hospiz-BegleiterInnen zu erfahren.

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Aufmerksamkeit des Herzens

21. Februar 2011 | von

"Wenn Herz und Verstand zusammentreffen, wandelt sich der Geist und aus Beruf wird Berufung." Marina Baldauf

Marina Baldauf (Vorsitzende der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft) hielt anlässlich der feierlichen Verleihung der Ehrenzeichen des Landes Tirol, am Sonntag, 20. Februar 2011, eine Dankesrede im Namen aller zwölf Geehrten.

Ihre Rede können Sie im Folgenden nachlesen:

“Hohe Geistlichkeit, sehr geehrter Herr Bischof, sehr geehrte Landeshauptleute, werte Mitglieder der Landesregierung, sehr geehrter Herr Präs. Des Landtages, werte Bürgermeisterin und liebe Ausgezeichnete und Festgäste!

Ich freue mich, dass Sie gekommen sind, um die Verleihung dieses Ehrenzeichens mit uns zu feiern.

Dankbarkeit und Freude, dass wir diese Gefühle  empfinden, wird niemanden überraschen.

Diese Art der Wertschätzung bezieht sich nicht nur auf die vollbrachte Leistung der jeweiligen Person, sondern immer auf den ganzen in Beziehung stehenden Menschen. Es ist verbunden mit Respekt, Wohlwollen und Anerkennung und drückt sich aus  im Zugewandt sein. Jemandem aufrichtig zugewandt sein heißt, sein Gegenüber mit seinen Stärken und Schwächen wahr zu nehmen.

Die Sprache, hin und wieder aber auch die Sprachlosigkeit können dabei eine wichtige Brückenfunktion sein. Das ist ein hoher Wert, denn wir bewegen uns in einer leistungsorientierten, schnelllebigen Zeit,   von Kurzinformationen und tendenziösen Blitzlichtern beeinflusst.

Ich erlebe dies oft in unserer Arbeit der THG, wie wichtig es ist, die ganz persönlichen Ängste und Nöte schwerstkranker und sterbender Menschen zu hören und sich darauf einzulassen. In dieser letzten Lebensphase, und die steht uns allen einmal bevor, ist für die Kommerzialisierung menschlicher Bedürfnisse kein Platz mehr.

Es gehört ein  ganz persönliches Inne- und Werthalten dazu. Neben aller hochwertigster Professionalität und Kompetenz  in der Wissenschaft und Forschung, im Sport, in der Bildung, in der Wirtschaft, in Kunst und Kultur und im kirchlichen und sozialen Bereich, stellvertretende Persönlichkeiten sind ja heute hier ausgezeichnet worden, braucht es diesen emotionellen Beziehungsbogen zwischen dem ICH und dem DU zum WIR. Ich möchte das mit Herzensbildung oder einfach als die Aufmerksamkeit des Herzens beschreiben.

Sie ist wichtiger denn je, wenn wir unserer  flachen, auf Wohlstand ausgerichteten und gesättigten Gesellschaft die entsprechende Lebendigkeit zukommen lassen wollen.

Wenn Herz und Verstand zusammentreffen, wandelt sich der Geist und aus Beruf wird Berufung. Der damit verbundene hohe Einsatz findet sich bei allen heute Geehrten wieder.

Es braucht Zivilcourage und engagiertes Handel um unserer eigenen Trägheit und Mutlosigkeit zu entfliehen. Die Neugierde wird uns als Urkraft beflügeln.

Gerade jetzt im Jahr der Freiwilligkeit, sollte dieser Motor einer Gesellschaft zum Anspringen gebracht werden. Viele Initiativen werden vermutlich in diesem Jahr aus dem Boden wachsen und ich hoffe, dass es uns gelingen wird, diese frei werdende Energie zu bündeln und zukünftig bestmöglich und verantwortlich einzusetzen. Dazu braucht es mit Sicherheit eine kraftvolle Bürgerinitiative, neben aller politischen und öffentlichen Unterstützung.

Organisiertes freiwilliges Engagement auf allen Ebenen, gerade durch die demografische Entwicklung,  werden wir zukünftig dringende benötigen. Dazu gehört  auch, wie eingangs erwähnt, eine Kultur der Wertschätzung und des Dankens aber auch des Gemeinsinns und nicht der Ausgrenzung.

Die Haltung des Gemeinsinns wurzelt in der Sozialität des Individuums. Die Erfahrung, nicht als autonomes Einzelwesen zu leben, sondern sich im Raum von Gemeinschaften und Kulturen zu entwickeln und zu entfalten, ist für jeden Menschen elementar und existenziell.

Das sollte wieder stärker in unser Bewusstsein rücken und uns mit Lebensvertrauen und Mut, gerade in konfliktreichen Zeiten,  in die Zukunft gehen lassen.

Nicht der monotone Klang des kollektiven „JA Sagens“ sollte unsere Begleitmusik sein, sondern der wachsame und klare Blick nach vorne im Sinne der Menschlichkeit.

Dietrich Bonhoeffer, im KZ 1945 hingerichtet, aufgrund seiner Tätigkeit im Widerstand, beschreibt dieses Vertrauen ins Leben und um seine Endlichkeit wissend mit folgenden Zeilen:

Von guten Mächten treu und still umgeben,

behütet und getröstet wunderbar,

so will ich diese Tage mit euch leben

und mit euch gehen in ein neues Jahr.”

Marina Baldauf, 20. Februar 2011

Weitere Informationen zur Verleihung des Ehrenzeichens des Landes Tirols finden Sie hier!

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Marina Baldauf erhält Ehrenzeichen des Landes Tirol

21. Februar 2011 | von  | 2 Kommentare

Marina Baldauf (mitte) bei der Überreichung des Ehrenzeichens des Landes Tirol durch LH Günther Platter (links) und LH Luis Durnwalder (rechts).

Im Rahmen eines Festaktes verliehen am Sonntag, 20. Februar 2011, LH Günther Platter und LH Luis Durnwalder die Ehrenzeichen des Landes Tirol an zwölf Bürgerinnen und Bürger aus Tirol und Südtirol, die sich in besonderer Weise verdient gemacht haben. Der Feier im Riesensaal der Innsbrucker Hofburg wohnten zahlreiche geladene Ehrengäste bei.

Im Folgenden die Laudatio zu Ehren von Marina Baldauf im Wortlaut:

“Die Tiroler Landesregierung hat Frau Marina Baldauf, Vorsitzende der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, das Ehrenzeichen des Landes Tirol verliehen.

Krankheit und Sterben sind Themen, die in der Welt des 21. Jahrhunderts zumeist ausgeblendet werden. Der Umgang mit dem für alle Menschen unausweichlichen Ende des Lebens ist stark vom Wunsch nach Verdrängen geprägt. Doch es gibt auch Menschen, die sich ganz bewusst für eine andere Haltung entscheiden. Die heute zu ehrende Frau Marina Baldauf hat eine solche Entscheidung bereits vor vielen Jahren getroffen, als sie sich in den Dienst der „Tiroler Hospiz-Gemeinschaft“ stellte. Fast seit der Gründung dieses Vereins im Jahr 1992 arbeitet sie seither ehrenamtlich und mit hohem persönlichen Einsatz für die Weiterentwicklung dieser Idee in Tirol.

Die Hospiz-Bewegung hat sich zur Aufgabe gemacht, schwerst kranken und sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen begleitend zur Seite zu stehen. Der Mensch und seine ganz individuellen Bedürfnisse stehen dabei stets im Mittelpunkt. Ziel ist es, trotz schwerer oder unheilbarer Krankheit ein möglichst hohes Maß an Lebensqualität zu erhalten. Dies gelingt einerseits durch die Anwendung moderner Schmerztherapien, andererseits wird aber vor allem der Wert menschlicher Zuwendung gepflegt.

Marina Baldauf, seit 2002 Vorsitzende der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, setzte sich stets dafür ein, durch die Sorge um das ganzheitliche Wohl schwer kranker Menschen dazu beizutragen, ihnen ein erfülltes Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Vor allem der Ausbau des Ehrenamtes war ihr dabei ein bedeutendes Anliegen, in diesem Zusammenhang genießt die engagierte Frau auch als langjährige Beraterin des Caritasdirektors hohe Wertschätzung.

Marina Baldauf hat selbst den Ausbildungskurs für ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen absolviert und sehr viele Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet. Sie konnte dabei ihre Überzeugung leben, Trauer und Schmerzen genügend Raum zu geben, aber auch die Fülle des Lebens in der letzten Phase des Übergangs erlebbar zu machen. Für ihren langjährigen Einsatz und ihre damit verbundenen Verdienste um das Sozialwesen erhält Marina Baldauf heute das Ehrenzeichen des Landes Tirol.”

Foto: Land Tirol/Mück

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Tore zur Heilung

21. Februar 2011 | von

"Ein systemisches Ritual ist so etwas wie ein wacher Traum (‚Traumzeit’, ‚Heiliger Raum’), in dem auch Verstorbene angeschaut, umarmt und gewürdigt werden können."

Systemische Rituale – Systemic Ritual® in Innsbruck
mit Andrea Pilchowski aus Luzern
1. bis 3. April 2011

Das systemische Ritual ist eine spirituelle Form der systemischen Gruppen- und Einzel-Arbeit, die mein langjähriger Lehrer Daan van Kampenhout (www.daanvankampenhout.com ) entwickelt hat und die ich in meinem eigenen weiblichen Stil praktiziere.

Systemic Ritual hat eine Mutter und einen Vater:

Vater ist das klassische Familienstellen mit den heilenden Sätzen und Mutter ist die schamanische Arbeit mit ihrem Grundsatz, dass Leiden in der Wurzel nur spirituell überwunden werden kann, Heilung im Dienst und mit Unterstützung der ganzen Sippe, der Gruppe, geschieht.

Die Erlebnisse der Vorfahren beeinflussen ihre Nachkommen sowohl auf positive wie auch auf negative Weise. Ein systemisches Ritual ist so etwas wie ein wacher Traum (‚Traumzeit’, ‚Heiliger Raum’), in dem auch Verstorbene angeschaut, umarmt und gewürdigt werden können. Wenn wir die Tränen der Ahnen trocknen, können wir Zugang finden zu Kraft und Segnung für unser Leben und tragen bei zur Heilung zwischen den Generationen.

Systemische Rituale ersetzen keine Therapie oder medizinische Hilfe, können aber den Boden bereiten für eine ganzheitliche Heilung, Leidens-Druck nehmen und neue Kräfte mobilisieren.

Ort:
Seminarräume von Kathrin Bielowski
Pradlerstr. 30,
6020 Innsbruck

Zeit:
Freitag 18:00 bis 22.00 Uhr, Sa. 9:00 bis 19:00 Uhr, So. 9:00 bis 14:00 Uhr

Seminarkosten:
220,- Euro

Anmeldung und Info bei

Veronika Rienzner, Innsbruck,
Tel. 0650 324 56 02,
mailto: veronikarienzner@gmx.at und

Andrea Webhofer, Innsbruck,
Tel. 0699 106 630 96

Hier können Sie den ausführlichen Infofolder downloaden!

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Gedanken – Zeit

17. Februar 2011 | von

Uns fehlt nur eine Kleinigkeit ...

Uns fehlt nur eine Kleinigkeit,
um so frei zu sein wie die Vögel sind:
nur Zeit.

Richard Dehmel

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Aus Liebe zu den Menschen

16. Februar 2011 | von

„Unsere Gäste lehrten mich das Zuhören und das Stillsein.“ Brita Strassern

Rückblick auf elf Jahre ehrenamtliche Hospizbegleitung

Im Juli des vergangenen Jahres habe ich meine elf Jahre dauernde ehrenamtliche Tätigkeit im Hospiz beendet, die ich 1999 mit der Ausbildung für ehrenamtliche HospizbegleiterInnen begonnen hatte.

Eintauchen in eine neue Welt

Für mich war das damals der Beginn eines Eintauchens in die Themen Krankheit, Ängste, Schmerzen, Verzweiflung, Auflehnen gegen das Schicksal, Loslassen und Hinübergleiten in eine alle erwartende Ruhe. Unsere Gäste lehrten mich das Zuhören und das Stillsein. Sie lehrten mich aber auch, dass sie tatsächlich den letzten Tagen noch Leben geben möchten. Viele wollen teilhaben am Leben auf der Station, am Musizieren, an der gemeinsamen Jause, an den Gottesdiensten und Ähnlichem mehr.

Ich erinnere mich da an einen sehr ruhigen Gast aus der Steiermark, dem ich – etwas unsicher – den „Steirerbua“ vorsang. Zu meiner Freude fiel er in den Refrain ein und konnte noch eine, uns in Tirol unbekannte, lustige Strophe hinzufügen.

Aber nicht immer war es möglich, so leicht Zugang zu einem Gast zu finden, vor allem dann nicht, wenn der Gast noch Pläne für die Zukunft verwirklichen wollte, durch die Krankheit aber in eine andere Realität geradezu katapultiert wurde.

Zuhören, umarmen und trösten

Ich lernte viele Angehörige kennen, lernte ihnen zuzuhören, sie in den Arm zu nehmen und versuchte, sie zu trösten. Vieles relativierte sich auch in meinem Leben. Es war so manches nicht mehr wichtig, vieles bekam für mich einen anderen Stellenwert.

In unseren regelmäßigen Gruppentreffen mit den anderen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, in Ausflügen mit den Hauptamtlichen und in verschiedenen anderen Geselligkeiten wurden wir zusammengeschweißt, in Fortbildungsseminaren weiter geschult und bei Bedarf in Supervisionen geführt und gefestigt.

Mit Dankbarkeit erfüllt

Ich bin dankbar für die Zeit, die ich als ehrenamtliche Mitarbeiterin auf der Hospiz- und Palliativstation verbringen konnte, dankbar für alle Erfahrungen, die ich machen durfte, dankbar für die Gäste, denen ich meine Hand reichen konnte. Ich bewundere alle Gäste und ihre Angehörigen, welche nach anfänglichen Kämpfen und ihrem Schmerz des Verlustes loslassen und annehmen konnten, was ihnen ihr Leben bereitet hatte.

Aus persönlichen Gründen habe ich mich im Frühsommer entschlossen, meinen Dienst im Hospiz zu beenden. Ich danke allen, die auch mich begleitet haben, wenn das Schicksal eines Gastes mich stark bewegte.

Ich wünsche allen, die den Hospizgedanken hochhalten, viel Kraft, Güte und vor allem Liebe. Denn nur die Liebe zu den Menschen in ihrer Krankheit und ihrem Leid kann helfen, dass das Hospiz das bleibt, was es ist: eine Zuflucht für Schutz- und Hilfesuchende.

Eure Brita Strassern, Erhnamtliche Mitarbeiterin

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