Palliativforum: Einen geliebten Menschen verlieren | Do, 12. April 2012, 19.30 Uhr
Trauerprozesse sind ein komplexes Geschehen. Sie betreffen den ganzen Menschen und wirken sich nicht nur auf die seelische, sondern sehr häufig auch auf die körperliche Befindlichkeit von Hinterbliebenen aus. Große Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit, verstärkte Schmerzen, erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten und andere gesundheitliche Probleme können Begleiterscheinungen von Trauerprozessen sein.
Einladung zum Palliativforum
Einen geliebten Menschen verlieren: seelische und körperliche Folgen für die Gesundheit von Hinterbliebenen
Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass bei manchen Vorerkrankungen der Verlust eines geliebten Menschen ein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko mit sich bringt. Aus diesem Grund ist es im Kontakt mit Angehörigen und Hinterbliebenen von Bedeutung, wachsam auf mögliche Signale und "risikoreiche Vorgeschichten" zu reagieren, damit der Ernst der Lage nicht verkannt, Trauer aber auch nicht pathologisiert wird.
Die Referentin zeigt folgende Aspekte auf, die für Ärztinnen und Ärzte und für Pflegende relevant sind:
- Trauer und Depression: Differenzialdiagnostik - auch zu Erschöpfungszuständen
- Risikogruppen für erhöhte Sterblichkeit in Trauerprozessen
- Risikofaktoren für chronifizierte/komplizierte Trauer
- Diagnose von komplizierter Trauer: zwischen Pathologisierung und Verharmlosung von Trauerprozessen
Referentin:
Mag. Susanne Jäger, Psychotherapeutin
Zielgruppen:
Ärzte und Ärztinnen, Pflegepersonal, PsychotherapeutInnen, SeelsorgerInnen, SozialarbeiterInnen, ehrenamtliche HospizbegleiterInnen und alle anderen Personen, die schwer kranke und sterbende Menschen betreuen
Anrechenbarkeit:
2 DFP-Punkte für Allgemeinmedizin pro Veranstaltung
Achtung! Die Vortragsreihe ist an einen neuen Ort übersiedelt:
Ärztekammer für Tirol, Anichstraße 7, Seminarraum im Stöcklgebäude
Für die TeilnehmerInnen fallen keine Kosten an. Keine Anmeldung erforderlich.

